Verve Acoustic Sounds Serie - Überflieger an der Trompete

Mit der Verve Acoustic Sounds Serie bietet Verve Vinyl-Fans in Zusammenarbeit mit dem bekannten amerikanischen Acoustic-Sounds-Label seine erste audiophile LP-Serie. Die Fertigung erfolgt mit rein analogen Produktionsschritten vom Erste-Generation-Masterband bis zur 180g-Pressung bei Quality Record Pressings in den USA. Den luxuriösen Rahmen bieten laminierte Tip-On-Gatefold-Sleeves und wattierte Innenhüllen. Auch Alben von Verve-Schwesterlabels wie Impulse!, Mercury und Emarcy finden sich in der hochwertigen Serie wieder.
Wenngleich der Trompeter Freddie Hubbard zuvor bereits vier gefeierte Alben bei Blue Note Records veröffentlicht hatte, betrachtete er “The Artistry of Freddie Hubbard” als das Album, mit dem ihm der persönliche Durchbruch gelang. Als er es im Juni 1962 für Impulse! Records einspielte, befand er sich in einer entscheidenden frühen Phase seiner Karriere. Das Album, das stilistisch zwischen Bebop und Hard Bop angesiedelt ist, rückte Hubbards technische Brillanz, seinen warmen Ton und sein rhythmisches Gespür in den Fokus. Zudem arrangierte er auch zum ersten Mal alle Stücke eines Albums selbst.
Bei der Auswahl der Mitmusiker und des Repertoires ließ ihm der Produzent Bob Thiele freie Hand. Neben drei eigenen Kompositionen arrangierte er für sein agiles Sextett zwei Klassiker: “Caravan” von Duke Ellington und Juan Tizol sowie “Summertime” von den Gershwin-Brüdern und DuBose Heyward. “Ich hatte das Gefühl, endlich die Jungs beisammen zu haben, die ich schon immer wollte”, erinnerte er sich Jahre später. “Die Jungs” waren der Tenorsaxofonist John Gilmore, der Pianist Tommy Flanagan, der Bassist Art Davis, der Schlagzeuger Louis Hayes und der großartige Posaunist Curtis Fuller, der seinerzeit auch mit Hubbard in Art Blakeys Jazz Messengers zusammenspielte. “Das sind einige wirklich vielversprechende junge Talente, die ein klassisches Format neu beleben”, kann man in der AllMusic-Rezension des Albums lesen, das dort vier von fünf Sternen erhielt. “Hubbards Soli zeigen, warum er der meistdiskutierte junge Trompeter jener Zeit war.”





