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Meshell Ndegeocello
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Meshell Ndegeocello: FIRST LOOK und internationale Reaktionen auf „Synonym“

In einem FIRST LOOK-Video sprechen Meshell Ndegeocello und ihr musikalischer Partner Abe Rounds mit Blue-Note-Chef Don Was über das neue Album „Synonym“.
Meshell Nedegeocello - FIRST LOOK
Meshell Nedegeocello - FIRST LOOK
(c) Blue Note Records
16.10.2026

„Meshell Ndegeocello is a band“: Dieser Satz, mit dem Blue Note das kreative Umfeld der Musikerin beschreibt, liefert einen guten Schlüssel zu zu ihrem vor zwei Wochen erschienenen Album „Synonym“. Denn obwohl Ndegeocellos Name auf dem Cover steht, ist das Album ausgesprochen kollaborativ gedacht. Im neuen FIRST LOOK-Video von Blue Note Records ist daher neben Meshell Ndegeocello und Don Was auch Schlagzeuger und Co-Produzent Abe Rounds dabei und ermöglicht ebenfalls interessante Einblicke hinter die Kulissen des Gemeinschaftswerkes vieler Musikerpersönlichkeiten.

Ndegeocello weist darauf hin, dass sie verstärkt kollektive Musik machen und mit „Synonym“ zugleich ihre Fähigkeiten als Produzentin zeigen wolle. Auf dem Album versammelt sie dafür eine außergewöhnliche Gästeliste: Cynthia Erivo, Cat Power, Chaka Khan, ANOHNI, WILLOW, Lianne La Havas, Robert Glasper, Brandi Carlile, Bill Callahan, Chris Thile und weitere Musikerinnen und Musiker wirken an den 15 Neuinterpretationen bekannter Songs mit. Das Material reicht von Bob Dylan und Sonny & Cher über The Human League und Dennis Edwards bis zu Songs aus R&B, Grunge und Hip-Hop.

Der „Guardian“ hört radikale Neuerfindungen

International fällt die Resonanz bislang deutlich positiv aus. Der britische Guardian vergibt vier von fünf Sternen und kürte „Synonym“ zum „Album of the Week“. Alexis Petridis erkennt darin weniger ein klassisches Coveralbum als eine Folge teilweise radikaler Neuerfindungen. Besonders hebt er „Don’t You Want Me“ mit Cat Power hervor: Aus dem Synth-Pop-Hit von The Human League wird Reggae, zugleich verändert die neue Rollenverteilung die emotionale Dynamik des Songs.

Ähnlich stark bewertet Petridis Bob Dylans „It Ain’t Me Babe“ mit Madison Cunningham. Ndegeocello verändert Melodie, Tempo und Klangbild so weit, dass das Original zeitweise kaum noch erkennbar ist. Nicht jedes Experiment funktioniert für den Kritiker allerdings gleichermaßen: Die stark abstrahierte Fassung von „I Got You Babe“ mit ANOHNI hält er emotional für weniger überzeugend. Das ändere jedoch wenig am Gesamteindruck eines eigenwilligen und ausgesprochen erfinderischen Albums.

Lob für Arrangements und Risikobereitschaft

Auch PopMatters bewertet „Synonym“ mit 8 von 10 Punkten und beschreibt es als starkes modernes Soul-Album, dessen besondere Qualität in den Arrangements, Grooves und Stimmen liege. Das Magazin Mojo kommt ebenfalls auf 80 Punkte und hebt hervor, dass die Melodien häufig erhalten bleiben, während Ndegeocello ihre musikalische Umgebung grundlegend verändert.

AllMusic urteilt mit 3,5 von fünf Sternen etwas zurückhaltender. Interessant ist dort besonders der Blick auf Ndegeocello als Bassistin: Ausgerechnet auf ihrem eigenen Album überlässt sie den Bass häufig anderen Musikern. Wo sie selbst spielt – etwa bei „Don’t Stop the Music“, „Don’t You Want Me“ oder Brian Enos „Here He Comes“ –, hebt die Rezension ihre Bassarbeit dafür umso deutlicher positiv hervor.

Ein Album über Zusammenarbeit

So unterschiedlich die einzelnen Favoriten ausfallen, läuft die internationale Resonanz bislang auf einen gemeinsamen Punkt hinaus: Gelobt wird weniger die originalgetreue Interpretation bekannter Songs als Ndegeocellos Bereitschaft, mit ihnen Risiken einzugehen.

Das FIRST LOOK-Gespräch setzt dazu einen passenden Akzent. Es lenkt den Blick weg von der prominenten Gästeliste und hin zu der Arbeitsweise hinter „Synonym“: Ndegeocello als überzeugende Produzentin, Arrangeurin und Mittelpunkt eines beeindruckenden musikalischen Kollektivs.

Meshell Ndegeocello - Synonym (LP)
Synonym (2LP)
2. Okt. 2026

Musik von Meshell Ndegeocello

Meshell Ndegeocello - Synonym (Green 2LP + WL + AC)
Synonym (Excl. Green 2LP + AC + WL)
2. Okt. 2026

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