Eine nonchalante Reise durch das „Great American Songbook“

Wenn Stella Cole das Tempo beibehält, das sie seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums im August 2024 an den Tag gelegt hat, wird sie das „Great American Songbook“ schon bald restlos ausgeschöpft haben – von A wie „About a Quarter to Nine“ bis Z wie „Zip-a-Dee-Doo-Dah“. Denn nur drei Monate nach der Veröffentlichung ihres ersten Live-Albums „Live at Café Carlyle“ meldet sich die 27-Jährige bereits mit ihrem dritten Studioalbum „Imagination“ zurück. Erneut widmet sie sich größtenteils den Klassikern aus dem sogenannten „Goldenen Zeitalter des Jazz“. Dabei nähert sie sich den Liedern, die von so zeitlosen Themen wie Liebe, Sehnsucht, Erinnerung und Träumen handeln, mit viel Wärme, Eleganz und einem bemerkenswert natürlichen Gespür für Melodie und Text.
Wenn eine Künstlerin und die Lieder, die sie singt, eins werden …
Genau darin sieht der renommierte amerikanische Jazzkritiker, Autor und Songbook-Experte Will Friedwald, der die Liner Notes zu „Imagination“ verfasst hat, eine besondere Qualität von Stella Cole. Es wirkt, als ob zwischen ihr und den Songs keine spürbare historische Distanz bestünde.
Sie geht das Repertoire nicht aus der Perspektive einer jungen Sängerin an, die sich an der Musik einer vergangenen Epoche versucht. Vielmehr scheint es, als bewege sie sich ganz selbstverständlich in derselben emotionalen Welt wie die Songs selbst. Als zuverlässige Begleiter und dezente Impulsgeber stehen ihr dabei der Pianist Michael Kanan, der Bassist Michael Migliore und der Schlagzeuger Hank Allen-Barfield zur Seite. Es ist dasselbe Trio, mit dem Stella Cole im Juni 2025 ihre fünf ausverkauften Auftritte im traditionsreichen New Yorker Café Carlyle absolvierte.
Eine der besten Stimmen einer neuen Generation von Songbook-Interpretinnen
Mit reiner Stimme, makelloser Intonation, Charme und einer Prise Witz präsentiert Stella Cole zeitlose Publikumslieblinge wie das Titelstück „Imagination“, „As Time Goes By“, „Singin’ in the Rain“, „Polka Dots and Moonbeams“ und „I’m Old Fashioned“. Dass sie zu den besten Stimmen einer neuen Generation von Songbook-Interpretinnen gehört, hat sich in New York und darüber hinaus längst herumgesprochen.
Erst kürzlich ist für Stella Cole ein Traum wahr geworden, den sie seit ihrer Kindheit hatte: ein Engagement am Broadway. In dem Musical „Maybe Happy Ending“, das im vergangenen Jahr mit sechs Tony Awards ausgezeichnet wurde, durfte sie eine Rolle übernehmen, die bislang immer mit männlichen Vokalisten besetzt war. Ihre für November angekündigten Deutschland-Konzerte musste sie deshalb ins kommende Jahr verlegen.
Stella Cole live in Deutschland:
10.03.27 Bremen – Die Glocke
18.03.27 Hamburg – Nica Jazz Club (2 Sets)
19.03.27 Berlin – Zig Zag Hall





