Alan Skidmore Quintet: „Once Upon A Time“ kehrt auf Vinyl zurück

„Once Upon A Time“: Britischer Jazz im Aufbruch
Als Alan Skidmore sein Quintett 1969 für das Montreux Jazz Festival zusammenstellte, entstand eine Formation, deren Besetzung aus heutiger Sicht geradezu spektakulär erscheint. Neben dem Tenorsaxophonisten spielten Kenny Wheeler an Flügelhorn und Trompete, John Taylor am Klavier, Harry Miller am Bass und Tony Oxley am Schlagzeug – Musiker, die zu prägenden Stimmen des britischen und europäischen Jazz werden sollten.
In Montreux sorgte die Band unmittelbar für Aufsehen und gewann gleich drei Preise, darunter die Auszeichnung als beste Gruppe sowie für Skidmore als bester Solist. Der Erfolg führte zur Zusammenarbeit mit Deram-Produzent Peter Eden und schließlich zum Album „Once Upon A Time“.
Alan Skidmore zwischen Coltrane, Modal Jazz und freien Formen
1969 aufgenommen und 1970 auf Deram Nova veröffentlicht, dokumentiert das Album eine außergewöhnlich kreative Phase des britischen Modern Jazz. Skidmores kraftvolles, deutlich von John Coltrane beeinflusstes Tenorspiel trifft auf Modal Jazz, Post-Bop und zunehmend freie Formen.
Zu den Höhepunkten gehören John Surmans Titelstück „Once Upon A Time“ und das fast zwölfminütige „Old San Juan“, das Skidmore Jahrzehnte später selbst zu seinen besten Aufnahmen zählte. Das Zusammenspiel des Quintetts macht die LP zugleich zu einem faszinierenden frühen Dokument von fünf Musikern, die die Entwicklung des europäischen Jazz nachhaltig beeinflussten.
BRITISH JAZZ EXPLOSION: Neu gemastert auf 180g-Vinyl
Die Neuauflage erscheint im Rahmen der bei Jazzfans gefeierten Serie BRITISH JAZZ EXPLOSION. Gemastert wurde von den originalen Stereo-Analogbändern in den Abbey Road Studios und auf 180g-Vinyl gepresst. Enthalten ist ein vierseitiges Faltblatt mit Abbildungen und einem neuen Text des Jazz-Experten und Serienproduzenten Tony Higgins.
„Once Upon A Time“ vom Alan Skidmore Quintet erscheint am 16. Oktober und kann bereits vorbestellt werden.





