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Grooves in Blau und Schwarz – “Blue Note Re:imagined II” auf dem Plattenteller

Das “Blue Note Re:imagined”-Projekt hat seinen Ursprung in der Club-Kultur, kein Wunder, dass es sich besonders gut auf dem Plattenteller macht.
 JazzEcho-Plattenteller: Blue Note Re:imagined II (Ltd. Excl. 2LP)
JazzEcho-Plattenteller: Blue Note Re:imagined II (Ltd. Excl. 2LP)
20.10.2022
Das Album auf CD, LP, als LP-Sondereditionen in blauem Vinyl finden Sie in unserem JazzEcho-Store
Über die jüngst erschienene zweite Folge des „Blue Note Re:imagined“-Projekt haben wir bereits berichtet. Diese Serie ist ein wahrlich internationales Projekt. Inspiriert vom amerikanischen Label Blue Note Records, dessen Gründer wie man weiß deutsche Wurzeln hatten, ist seine kreative Basis in Europa beheimatet. „Die meisten neuen Ideen kommen derzeit aus London“ schrieb Andrian Kreye, als er Folge 1 in der Süddeutschen Zeitung vorstellte. Und die Kulturnews stellte fest: „London ist das neue New York City. Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass der interessanteste Jazz der Gegenwart längst nicht mehr zwischen Harlem und Lower East Side, sondern zwischen Peckham und Camden entsteht“.
Tatsächlich entstanden die Tracks der „Blue Note Re:imagined”-Serie hauptsächlich in London und Umgebung und haben ihren Ursprung in der dortigen Club-Kultur. Da hierzu auch gut gemachtes Vinyl gehört, erschien „Blue Note Re:imagined II” jetzt in zwei LP-Varianten. Das schwarze Doppel-Vinyl gibt es überall wo man gute LPs findet, eine limitierte blaue Doppel-Vinyl gibt es exklusiv nur im JazzEcho Store. Wer genau hinschaut, wird sehen, dass sich auch das Design von Jay Vaz unterscheidet, bei der limitierten Version kommen zusätzlich Ausstanzungen im Gatefold-Cover hinzu, ein zusätzliches haptisches Vergnügen.
Dass „Blue Note Re:imagined II der populären ersten Folge in nichts nachsteht, findet auch Ralf Dombrowski, der in der Jazz thing schreibt: „Wenn Conor Albert, Parthenope, Theon Cross, Nubiyan Twist oder Reuben James aus der gerade hippen Londoner Jazzwelt engagiert werden, um Songs von Bobbi Humphrey, Norah Jones, Thelonious Monk, Donald Byrd oder Wayne Shorter in Erinnerung zu rufen, dann machen sie das unter künstlerischer Maßgabe, pflegen aber damit gleichzeitig Vergangenheit, Diskurs, Gegenwart und Unternehmensgeschichte. Schön ist, wenn dann auch noch lässige Musik entsteht, wie zu erwarten war: ein Gemenge aus NeoSoul, Urban Beats und Postmodern-Jazz mit typisch wildem Stilgemenge im postkolonialen Klangidentitäts-Cocktail-Modus.“
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