Verve Acoustic Sounds Serie – Oscar Peterson audiophil

Mit der Verve Acoustic Sounds Serie bietet Verve Vinyl-Fans in Zusammenarbeit mit dem bekannten amerikanischen Acoustic-Sounds-Label seine erste audiophile LP-Serie. Die Fertigung erfolgt mit rein analogen Produktionsschritten vom Erste-Generation-Masterband bis zur 180g-Pressung bei Quality Record Pressings in den USA. Den luxuriösen Rahmen bieten laminierte Tip-On-Gatefold-Sleeves und wattierte Innenhüllen. Auch Alben von Verve-Schwesterlabels wie Impulse!, Mercury und Emarcy finden sich in der hochwertigen Serie wieder.
The Oscar Peterson Trio – Affinity
Inspiriert vom legendären Nat King Cole Trio der 1940er Jahre, gründete Oscar Peterson 1953 sein eigenes Trio mit dem Gitarristen Herb Ellis und dem Bassisten Ray Brown. Sechs Jahre lang waren die drei Musiker unzertrennlich und erspielten sich den Ruf, eines der denkwürdigsten Trios dieser instrumentalen Besetzung gewesen zu sein. Als Ellis 1958 ausstieg, um sich stärker auf seine Solokarriere zu konzentrieren, entschloss sich Peterson, keinen anderen Gitarristen zu engagieren, sondern den Schlagzeuger Ed Thigpen ins Boot zu holen. Diese Entscheidung erwies sich als wahrer Glücksgriff, denn die Chemie zwischen Peterson, Brown und Thigpen stimmte auf Anhieb. Dies zeigte sich vor allem auf Alben wie “Affinity” aus dem Jahr 1962. Darauf ließ das Trio, das in den Jahren zuvor einige von Petersons berühmten “Songbook”-Alben für Verve eingespielt hatte, die gängigen Standards links liegen, um ein etwas ausgefalleneres Repertoire zu präsentieren. Der Bogen spannt sich dabei von Bill Evans’ “Waltz for Debby” über Oliver Nelsons “Six and Four” bis hin zu Ray Browns “Gravy Waltz”, das 1964 mit dem Grammy für die beste Original-Jazzkomposition ausgezeichnet wurde. Sogar “Yours Is My Heart Alone”, ein Stück aus der Operette “Das Land des Lächelns” des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Lehár, fand einen Platz in dem abwechslungsreichen Programm. Das Album ist ein Musterbeispiel für das subtil swingende und perfekt ausbalancierte Zusammenspiel dieser Musiker.
The Oscar Peterson Trio + Clark Terry – Trio + One
Bei seinen Aufnahmen für Verve Records blieb das Trio, das Oscar Peterson sechs Jahre lang mit Ray Brown und Ed Thigpen bildete, nicht immer ganz unter sich. Nachdem es bereits zwei Alben mit den Big Bands von Russell Garcia (“Swinging Brass with the Oscar Peterson Trio”) und Ernie Wilkins (“Bursting Out with the All-Star Big Band!”) aufgenommen hatte, ging es im August 1964 mit dem Trompeter und Flügelhornisten Clark Terry ins Studio, um “Oscar Peterson Trio + One” einzuspielen. Die drei Musiker funktionierten zu diesem Zeitpunkt wie eine perfekt geölte Swing-Maschine. Großzügig überließ der Pianist seinem Gaststar viel Raum, um als Solist auf seinen Hörnern zu glänzen. Beim Publikum kamen insbesondere die beiden humorvollen Blues-Nummern “Mumbles” und “Incoherent Blues” gut an, in denen sich Clark Terry erstmals als nuscheliger Scat-Sänger präsentierte. “Ich denke, dass Clark in vielerlei Hinsicht musikalische Facetten verkörpert, die ich bewundere”, bemerkte Oscar Peterson in den Liner Notes des Albums, das bei AllMusic die Höchstwertung von fünf Sternen erhielt. “Er hat einen kreativen Geist, er ist ein großartiger Techniker. Er hat eine sehr geschmackvolle Herangehensweise an melodische Linien, was mich besonders fasziniert, denn das ist etwas, das ich an jedem Musiker bewundere.”





