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Exzentrikerin mit Retro-Charme – Sparklmami-Album erschienen

Mit einem quirligen Mix aus Soul, Funk und Latin sowie modernem Neo-Soul und House hat Sparklmami auf ihrem Debütalbum “in this body” eine ganz eigene musikalische Nische gefunden.
Sparklmami - in this body
Sparklmami - in this body
(c) Verve Records
04.06.2026

“You’re listening to Sparklmami radio“, säuselt eine weibliche Stimme, unterlegt von einem slicken Groove, schimmernden Bläserriffs und ausgelassenen Partygeräuschen. “Here, anything is possible. Your dreams come alive, and your fantasies too.” Mit diesen Worten beginnt Sparklmami ihr Debütalbum “in this body”, das Hörer und Hörerinnen in eine farbenfrohe Welt voller Träumerei, Nostalgie und Schrulligkeiten entführt. Hinter dem exzentrischen Pseudonym Sparklmami steckt Ariella Granados, eine multidisziplinäre Künstlerin und Musikerin, die als Tochter mexikanischer Immigranten in Texas aufwuchs, aber schon seit geraumer Zeit in Chicago lebt. Im Opener “No te vayas” schlängelt sich Sparklmami mit ihrer Band stilistisch raffiniert zwischen Jazz, Funk und Disco hindurch und gibt einen klitzekleinen Vorgeschmack auf die musikalische Vielfalt, die einen im Folgenden erwartet.

Es ist Sparklmamis Fantasie, die das Album prägt – vor allem, wenn sie, gewappnet mit der Weisheit und Perspektive, die sie im Laufe der Jahre gewonnen hat, auf ihre Kindheit zurückblickt. “Ich habe all diese Lebenserfahrungen, die ich zu verarbeiten versuche”, sagt sie und fügt hinzu: “Während ich die Songs für das Album schrieb, fragte ich mich: ‘Wie schaffe ich das auf eine Weise, die kreativ ist, mir aber gleichzeitig das Gefühl gibt, die Kontrolle über die weniger positiven Erfahrungen zu übernehmen?’” Bei der Produktion von “in this body“ griff Sparklmami aber nicht nur auf ihre eigene Kindheit zurück. Ihr Sound speist sich aus den unterschiedlichsten Quellen: klassischem Soul und Funk, brasilianischer Jazzfusion der 1970er Jahre, den mexikanischen Boleros, mit denen sie zu Hause aufwuchs, der House Music, die sie während ihrer Studienzeit in Chicago hörte, den verspielten Experimenten der indischen Sängerin Runa Laila und natürlich den Ideen und Improvisationen ihrer Bandkollegen.

Sparklmami versteht Musik als Gesamtkunstwerk. Als “World-Builderin“ erschafft sie ein eigenes Universum aus Klang, Bild und Ästhetik – geprägt von Vintage-Anmutung, surrealen, filmischen Bildern und markantem Styling. Die visuellen Elemente spiegeln sich auch musikalisch wider: “in this body“ lebt von einer brodelnden Rhythmusgruppe, vielschichtigen Keyboard-Arrangements, warmen Bläsern und einer Stimme, die mühelos zwischen Gesang und Spoken Word wechselt. Vieles entsteht aus improvisierten Sessions heraus – man hört der Musik ihre Beweglichkeit und Offenheit an.

Sparklmamis Faible für Improvisation schlägt sich auch in ihren Texten nieder: Sie sind intuitiv und fragmentarisch und werden, wie sie sagt, oft aus ihrem Unterbewusstsein geformt. Vorgetragen werden sie von ihr teils auf Spanisch, teils auf Englisch, wobei sie mühelos zwischen Gesang und Spoken Word hin- und herwechselt. Dieses Gefühl der Offenheit und Spontaneität zieht sich durch das gesamte Album. Den Mitgliedern ihrer Band gab Sparklmami reichlich Gelegenheit, zu improvisieren und den Sound von “in this body“ in gemeinsamen Sessions symbiotisch zu entwickeln. Die Band besteht aus überwiegend jungen, aber dennoch erfahrenen Musikern der Chicagoer Szene: den Schlagzeugern Eddie Burns und William Corduroy, die zusammen mit Sparklmami auch für die Produktion verantwortlich zeichneten, dem Perkussionisten Alec Trickett, dem Keyboarder Josh Jessen und dem Saxofonisten Kenneth Leftridge Jr. Zu dieser Kernband stießen außerdem noch weitere Musiker, die auf die eine oder andere Weise mit der Chicagoer Szene verbunden sind: die Trompeter Adlai Reinhart und Nico Segall, der Posaunist Chris Misch, der französische Gitarrist Raphael Olivier und der Perkussionist Alex Santilli.

Sparklmami - in this body
in this body (LP)
5. Juni 2026

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