Marlena Shaw: Rare-Groove-Klassiker „The Spice of Life“ erscheint in der Thousand-Club-Serie

Marlena Shaws „The Spice of Life“: Ein Soul-Jazz-Klassiker kehrt auf Vinyl zurück
Manche Platten altern nicht, sie gewinnen mit den Jahrzehnten nur neue Hörer hinzu. Marlena Shaws „The Spice of Life“ gehört zweifellos in diese Kategorie. Das zweite Studioalbum der amerikanischen Sängerin erschien 1969 bei Cadet Records und entwickelte sich über die Jahre zu einem Klassiker zwischen Soul, Jazz, Funk und Blues, und zu einem Album, dessen Spuren weit über diese Genres hinausreichen.
Nun erscheint „The Spice of Life“ in einer besonders hochwertigen Vinyl-Ausgabe innerhalb der Thousand-Club-LP-Serie. Die Edition ist auf weltweit 1.000 Exemplare limitiert.
„California Soul“ und „Woman of the Ghetto“: Zwei Songs mit langem Nachleben
Dass „The Spice of Life“ kein Geheimtipp für Soul-Jazz-Liebhaber geblieben ist, liegt vor allem an zwei Aufnahmen. Da wäre zunächst „California Soul“, geschrieben von Nickolas Ashford und Valerie Simpson. Marlena Shaws Version entwickelte sich zu einer ihrer bekanntesten Aufnahmen und zu einem Rare-Groove-Favoriten, dessen unwiderstehliche Verbindung von Orchester-Soul und Groove bis heute funktioniert.
Noch eindringlicher ist „Woman of the Ghetto“. Shaw schrieb den politisch aufgeladenen Song gemeinsam mit Bobby Miller und Richard Evans. Mit seiner Verbindung aus sozialem Kommentar, hypnotischem Groove und Shaws eindringlicher Performance wurde das Stück über die Jahrzehnte immer wieder gecovert und gesampelt. Besonders prominent lebt Shaws Stimme in Blue Boys Dance-Hit „Remember Me“ aus den 1990er-Jahren weiter.
Doch „The Spice of Life“ auf diese beiden Stücke zu reduzieren, würde dem Album nicht gerecht. Songs wie „Liberation Conversation“, „Stormy Monday“ oder Shaws Interpretation von „I Wish I Knew (How It Would Feel to Be Free)“ zeigen die enorme stilistische Spannweite der Sängerin. Soul und Jazz treffen auf Blues, frühe Funk-Elemente und gesellschaftspolitisches Songwriting.
Richard Evans und Charles Stepney: Der Sound hinter „The Spice of Life“
Einen entscheidenden Anteil am besonderen Charakter des Albums haben die Produzenten und Arrangeure Richard Evans und Charles Stepney. Sie schufen für Shaw einen ebenso üppigen wie rhythmisch prägnanten Sound: orchestrale Arrangements, markante Grooves und ungewöhnliche Klangfarben bilden den Rahmen für eine Sängerin, die mühelos zwischen Jazz-Phrasierung, Soul-Expressivität und Blues wechseln konnte.
Thousand Club: Vinyl-Klassiker in nur 1.000 Exemplaren
Mit dem Thousand Club widmet sich das Fontana-Label ausgewählten Aufnahmen aus den Archiven in besonders limitierten Vinyl-Editionen. Das Konzept steckt bereits im Namen: Von jedem Titel werden lediglich 1.000 Exemplare hergestellt, jedes einzelne davon wird per Folienprägung individuell von 1 bis 1000 nummeriert.
Die Serie reicht von rein analogen Neupressungen ausgewählter Katalogklassiker bis zu eigens zusammengestellten Compilations von Künstlern und spezialisierten Kuratoren. Bei den analogen Editionen bleibt die Signalkette vom analogen Ausgangsmaterial bis zum Lackschnitt ohne digitale Zwischenstufe.
Auch bei der Ausstattung setzt die Reihe bewusst auf den Charakter eines Sammlerstücks: Die LPs werden auf schwarzem 180-Gramm-Vinyl gepresst und kommen in einer stabilen Kartonhülle mit geprägtem Thousand-Club-Logo, individueller Foliennummerierung, Foliensticker und zusätzlicher PVC-Schutzhülle.
Von Leaf Hound bis Small Faces: Die bisherigen Thousand-Club-Veröffentlichungen
Dass sich der Thousand Club nicht auf ein einzelnes Genre festlegt, zeigt schon ein Blick auf die Auswahl der Veröffentlichungen. Mit Leaf Hounds „Growers of Mushroom“ nahm die Serie etwa ein gesuchtes britisches Hardrock- und Proto-Stoner-Rock-Kultalbum von 1971 auf. Für die Edition wurde das Album von Alex Wharton in den Abbey Road Studios für eine rein analoge Veröffentlichung geschnitten.
Auch Progressive Rock findet seinen Platz: Camels „The Snow Goose“, das instrumentale Konzeptalbum von 1975, gehört ebenso zum Thousand Club wie Caravans „For Girls Who Grow Plump in the Night“. Mit dem selbstbetitelten Debütalbum der Small Faces widmet sich die Reihe zudem einem Schlüsselwerk der britischen Mod-Ära. Die Thousand-Club-Ausgabe wurde von Alex Wharton in den Abbey Road Studios rein analog von den Original-Masterbändern geschnitten.
Das Konzept reicht damit von Psychedelic und Hard Rock über Progressive Rock und Mod bis hin zu Soul und Jazz. Entscheidend ist weniger ein bestimmtes Genre als der besondere Stellenwert einer Aufnahme und ihre Eignung für eine hochwertige analoge Wiederentdeckung.
Marlena Shaw – „The Spice of Life (Thousand Club)“ erscheint am 23. Oktober 2026 und kann bereits jetzt vorbestellt werden.





