Blue Note Classic Vinyl Serie: Bittersüße Soul-Jazz-Sinfonie - Blue Note Classic Vinyl Serie | JazzEcho

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Blue Note Classic Vinyl Serie
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Blue Note Classic Vinyl Serie: Bittersüße Soul-Jazz-Sinfonie

Seit seiner Gründung 1956 hatte das Trio The Three Sounds den Klang des Soul-Jazz maßgeblich geprägt. Mit seinem letzten Studioalbum “Soul Symphony” verabschiedete es sich im Jahr 1969 in großem Stil.
Blue Note Classic Vinyl Serie - The Three Sounds
Blue Note Classic Vinyl Serie - The Three Sounds
(c) Blue Note Records
16.09.2026

Die Blue Note Classic Vinyl Serie macht die klassischen Alben des Labels zum attraktiven Preis dauerhaft verfügbar. Die ersten Folgen erschienen bereits 2019 zum achtzigsten Labeljubiläum unter dem Serientitel Blue Note 80. Gemastert werden die LPs von Kevin Gray bei Cohearent Audio in den USA, gepresst in 180g bei Optimal in Deutschland. Original-Coverdesign und cellophanierte Innenhüllen gehören bei dieser Serie zum guten Ton.

Dass der Pianist Gene Harris seinem 1956 in Benton Harbor, Michigan, gegründeten Trio nicht seinen eigenen Namen voranstellte, sondern es The Three Sounds taufte, verrät viel darüber, dass er es von Anfang an als geschlossene Einheit betrachtete. Rund zehn Jahre lang spielten die Three Sounds in der Besetzung mit Gene Harris am Klavier, Andy Simpkins am Kontrabass und Bill Dowdy am Schlagzeug. Zwischen 1959 und 1962 gehörten sie zu den Zugpferden von Blue Note Records. In dieser Zeit veröffentlichte das Soul-Jazz-Trio sieben eigene Alben bei dem Label und begleitete auf zwei weiteren die Saxofonisten Lou Donaldson und Stanley Turrentine. „Die Three Sounds sind nie wirklich von dem Sound abgewichen, den sie auf [ihrem 1959 erschienenen Blue-Note-Debütalbum] ‚Introducing‘ etabliert hatten”, bemerkte Stephen Thomas Erlewine bei AllMusic. „Aber genau das ist eine der bemerkenswerten Eigenschaften – sie waren bereits auf ihrem allerersten Album voll ausgereift.“

Nach einigen Aufnahmen für die Labels Verve (darunter eine mit der Sängerin Anita O’Day), Mercury und Limelight kehrten die Three Sounds im Jahr 1967 zu Blue Note Records zurück. Dabei präsentierten sie einen leicht modifizierten Sound, der den stilistischen Schwerpunkt vom Jazz etwas mehr zum klassischen Soul verlagerte. Neu dabei war außerdem der Schlagzeuger Kalil Madi, der aber schon bei der nächsten Aufnahme für Blue Note durch Donald Bailey ersetzt wurde. Das allerletzte Studioalbum der Three Sounds, “Soul Symphony”, nahm Gene Harris schließlich im August 1969 mit dem auch E-Bass spielenden Henry Franklin und dem Schlagzeuger Carl Burnett sowie einem von Monk Higgins arrangierten und geleiteten Orchester zusammen auf.

Höhepunkt des groovigen Albums ist das 25-minütige Titelstück – ein wahres Soul-Jazz-Opus –, das wie alle anderen Kompositionen des Albums aus der Feder von Monk Higgins stammt. „Der Klang ist trotz der Streicher und der zusätzlichen Musiker etwas rauer“, schreibt Thom Jurek in seiner Rezension auf AllMusic. „Es gibt keine Coverversionen von Popsongs. Blues, Gospel und Funk (im Sinne der Definition von Horace Silver) sind somit die einzigen Stilrichtungen in diesen Stücken. […]  Es ist eine tief groovende, kraftvolle Platte, auf der die ganze Magie der Three Sounds voll zur Geltung kommt. Sie ist jedem Fan von Soul-Jazz oder Beats wärmstens zu empfehlen.“

The Three Sounds - Soul Symphony
The Three Sounds: Soul Symphony (Blue Note Classic Vinyl)
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