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Max Maximal – CD-Box mit Gregers Pop- und Jazz-Perlen

Jazz, Swing und Pop – Saxofonist und Bigband-Leader Max Greger kannte keine Scheuklappen. Einige seiner vielseitigsten Alben wurden jetzt in einer neuen CD-Box versammelt.
Max Greger - Big Box
Max Greger - Big Box
03.05.2022
Obwohl Max Greger große Teile seiner Karriere erfolgreich mit Tanz- und Unterhaltungsmusik bestritt, ist sein Beitrag zur deutschen Jazzgeschichte nicht zu unterschätzen. Wie kaum ein anderer erreichte er das deutsche Publikum auf vielseitige Art und Weise – und stets spielte der Jazz eine Rolle. Die CD-Box “5 Original Albums” stellte vor einiger Zeit fünf seiner swingendsten Alben zusammen.
In den 1960er Jahren flirteten viele aus dem Jazz kommende Orchesterleiter mit der tanzbaren Instrumentalmusik, oder schwenkten komplett in diesen Musikbereich um. Auch Greger suchte den Reiz der großen Bühne, der Fernsehauftritte vor Millionenpublikum und den Schallplattenerfolg. Für das Polydor-Label nahm er dutzende LPs auf, die zum Tanzen anregten, Stimmung machten oder eine lasche Party ordentlich in Schwung brachten. Sieben seiner besten Alben der 60er und 70er Jahre wurden jetzt aus dem Winterschlaf im Bandarchiv geweckt und in einer BIG BOX auf vier CDs versammelt: “Greger In The Night”, “Max Greger Live”, “Sunshine/Starshine”, "Sax-Appeal”, "Trumpets Trumpets Trumpets” und "In The Mood For Hits” (deutsche und internationale Version), hinzu kommen zwanzig Bonustracks.
Da gibt es einiges wiederzuentdecken: Auf “Greger In The Night” (1966) becirct er das "Girl From Ipanema” und besteigt mit den Hörern den “Big Train”, der in den 90ern übrigens ein Kulttitel des britischen Easy-Listening-Revivals wurde. Das von DJs und LP-Diggers ebenfalls geschätzte Greger-Album “Sunshine/Starshine” (1970) besticht durch groovige Arrangements von niemand anderem als Les Humphries, der mit seinen Singers noch Musikgeschichte schreiben sollte. Neben tanzbaren Versionen von Titeln wie “Aquarius” und “Spinning Wheel” ist hier auch eine knackige Version von Cannonball Adderleys “Sweet Emma” zu hören.
Auf dem Album “Sax-Appeal” (1971) gewährt Greger – der sonst stets die heißblütigen, bluesgegründeten Soli beisteuert – auch mal seinen Saxofon-Kollegen Benny Gebauer und Stevan Bodo Entfaltungsspielraum, während auf “Trumpets Trumpets Trumpets” (1971) Toni Maier und Alex Malempré, die Startrompeter seiner Band, ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Von Jazz-Standards über Pop-Klassiker bis zu ins Bigband-Gewand geschmiegte Schlager jener Jahre reicht das Repertoire der BIG BOX, die einen großen Teil von Gregers Bandbreite zeigt. Am 15. August 2015 verstarb Max Greger, seinen Fans bleibt er aber weiterhin im Gedächtnis, nicht nur, wenn bis heute jeden Samstag das “Aktuelle Sportstudio” des ZDF mit der dynamischen Greger-Titelmelodie “Up To Date” beginnt, sondern jetzt auch dank frisch remasterter vier CDs plus informativem Booklet.