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Grammy-Nominierungen für 2023 – DOMi & JD BECK vs. Samara Joy

Am 5. Februar 2023 wird in Los Angeles zum 65. Mal die Verleihung der Grammys über die Bühne geben. Die Namen der in 91 Kategorien Nominierten wurden diese Woche bekannt gegeben.
DOMi & JD BECK / Samara Joy
DOMi & JD BECK / Samara Joy
17.11.2022
Bei der Veranstaltung dürfte es dann wohl etwas kryptischer zugehen als früher. Denn die Multifunktionsarena in Downtown Los Angeles, in der die Preise überreicht werden und die bislang den Namen Staples Center trug, wurde inzwischen wegen eines neuen Sponsors in Crypto.com Arena umgetauft. Da passt es bestens, dass in der wichtigen Kategorie “Best New Artist” mit DOMi & JD BECK ein junges französisch-amerikanisches Duo (sie ist 22 , er sogar nur 19) nominiert ist, das derzeit mit seinem Debütalbum “NOT TiGHT” die Musikwelt auf den Kopf stellt. Denn deren gewagte und jeglicher stilistischen Einordnung trotzenden Songs könnte man – im besten Sinne des Wortes – durchaus als “kryptisch” bezeichnen. Oder auch als “ambitioniert und zugänglich, furchtlos und liebenswert freakig” (The Guardian) oder “kühn, bizarr und faszinierend” (NME).
Sehr viel weniger geheimnisvoll gibt sich dagegen die 23-jährige Sängerin Samara Joy (von der New York Times als “aufstrebender Star mit seidiger Stimme” gefeiert), die mit DOMi & JD BECK um den Titel “Best New Artist” wetteifern wird. Beide sind mit ihren jeweiligen Alben auch in anderen Kategorien nominiert: Samara Joy mit “Linger Awhile” für das “Best Jazz Vocal Album” und DOMi & JD BECK mit “NOT TiGHT” für das “Best Contemporary Instrumental Album”.
Über ebenfalls zwei Nominierungen darf sich zudem die kalifornische Sängerin, Songschreiberin und Multiinstrumentalistin Madison Cunningham freuen, die mit ihren 26 Jahren auch noch am Anfang ihrer Karriere steht. Mit “Life According To Raechel” ist sie für die “Best American Roots Performance” nominiert und mit dem Album “Revealer”, von dem der Song “Life According To Raechel” stammt, für das “Best Folk Album”.
Fünfmal wurde der immer noch erst 28-jährige Jacob Collier bereits mit einem Grammy für seine fantastischen Arrangierkünste ausgezeichnet. Und 2023 könnte er das halbe Dutzend vollmachen, wenn er den Preis auch für das Arrangement der Single “Never Gonna Be Alone” erhält, die er gemeinsam mit Lizzy McAlpine und John Mayer aufgenommen hat. Für seine Mitwirkung an Coldplays “Music Of The Spheres” ist Jacob außerdem in der Kategorie “Album of the Year” mitnominiert.
Arooj Aftab, die Anfang des Jahres als erste aus Pakistan stammende Künstlerin schon einen Grammy für ihr Album “Vulture Prince” gewann, ist jetzt gemeinsam mit der Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und dem Song “Udhero Na” für die “Best Global Music Performance” nominiert. Die Aufnahme findet man als Bonus-Track auf der von Verve Records herausgegebenen Deluxe-Edition von “Vulture Prince”.
Während Anoushka Shankar trotz sieben Nominierungen bislang immer leer ausgegangen ist, hat ihre Halbschwester Norah Jones schon neun dieser Trophäen einsammeln können. Diesmal ist Norah mit “I Dream Of Christmas (Extended)” für das “Best Traditional Pop Vocal Album” nominiert.
Ein ganz heißer Anwärter auf den Grammy für das “Best Progressive R&B Album” sind Tank and the Bangas mit ihrem brillanten und höchst unterhaltsamen dritten Album “Red Balloon”. Zur Erinnerung: erst 2020 waren sie als “Best New Artist” nominiert.
Eine Grammy-Novizin ist dagegen die 33-jährige chilenische Tenorsaxofonistin Melissa Aldana. 2013 gewann sie als erste Frau und erste Südamerikanerin die Thelonious Monk International Saxophon Competition. Drei Jahre später zählte sie DownBeat zu den 25 Jazzkünstlern, denen die Zukunft gehört. Das scheint sich nun zu bestätigen. Denn mit “Falling” von ihrem Blue-Note-Debüt “12 Stars” ist sie im Rennen um den Grammy für das “Best Improvised Jazz Solo”.
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