Blue Note Classic Vinyl Serie - Hard-Bop-Stars der Blakey-Schule

Die Blue Note Classic Vinyl Serie macht die klassischen Alben des Labels zum attraktiven Preis dauerhaft verfügbar. Die ersten Folgen erschienen bereits 2019 zum achtzigsten Labeljubiläum unter dem Serientitel Blue Note 80. Gemastert werden die LPs von Kevin Gray bei Cohearent Audio in den USA, gepresst in 180g bei Optimal in Deutschland. Original-Coverdesign und cellophanierte Innenhüllen gehören bei dieser Serie zum guten Ton.
Donald Byrd – The Cat Walk
Wie sein Instrumentalkollege Kenny Dorham hatte sich auch der Trompeter Donald Byrd zunächst als Mitglied von Art Blakeys Jazz Messengers einen Namen gemacht. 1958 gründete er dann sein erstes eigenes Quintett mit dem Baritonsaxofonisten Pepper Adams. Bis 1961 nahmen die beiden eine ganze Reihe von Alben zusammen auf, wobei mal der eine und mal der andere als Session-Leader fungierte. Das im Mai 1961 eingespielte Album “The Cat Walk” gehört zu den besten Aufnahmen dieses Gespanns. Unterstützt von dem Pianisten Duke Pearson, dem Bassisten Laymon Jackson und dem Schlagzeuger Philly Joe Jones laufen die beiden Bläser hier zu Hochform auf. “Byrds Spiel ist durchweg auf für ihn charakteristische Weise geschmeidig und lyrisch, während Adams’ kräftiger, rauchiger Bariton-Sound das perfekte Gegengewicht dazu bildet”, schrieb Steve Leggett in seiner Rezension für AllMusic und gab dem Album vier von fünf Sternen. Bis auf eine Nummer, Neal Heftis “Cute”, besteht das Programm ausschließlich aus swingenden Hard-Bop-Originalen von Byrd und Pearson.
Kenny Dorham – Whistle Stop
Nachdem er Mitte der 1950er Jahre mit “Afro-Cuban” und “‘Round About Midnight at the Café Bohemia” bereits zwei frühe Klassiker für Blue Note aufgenommen hatte, feierte Kenny Dorham 1961 mit “Whistle Stop” ein glänzendes Comeback bei dem Label. Auf dem Album kam es zur Reunion mit dem Tenorsaxofonisten Hank Mobley, mit dem der Trompeter zuvor oft zusammengespielt hatte: in der Originalbesetzung der Jazz Messengers, im Quintett von Max Roach und 1955 auf Dorhams Blue-Note-Debüt “Afro-Cuban”. Zu den beiden Bläsern gesellte sich eine erstklassige Rhythmusgruppe mit dem Pianisten Kenny Drew, dem Bassisten Paul Chambers und dem Schlagzeuger Philly Joe Jones. Das Repertoire des Albums enthält sieben Originale aus Dorhams Feder, die seine erstaunliche Vielseitigkeit als Komponist unterstreichen. Scott Yanow gab der Aufnahme bei AllMusic 4,5 von 5 Sternen und schrieb: “Dorham präsentiert hier lebhafte, frische und durchweg swingende Musik. Dies ist ein meist übersehenes, aber fast schon klassisches Album.”





