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Blue Note Tone Poet Serie
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Blue Note Tone Poet Serie - “Power Player” in Aktion

Auf “Got a Good Thing Goin’” spielten Big John Patton und Grant Green 1966 Soul-Jazz, der keine Wünsche offenließ. Zwanzig Jahre später bewiesen Michel Petrucciani, Jim Hall und Wayne Shorter auf dem Live-Album “Power of Three” ihre absolute Extraklasse.
Blue Note Tone Poet Serie - Big John Patton / Michel Petrucciani
Blue Note Tone Poet Serie - Big John Patton / Michel Petrucciani
(c) Blue Note Records
02.07.2026

Blue Note Tone Poet Serie

Die erste audiophile LP-Serie von Blue Note Records ist ein weltweiter Erfolg. Kuratiert wird sie von Joe Harley, genannt der „Tone Poet“, vom renommierten amerikanischen Vinyl-Label Music Matters. Die Fertigung erfolgt mit rein analogen Produktionsschritten vom Erste-Generation-Masterband bis zur 180g-Pressung bei Record Technology Incorporated (RTI) in den USA. Den luxuriösen Rahmen bilden laminierte Tip-On-Gatefold-Sleeves und wattierte Innenhüllen.

Big John Patton – Got a Good Thing Goin’

In der Blütezeit der Hammond-B3-Orgel war Big John Patton einer der gefragtesten Soul-Jazz-Organisten bei Blue Note Records. Zwischen 1963 und 1967 bildete er mit dem Gitarristen Grant Green ein ebenso dynamisches Duo wie Jimmy Smith mit Wes Montgomery. In diesem Zeitraum nahmen die beiden zusammen acht Alben für Blue Note auf, sechs davon unter Pattons Namen und zwei unter Greens. “Got a Good Thing Goin’”, ihr letztes gemeinsames Album für das Label von Alfred Lion, erschien 1966 und gilt als veritables Soul-Jazz-Manifest. Unterstützt werden die beiden Protagonisten, die sich in Topform befinden, von dem weniger bekannten, aber exzellenten Schlagzeuger Hugh Walker und dem Congaspieler Richard Landrum.

Im Repertoire ziehen auf den ersten Blick die Coverversionen zweier Hits von Marvin Gaye (“The Shake”) und Sam Cooke (“Ain’t That Peculiar”) die größte Aufmerksamkeit auf sich. Die wahren Höhepunkte des Programms sind jedoch zwei gemeinschaftliche Kompositionen von Patton und Green, der mitreißende Jazz-Dance-Klassiker “The Yodel” und “Soul Woman”, sowie Duke Pearsons “Amanda”.  Stephen Thomas Erlewine von AllMusic bewertete das Album mit 4,5 von 5 Sternen und schrieb: “Grant Green holte stets das Beste aus Big John Patton heraus. Auf fast jeder Platte, auf der der Gitarrist und der Organist zu hören waren, stand ihr brillantes Zusammenspiel im Vordergrund. Und stets schien es so, als würden sie versuchen, sich mit ihren rasanten, funkigen Soli gegenseitig zu übertrumpfen. Selten klangen Patton und Green besser als auf ‘Got a Good Thing Goin’‘, einer Session aus dem Jahr 1966, die als Schaubühne für das dynamische Zusammenspiel des Duos und ihre mitreißenden, belebenden Soli diente. […] Heißeren und temporeicheren Soul-Jazz als auf ‘Got a Good Thing Goin’‘ wird man kaum finden.”

Michel Petrucciani feat. Jim Hall and Wayne Shorter – Power of Three

Die Auftritte beim Montreux Jazz Festival in der Schweiz schienen den 1999 verstorbenen Pianisten Michel Petrucciani immer ganz besonders beflügelt zu haben. 1982 begleitete der damals noch wenig bekannte Franzose in Montreux den Tenorsaxofonisten Charles Lloyd, als dieser dort nach einem dreijährigen Rückzug aus der Musikszene sein umjubeltes Comeback feierte. Das dabei entstandene Live-Album machte Petrucciani schlagartig international bekannt. Vier Jahre später, am  14. Juli 1986, kehrte er mit zwei weiteren amerikanischen Jazzlegenden – dem Gitarristen Jim Hall und dem Saxofonisten Wayne Shorter – an den Ort seines ersten Triumphs zurück, um ein nicht weniger atemberaubendes Live-Album einzuspielen. “Power of Three” ist das Dokument eines geradezu magischen Abends, an dem drei Ausnahmemusiker im Zenit ihres Könnens aufeinandertrafen und auf einem unglaublich hohen Niveau zusammenspielten, von dem die meisten Musiker nur träumen können. “Es war eine wirklich außergewöhnliche Begegnung”, erinnerte sich Petrucciani noch zehn Jahre später. In zwei Stücken, Jim Halls “Careful” und Duke Ellingtons Klassiker “In a Sentimental Mood “, präsentierte sich der 23-jährige Pianovirtuose im Duo mit dem Gitarristen. In den restlichen drei Stücken – Petruccianis “Morning Blues”, Shorters “Limbo” und Halls ausgelassenem Calypso “Bimini” – gesellte sich Wayne Shorter an Tenor- und Sopransaxofon zu den beiden.

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