Blue Note Classic Vinyl Serie - Young Lions mit All-Star-Unterstützung

Die Blue Note Classic Vinyl Serie macht die klassischen Alben des Labels zum attraktiven Preis dauerhaft verfügbar. Die ersten Folgen erschienen bereits 2019 zum achtzigsten Labeljubiläum unter dem Serientitel Blue Note 80. Gemastert werden die LPs von Kevin Gray bei Cohearent Audio in den USA, gepresst in 180g bei Optimal in Deutschland. Original-Coverdesign und cellophanierte Innenhüllen gehören bei dieser Serie zum guten Ton.
Freddie Hubbard – Goin’ Up
Auf seinem zweiten Blue-Note-Album “Goin’ Up” löste Freddie Hubbard das Versprechen ein, das er nur fünf Monate zuvor auf seinem Debütalbum “Open Sesame” gegeben hatte. “Goin’ Up” machte mehr als deutlich, weshalb der damals 22-Jährige zu Beginn der 1960er Jahre zu den aufregendsten neuen Trompetern der Jazzszene gehörte. Dies spiegelte sich auch in der hochkarätigen Besetzung wider, mit der er im November 1960 die Aufnahmen in Rudy Van Gelders Studio in Englewood Cliffs machte: Hank Mobley am Tenorsaxofon mit McCoy Tyner am Klavier, Paul Chambers am Bass und Philly Joe Jones am Schlagzeug – allesamt Musiker, die in dieser Zeit mit Miles Davis und/oder John Coltrane spielten. Hubbard eröffnet das Set mit drei energiegeladenen Hard-Bop-Nummern von Kenny Dorham (“Asiatic Raes” und “Karioka”) und Hank Mobley (“A Peck A Sec”) sowie dem coolen, mehr laid-back gespielten Stück “The Changing Scene”, das ebenfalls aus der Feder des Tenorsaxofonisten stammt. Danach drosselt die Band das Tempo für die exquisite Ballade “I Wish I Knew” von Bill Smith, bevor sie das Album mit Hubbards schwungvollem “Blues for Brenda” zum Abschluss bringt.
Lee Morgan – Lee-Way
Zwischen November 1956 und Februar 1958 hatte der emsige und ideenreiche Trompeter Lee Morgan sieben Alben für Blue Note eingespielt. Dann legte er eine mehr als zweijährige Pause ein, um sich auf seine neue Arbeit mit Art Blakeys Jazz Messengers zu konzentrieren. Erst am 28. April 1960 kehrte Morgan schließlich ins Studio von Rudy Van Gelder in Englewood Cliffs zurück, um mit “Lee-Way” ein neues Soloalbum für Blue Note einzuspielen. Im Schlepptau hatte er den damaligen Messengers-Pianisten Bobby Timmons und sogar den Schlagzeug-Maestro Art Blakey selbst. Komplettiert wurde das Spitzenquintett durch den Altsaxofonisten Jackie McLean, einen ehemaligen Jazz Messenger, und den Bassisten Paul Chambers. Was an diesem Tag entstand, war eine Hard-Bop-Aufnahme der Extraklasse. Das Programm bestand aus vier Stücken mit Laufzeiten zwischen acht und zwölf Minuten, die allen Musikern viel Raum boten, um sich frei zu entfalten und ihre Ideen zu verwirklichen. Neben zwei wunderbaren Kompositionen des Trompeters Cal Massey (“These Are Soulful Days” und “Nakatini Suite”) und einer von Jackie McLean (“Midtown Blues”) präsentierte Morgan mit “The Lion and the Wolf” eine selbst verfasste, mitreißende Hommage an die beiden Blue-Note-Gründer Alfred Lion und Francis Wolff.





