Verve Acoustic Sounds Serie: Kalifornische Träume mit Latin-Flavour

Mit der Verve Acoustic Sounds Serie bietet Verve Vinyl-Fans in Zusammenarbeit mit dem bekannten amerikanischen Acoustic-Sounds-Label seine erste audiophile LP-Serie. Die Fertigung erfolgt mit rein analogen Produktionsschritten vom Erste-Generation-Masterband bis zur 180g-Pressung bei Quality Record Pressings in den USA. Den luxuriösen Rahmen bieten laminierte Tip-On-Gatefold-Sleeves und wattierte Innenhüllen. Auch Alben von Verve-Schwesterlabels wie Impulse!, Mercury und Emarcy finden sich in der hochwertigen Serie wieder.
„California Dreaming“ war das letzte und zugleich auch kommerziell erfolgreichste Album, das Wes Montgomery (1923–1968) für Verve Records aufnahm. Unter der Regie des Produzenten Creed Taylor, der den Gitarristen 1964 zu dem Label geholt hatte, bewegte sich Montgomery auf seinen Alben immer mehr vom reinen Jazz weg in Richtung zeitgenössischer Pop. Während einige Jazzkritiker diese Entwicklung mit Sorge betrachteten, argumentierten andere, dass es Wes Montgomery stets gelang, seine Klasse und Integrität zu bewahren, selbst wenn er populäres Material interpretierte.
Das im September 1966 aufgenommene und im Februar 1967 veröffentlichte Album „California Dreaming“ bildete da absolut keine Ausnahme. Das Programm bestand fast durchweg aus aktuellen Pop-Hits, darunter das von The Mamas & the Papas stammende Titelstück, Bobby Hebbs Ohrwurm „Sunny“ und gleich vier Nummern aus dem Repertoire der seinerzeit überaus populären Band Herb Alpert & Tijuana Brass („More, More, Amor“, „Green Peppers“, „Winds of Barcelona“ und „South of the Border“). Sein jazziges Können zeigte Montgomery vor allem in den beiden bluesigen Eigenkompositionen „Sun Down“ und „Mr. Walker“. Aber auch sonst fand er reichlich Gelegenheit, seinen charakteristischen, von Oktaven geprägten Gitarrenstil zur Schau zu stellen.
Begleitet wurde er bei der Aufnahme von einem Spitzenorchester unter der Leitung des Arrangeurs Don Sebesky. In der Besetzung stachen neben Herbie Hancock am Klavier und Bucky Pizzarelli an der Gitarre drei Musiker hervor, die Wes Montgomery und den Hammond-Organisten Jimmy Smith im selben Jahr bei der Einspielung der beiden Klassiker „Jimmy & Wes: The Dynamic Duo“ und „Further Adventures of Jimmy and Wes“ zur Seite gestanden hatten: der Schlagzeuger Grady Tate, der Congalero Ray Barretto und der Bassist Richard Davis. Mit „California Dreaming“ erreichte Wes Montgomery Platz 4 der R&B-Album-Charts und zum ersten Mal überhaupt die Spitze der Jazz-Album-Charts von Billboard. Darüber hinaus war es das bestverkaufte Jazzalbum des Jahres 1967. Noch im selben Jahr wechselten Wes Montgomery und Creed Taylor übrigens zusammen zu Herb Alperts Label A&M Records, für das der Gitarrist dann seine letzten drei Alben einspielen sollte.





