Erik Truffaz | News | Musik für Filme im eigenen Kopf

Musik für Filme im eigenen Kopf

Auf seinem neuen Album “Clap!” taucht der Trompeter Erik Truffaz erneut in die Welt der Filmmusik ein, um bekannte Themen abwechselnd auf atmosphärische, groovige, rockige oder jazzig-abstrakte Weise neu zu interpretieren.
Erik Truffaz
Erik Truffaz(c) Vincent Guignet
26.10.2023

Das Album “Clap!'” auf LP und als exklusive Sonderedition und weiteres finden Sie in unserem JazzEcho-Store

 
Das ging flott. Erst im April hatte der Trompeter Erik Truffaz mit dem Album “Rollin’” seine Rückkehr zu Blue Note gefeiert. Auf ihm präsentierte er neun Songs aus unvergessenen Film- und Fernsehklassikern. Natürlich in Bearbeitungen, die unverkennbar seine ureigene Handschrift trugen. Thom Jurek gab dem Album bei AllMusic vier Sterne und lobte: “‘Rollin’‘ festigt Truffaz’ Ruf als Innovator. Seinem Quartett gelingt es, jedem dieser Stücke neue Elemente zu verleihen und dennoch den Quellen treu zu bleiben.” Jetzt legt Truffaz mit “Clap!” bereits ein zweites Album – in der Filmbranche würde man es ein “Sequel” nennen – vor, auf dem er nahtlos an das Programm von “Rollin’” anknüpft. Erneut wählte er vorwiegend Themen aus europäischen Filmklassikern aus, denen er mit seiner Band – bestehend aus Keyboarder Alexis Anérilles, Gitarrist Matthis Pascaud, Bassist Marcello Giuliani und Schlagzeuger Raphaël Chassin – auf kreative Weise eine klangliche Rundumerneuerung gönnt.
Das Repertoire umfasst Werke der renommierten französischen Filmkomponisten Philippe Sarde, Michel Colombier, Georges Delerue und Éric Demarsan, aber auch Serge GainsbourgsRequiem pour un con”, “In Heaven” von Peter Ivers und David Lynch sowie das durch Elvis Presley bekannt gewordene “Lonesome Cowboy”. Als Überraschungsgäste treten diesmal in zwei Nummern Sänger mit sehr markanten männlichen Stimmen in Erscheinung: Bertrand Belin, der oft als “der französische Nick Cave” bezeichnet wird, und der aus West Virginia stammende Stone Jack Jones, der einen Großteil seines Lebens als Wandermusiker verbracht hat.
Truffaz zeigt auf “Clap!” einmal mehr, dass er sich nicht in die Schublade lupenreiner Jazztrompeter stecken lässt. Seine Musik reflektierte von jeher eine Vielfalt anderer stilistischer Einflüsse: von TripHop und Hip-Hop über Rock und Pop bis hin zu elektronischer Musik und verschiedensten Ethno-Klängen. Und das ist auch auf “Clap!” nicht anders.
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