Sparklmami präsentiert „quisiera“ und „running“ in den Mahogany Sessions

Sparklmami verwandelt „quisiera“ und „running“ für die Mahogany Sessions
Weniger ist manchmal mehr, vor allem bei Musik, die von Atmosphäre, Stimme und unmittelbarer Emotion lebt. Genau dafür sind die Mahogany Sessions bekannt. In der traditionsreichen YouTube-Reihe präsentieren Musikerinnen und Musiker ihre Songs in sorgfältig gefilmten, oft reduzierten Live-Versionen. Die Sängerin und Songschreiberin Sparklmami hat während eines Besuchs in London gleich zwei Songs für das Format eingespielt: „quisiera“ und „running“.
Begleitet wird sie in den Videos von Josh Jessen am Keyboard. Er reiste mit Sparklmami nach London, wo die Mahoganny Sessions produziert werden, und gehört auch sonst zum engsten musikalischen Umfeld der Künstlerin: Jessen ist der feste Keyboarder und Synthesizer-Spieler ihrer Studio-Band und wirkte bereits an ihrem Debütalbum „in this body“ mit. Die gemeinsame Vertrautheit passt bestens zum intimen Charakter der Sessions, in denen weniger eine aufwendige Inszenierung als das unmittelbare Zusammenspiel der Musiker im Mittelpunkt steht.
Was sind die Mahogany Sessions?
Die Mahogany Sessions gibt es bereits seit 2010. Was ursprünglich aus einem 2009 gestarteten Musikblog hervorging, entwickelte sich zu einer international bekannten Plattform für musikalische Entdeckungen. Im Mittelpunkt stehen intime, filmisch inszenierte Live-Performances, die Künstlerinnen und Künstler bewusst in einem reduzierten Rahmen präsentieren.
Über die Jahre haben zahlreiche später weltbekannte Acts vor den Mahogany-Kameras gespielt. Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die für das Format Sessions aufgenommen haben, zählen unter anderem Hozier, Ed Sheeran, Billie Eilish, James Bay, Jacob Collier und Arooj Aftab. Das Grundprinzip ist dabei über die Jahre weitgehend gleich geblieben: Die Performance und der Song sollen im Zentrum stehen – unabhängig davon, ob vor der Kamera ein Newcomer oder ein internationaler Star steht.
Für Sparklmami ist dieses Setting wie gemacht. Die multidisziplinäre Künstlerin, die als Ariella Granados in Texas aufwuchs und heute in Chicago lebt, verbindet in ihrer Musik eine ausgeprägte Lust an Improvisation mit einem sehr eigenen visuellen Kosmos. Ihre musikalischen Koordinaten reichen von brasilianischem Jazz der 1970er Jahre über experimentellen Soul und Funk bis zu den mexikanischen Boleros ihrer Kindheit.
„quisiera“: Sparklmamis Bolero über die Beziehung zu ihrer Mutter
Dass Sparklmami für die Mahogany Sessions unter anderem „quisiera“ ausgewählt hat, passt bestens zum intimen Charakter des Formats. Der Song erschien bereits vor ihrem Debütalbum und ist Sparklmamis ganz eigene Interpretation der Bolero-Tradition. Die für das Genre charakteristische romantische Sehnsucht richtet sich hier allerdings nicht an einen Geliebten: In „quisiera“ adressiert Sparklmami ihre Mutter. Im Zentrum steht der Wunsch, emotionale und generationelle Distanz zu überwinden und zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis zu finden.
„running“ zeigt eine weitere Facette von Sparklmamis „in this body“
Mit „running“ hat Sparklmami für ihre zweite Mahogany Session einen weiteren Song ihres Debütalbums ausgewählt. Darin geht es im Kern um die einseitige Sehnsucht, das emotionale Hinterherlaufen und das schmerzhafte Verlangen nach einer Person, die diese Gefühle nicht erwidert. Zusammen zeigen die beiden Performances exemplarisch, wie wandlungsfähig die musikalische Welt ist, die Sparklmami auf „in this body“ entwirft. Statt sich auf ein bestimmtes Genre festzulegen, lässt sie unterschiedliche musikalische Traditionen, persönliche Erinnerungen und spontane Ideen ineinanderfließen.
„in this body“: Sparklmamis Debüt bei Verve Records
Mit „in this body“ gab Sparklmami im Juni ihr Albumdebüt bei Verve Records / slowplay. Auf neun Stücken entwirft die Sängerin eine musikalische Welt, die von Erinnerung, Fantasie und der Suche nach der eigenen Identität geprägt ist. Dabei treffen schimmernde Bläser und improvisatorische Passagen auf Funk-Grooves, experimentellen Soul, brasilianische Jazz-Einflüsse und die Boleros, mit denen Sparklmami zu Hause aufwuchs.
Auch biografisch laufen in dieser Musik unterschiedliche Welten zusammen. Hinter dem Pseudonym Sparklmami steckt Ariella Granados, die als Tochter mexikanischer Immigranten in Texas aufwuchs und heute in Chicago lebt. Als multidisziplinäre Künstlerin versteht sie Musik dabei als Teil eines größeren Ganzen: Styling, Bildsprache und Performance gehören ebenso zu ihrem Kosmos wie ihre Songs.


