Verve Acoustic Sounds Serie - das “Mädchen” mit der wunderbaren Diktion

Mit der Verve Acoustic Sounds Serie bietet Verve Vinyl-Fans in Zusammenarbeit mit dem bekannten amerikanischen Acoustic-Sounds-Label seine erste audiophile LP-Serie. Die Fertigung erfolgt mit rein analogen Produktionsschritten vom Erste-Generation-Masterband bis zur 180g-Pressung bei Quality Record Pressings in den USA. Den luxuriösen Rahmen bieten laminierte Tip-On-Gatefold-Sleeves und wattierte Innenhüllen. Auch Alben von Verve-Schwesterlabels wie Impulse!, Mercury und Emarcy finden sich in der hochwertigen Serie wieder.
Was für eine Premiere: Am 15. Mai 1956 brachte der Jazzimpresario und Produzent Norman Granz mit “Ella Fitzgerald Sings the Cole Porter Song Book” das erste Album auf seinem neuen Label Verve Records heraus. Granz hatte das Label erst fünf Monate zuvor aus der Taufe gehoben, um darauf seinen größten Star Ella Fitzgerald zu präsentieren. Für den Auftakt ihrer bahnbrechenden “Song Book”-Reihe, die schon bald viele andere Künstler inspirieren sollte, hätten die Sängerin und ihr Produzent kaum eine bessere Wahl treffen können. Denn kein anderer Songwriter hatte so viele Hits für den Broadway geschrieben wie Cole Porter.
Mit den Arrangements der zweiunddreißig ausgewählten Klassiker hatte Granz ursprünglich Nelson Riddle beauftragen wollen. Doch der musste absagen, da er zu diesem Zeitpunkt bereits voll und ganz mit seiner Arbeit für Frank Sinatra ausgelastet war (Riddle sollte jedoch später drei weitere “Song Book”-Alben von Ella arrangieren). So vergab Granz den Job an den 25-jährigen Buddy Bregman, den er eigentlich engagiert hatte, um die A&R-Abteilung von Verve zu leiten. Am 25. Januar 1956 ging Ella das erste Mal mit Bregman und einem von ihm geleiteten Orchester in Los Angeles ins Studio, um eine Reihe von Singles aufzunehmen. Zwei Wochen später, am 7. Februar, kehrten sie dorthin zurück, um mit den Aufnahmen für das Doppelalbum “Ella Fitzgerald Sings the Cole Porter Song Book” zu beginnen.
Ella machte sich die grandiosen Porter-Songs derart zu eigen, dass man viele von ihnen noch heute unweigerlich mit ihr assoziiert. Dabei schaffte sie es mühelos, den lyrischen Witz und die melodische Eleganz von Porters Kompositionen hervorzuheben. Bregmans Arrangements bildeten den perfekten musikalischen Rahmen und unterstrichen die Melodien von Porters wunderbaren Liedern. Zum Erfolg des Albums trug auch das Orchester bei, das mit der Crème de la Crème der LA-Sessionmusiker besetzt war, darunter die Trompeter Harry “Sweets” Edison, Pete Candoli und Maynard Ferguson, der Posaunist Milt Bernhart, die Saxofonisten Herb Geller, Ted Nash und Bud Shank sowie eine Rhythmusgruppe mit dem Pianisten Paul Smith, dem Gitarristen Barney Kessel, dem Bassisten Joe Mondragon und dem Schlagzeuger Alvin Stoller.
Für Ella Fitzgerald stellte das Album, das auch nach 70 Jahren nichts von seiner Magie verloren hat, einen bedeutenden Wendepunkt in ihrem Leben und ihrer Karriere dar. Als Norman Granz die Aufnahmen später Cole Porter selbst vorspielte, brachte der Komponist und Lyriker nur bewundernd hervor: “Meine Güte, was für eine wunderbare Diktion dieses Mädchen hat.”





