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TRÍADA kündigen Debütalbum „Exuvia“ an

Von Bossa-Nova-Covers zum eigenen Songwriting: Das junge argentinische Trio TRÍADA veröffentlicht am 23. Oktober sein Debütalbum „Exuvia“. Mit „Clara“ ist jetzt eine neue Single daraus erschienen.
TRÍADA - Exuvia
TRÍADA - Exuvia
(c) Verve Records / Mateo Flossdorf
11.09.2026

TRÍADA: Drei Freundinnen aus Buenos Aires

Bei TRÍADA beginnt die Bandgeschichte nicht im Proberaum, sondern mit einer Freundschaft. Diamela Spina (Percussion, Gesang), Aylen Reynoso (Gitarre) und Julia Percowicz (Gesang) lernten sich während ihrer Schulzeit an der Escuela Juan Pedro Esnaola in Buenos Aires kennen. Noch bevor daraus eine feste Band wurde, verbrachten sie viel Zeit miteinander und machten gemeinsam Musik. Spina erinnerte sich später: „We started hanging out before we were even making music together.“ Percowicz zufolge entstand TRÍADA beinahe nebenbei: Man habe einfach zusammen gespielt und irgendwann ein Video hochgeladen, „just… to see“.

Diese Ungezwungenheit ist bis heute Teil ihres Selbstverständnisses. Noch 2026 beschrieb Spina das gemeinsame Aufnehmen kleiner Videos als das Natürlichste überhaupt: So hätten sie bereits als beste Freundinnen im Wohnzimmer gesessen, Kaffee getrunken, das Handy aufgestellt und gespielt. „We don’t have to explain anything. We just understand each other.“

Mit João Gilberto vom Klassenzimmer ins Netz

Ein größeres Publikum fand das Trio zunächst mit Coverversionen. Nach dem Unterricht filmten die drei Musikerinnen reduzierte Arrangements von Songs, die von südamerikanischer Folklore bis zu brasilianischer Bossa Nova reichten. Besonders ihre Version von João Gilbertos „O Pato“ wurde zum frühen Durchbruch: Das Video sammelte auf Instagram mehr als zwei Millionen Aufrufe und wurde anschließend zur ersten regulären Veröffentlichung der Band.

Dabei war der heute charakteristische TRÍADA-Sound keineswegs von Anfang an festgelegt. In ihrer frühen Phase beschäftigten sich die Freundinnen auch mit Progressive Rock und Post-Punk. Erst im Lauf dieser musikalischen Suche rückten jene Stile stärker ins Zentrum, mit denen sie aufgewachsen waren oder sich besonders verbunden fühlten: argentinische und lateinamerikanische Folklore, Jazz, Bossa Nova und akustische Songwriter-Musik. Als Einflüsse nannten sie unter anderem Jorge Drexler, Los Panchos, João Gilberto und Rita Payés.

Intimität statt Genregrenzen

Was diese unterschiedlichen Einflüsse verbindet, ist weniger ein bestimmtes Genre als eine ästhetische Idee. Percowicz beschrieb TRÍADAs Ansatz einmal als Musik, die „ins Intime und Alltägliche“ geführt werde: lateinamerikanische Genres, reduziert auf Gitarre, peruanisches Cajón und eng gesetzte Gesangsharmonien.

Auch die Band selbst sieht ihre Wiedererkennbarkeit vor allem in diesen Zutaten. Harmonien, Gitarrenarrangements, Percussion sowie eine „intime und organische“ Atmosphäre seien jene Elemente, mit denen sie praktisch jeden Song in eine TRÍADA-Version verwandeln könnten.

Der Name passt dazu gleich doppelt. „Tríada“ bezeichnet in der Musik drei Töne, die gemeinsam einen Akkord bilden. Zugleich geht der Name auf ein Gedicht von Percowicz über die Freundschaft der drei Musikerinnen zurück.

Von Coverversionen zu eigenen Songs

2025 bündelte das Trio seine ersten Neuinterpretationen auf der EP „De Versiones y Alma“. Darauf standen unter anderem „Bésame Mucho“, „O Pato“ und „Rompí“ – Songs aus unterschiedlichen Ländern und Epochen, die TRÍADA in ihre eigene akustische Klangsprache überführten. SPIN beschrieb die damals 19-jährigen Musikerinnen treffend als „old souls with young voices“.

Mit „Exuvia“ folgt nun der nächste Schritt: Statt vor allem fremde Stücke neu zu lesen, rückt das eigene Songwriting in den Mittelpunkt. Der Albumtitel bezeichnet die bei einer Häutung abgestreifte Haut und steht für das Zurücklassen einer Entwicklungsphase.

Neue Single „Clara“ zeigt TRÍADAs erweiterten Sound

Einen Eindruck davon vermittelt die neue Single „Clara“. Der Song erzählt von einer älteren, zurückgezogen lebenden Frau, die von ihrer Umgebung als verbittert wahrgenommen wird, hinter dieser Fassade jedoch eine eigene, kaum entdeckte Welt trägt.

Auch klanglich erweitert das Trio hier seinen bisherigen Ansatz. „Von dem Moment an, als der Song entstand, hatten wir die Idee, Männerstimmen einzuladen, die diesen charakteristischen Latin-Sound beisteuern“, erklären TRÍADA. Für die Musikerinnen war es das erste Mal, dass sie zusätzliche Sänger für Backing Vocals in eine Aufnahme einbezogen.

Das von Didi Gutman produzierte Debütalbum „Exuvia“ erscheint am 23. Oktober digital bei Verve Records.

Exuvia
Exuvia
23. Okt. 2026

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