British Jazz Explosion - drei Wegbereiter des britischen Jazz - British Jazz Explosion | JazzEcho

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British Jazz Explosion - drei Wegbereiter des britischen Jazz

Mit “Greek Variations & Other Aegean Exercises” schufen Komponist Neil Ardley, Trompeter Ian Carr und Saxofonist Don Rendell 1969 ein außergewöhnliches Konzeptalbum. Nun erscheint es zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder auf Vinyl.
BRITISH JAZZ EXPLOSION - Greek Variations & Other Aegean Exercises
BRITISH JAZZ EXPLOSION - Greek Variations & Other Aegean Exercises
(c) Decca Records
25.03.2026

Der Pianist Neil Ardley (1937–2004) zählte zu den profiliertesten Komponisten und Arrangeuren der britischen Jazzszene. Zwischen 1964 und 1971 leitete der bekennende Gil-Evans-Anhänger das New Jazz Orchestra, ein Sammelbecken für die besten jungen Musiker der progressiven Londoner Jazz-, Blues- und Rockszene. Das 1969 erschienene zweite Album dieses Kollektivs, “Le Déjeuner Sur L’Herbe”, ist ein Meilenstein des modernen britischen Jazz und wurde vor fünf Jahren als eines der ersten Alben in der British Jazz Explosion Serie von Decca auf Vinyl wiederveröffentlicht. Ein Jahr später nahm Ardley unter seinem eigenen Namen und dem der beiden Top-Solisten Ian Carr (Trompete und Flügelhorn) sowie Don Rendell (Holzblasinstrumente) das Konzeptalbum “Greek Variations & Other Aegean Exercises” auf, das als eines seiner ambitioniertesten Werke gilt. Nun erscheint  es in der British Jazz Explosion Serie zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder auf Vinyl.

Das Album markierte damals einen wichtigen Wendepunkt in den Karrieren von Ardley, Carr und Rendell, die nach der Aufnahme unterschiedliche musikalische Wege einschlugen (obwohl sich diese auch danach noch gelegentlich kreuzten). Neil Ardley konzentrierte sich stärker aufs Orchestrieren und experimentierte mit Synthesizern sowie verschiedenen Genres. Ian Carr gründete die Band Nucleus, mit der er sich dem noch in den Kinderschuhen steckenden Jazzrock zuwandte. Und Don Rendell verfolgte schließlich einen etwas orthodoxeren, akustischen Ansatz.

Die erste Seite des Albums besteht aus der von Ardley komponierten Suite “Greek Variations”, deren sechs Teile nach Orten in Griechenland benannt sind. Die kühn konzipierte und brillant umgesetzte Musik, zu der ihn griechische Volkslieder inspirierten, lässt auf atemberaubende Weise die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation verschwimmen. Den beiden Hauptprotagonisten Rendell und Carr, die bereits im New Jazz Orchestra geglänzt hatten, gab Ardley großzügig Raum für spannende solistische Ausflüge. Neben einem agilen fünfköpfigen Streicherensemble zählten weitere namhafte Mitglieder des NJO zu den Mitwirkenden an der Aufnahme: Barbara Thompson und Karl Jenkins an Saxofonen, Flöte und Oboe, der Posaunist Michael Gibbs, der Vibrafonist und Perkussionist Frank Ricotti, die Bassisten Jack Bruce und Jeff Clyne sowie der Schlagzeuger John Marshall.

Die zweite Seite teilen sich Ian Carr und Don Rendell, die zuvor sechs Jahre lang ein gemeinsames Quintett unterhielten. Für das Album schrieben beide eigene, von der griechischen Mythologie inspirierte Kompositionen, die sie mit den Musikern ihrer neuen Bands einspielten: Carr mit der Ursprungsformation von Nucleus (dem Saxofonisten Brian Smith, dem Gitarristen Chris Spedding, dem Bassisten Jeff Clyne und dem Schlagzeuger John Marshall) und Rendell im Quartett mit dem Saxofonisten und Flötisten Stan Robinson, dem Bassisten Neville Whitehead und dem Schlagzeuger Trevor Tomkins.

“Greek Variations & Other Aegean Exercises” wurde vor zehn Jahren von der britischen Tageszeitung The Guardian in die Liste der “1.000 Alben, die man gehört haben muss, bevor man stirbt” aufgenommen. Für die begehrten Exemplare der Original-Vinylausgabe zahlten Sammler und Kenner in den vergangenen 50 Jahren oft über 600 £. Durch die LP-Neuauflage, die Liner Notes des britischen Jazzspezialisten Tony Higgins enthält, ist dieser Klassiker nun endlich wieder erschwinglich.

Neil Ardley - Ian Carr - Don Rendell: Greek Variations
Neil Ardley - Ian Carr - Don Rendell: Greek Variations
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