Jan Garbareks "Rites" - ein Panorama musikalischer Einflüsse erscheint erstmals auf Vinyl

Das von der Kritik hoch gelobte Doppelalbum „Rites“ aus dem Jahr 1998 lädt dazu ein, Jan Garbareks vielseitiges Schaffen neu oder wiederzuentdecken. ECM veröffentlicht es in der Reihe „Luminessence“ erstmals als Doppel-LP. Pünktlich zur Veröffentlichung wird die Jan Garbarek Group für drei Konzerte nach Deutschland kommen. Am 17. Oktober tritt der Saxofonist zusammen mit Rainer Brüninghaus (Klavier und Keyboards), Yuri Daniel (Bass) und Trilok Gurtu (Schlagzeug und Percussion) in der Gemeindehalle Gschwend auf. Am 26. Oktober folgt ein Konzert in der Isarphilharmonie in München und am 18. November ein weiteres in der Historischen Stadthalle Wuppertal.
Tim Payne schrieb im BBC Music Magazine: „Dies ist seit Langem die beste Arbeit eines der eigenständigsten und innovativsten Musiker des zeitgenössischen Jazz. Garbarek gehört zu den wenigen Künstlern mit einem vollkommen unverwechselbaren Klang und Stil. Ungeachtet aller Trends ist er konsequent seinen eigenen kreativen Instinkten gefolgt. Rites vereint ein breites Spektrum an Jazz, ethnischen und zeitgenössischen Einflüssen zu einem außergewöhnlich geschlossenen Ganzen.“
Auf dem Doppelalbum ist Garbarek mit langjährigen Weggefährten zu hören: dem Pianisten Rainer Brüninghaus, dem Bassisten Eberhard Weber, der Perkussionistin Marilyn Mazur und dem Elektronikmusiker Bugge Wesseltoft. Bei seiner Veröffentlichung galt Rites als Hauptwerk und eindrucksvolle Rückschau auf Garbareks künstlerische Bandbreite. Auch heute wirkt es als eigenständiges musikalisches Statement. Das Album durchmisst eine weite musikalische Landschaft mit Bezügen von Norwegen bis Indien. Das Repertoire beinhaltet Neuinterpretationen der beiden Garbarek-Klassiker “It’s OK to listen to the gray voice” (vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1985) und “So mild the wind, so meek the water” (von dem 1987 erschienenen Soloalbum “All Those Born with Wings”). Der Großteil der Musik bestand allerdings aus neuen Kompositionen des Saxofonisten, in die er die Vielfalt seiner über die Jahrzehnte gesammelten unterschiedlichen Erfahrungen einfließen ließ. Dazu gehören die Vertonung eines Gedichts indigener Amerikanerinnen und Amerikaner für Stimmen und Saxofon sowie Jansug Kakhidzes „The Moon over Mtatsminda“, das der Komponist mit dem Tiflis-Sinfonieorchester singt.
Der BBC-Kritiker Ian Carr bezeichnete Rites bei Erscheinen als „ein Meisterwerk und eine Art Zusammenfassung seiner bisherigen Entwicklung, in der die unterschiedlichen Stränge seiner Erfahrungen zu vielfältigen und überzeugenden neuen Verbindungen zusammenfinden. Jan Garbarek überrascht und begeistert immer wieder. Er ist nicht nur einer der originellsten und versiertesten Saxofonisten der vergangenen drei Jahrzehnte, sondern auch ein herausragender Komponist und Musiker, dessen künstlerischer Horizont sich ständig zu erweitern scheint.“
UK Jazz News schrieb zur Neuauflage: „Wie klingt die Zukunft, wenn sie längst vergangen ist? Im Fall von Jan Garbareks Doppelalbum Rites, das 1998 auf zwei CDs erschien und nun im Rahmen der Vinylreihe ‚Luminessence‘ auf zwei LPs herauskommt, klingt diese vergangene Zukunft immer noch richtig gut.“
Als Teil der ECM-Reihe "Luminessence” erscheint "Rites” nun erstmals auf Vinyl. Das Album kommt in einem hochwertigen Klappcover mit eingeklebter Innentasche (Tip-on Gatefold) und einem umfangreichen Booklet mit Texten, Fotografien sowie sämtlichem Originalmaterial der ersten CD-Veröffentlichung.




