DOMi & JD BECK veröffentlichen neues Album „WHO ASKED?“

Nach langer Funkstille ist es soweit: DOMi & JD BECK veröffentlichen heute ihr zweites Studioalbum „WHO ASKED?“, das erneut über Anderson .Paaks Label APESHIT in Zusammenarbeit mit Blue Note Records erscheint. Handsignierte LP- und CD-Varianten gibt es exklusiv im JazzEcho-Store.
Das französisch-amerikanische Duo, das mit seinem Debüt „NOT TiGHT“ zu den spannendsten jungen Stimmen des zeitgenössischen Jazz avancierte, erweitert seinen Sound um ein siebenköpfiges Kammerensemble und lotet die Grenzen zwischen Jazz, Chamber Pop und experimenteller Indietronica neu aus.
Vom Überraschungserfolg zum mit Spannung erwarteten Nachfolger
Mit „NOT TiGHT“ gelang DOMi & JD BECK 2022 der internationale Durchbruch. Das Album erreichte Platz eins der US-Contemporary-Jazz-Charts, wurde für zwei Grammys nominiert und machte die französische Keyboarderin sowie den texanischen Schlagzeuger weit über die Jazzszene hinaus bekannt. Gastauftritte von Herbie Hancock, Thundercat, Anderson .Paak und Busta Rhymes rückten angesichts der außergewöhnlichen Chemie und Virtuosität des Duos beinahe in den Hintergrund.
Nach ausgedehnten Tourneen, Konzerten mit dem Metropole Orkest und einer Australien-Tour wurde es jedoch überraschend still um die beiden Musiker. Auch ihre sonst aktiven Social-Media-Kanäle blieben weitgehend ruhig. Mit „WHO ASKED?“ endet diese kreative Auszeit.
Orchester erweitert den unverwechselbaren Sound
Musikalisch knüpft das Album an die Stärken des Debüts an: komplexe Harmonien, verschachtelte Rhythmen, halsbrecherische Tempi und ein feiner Sinn für skurrilen Humor bleiben erhalten. Neu ist der orchestrale Rahmen, den ein siebenköpfiges Kammerensemble gestaltet.
Erstmals übernehmen zudem beide Musiker Gesangsparts. So entsteht ein Sound, der sich zwischen Chamber Pop, Jazz, elektronischen Einflüssen und den deutlich hörbaren Referenzen an Frank Zappa bewegt, ohne sich einer stilistischen Schublade zuzuordnen.
Zusammenarbeit mit dem Metropole Orkest als Schlüsselmoment
Den Anstoß für die neue Klangästhetik lieferte die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Metropole Orkest. Für gemeinsame Konzerte orchestrierten DOMi & JD BECK die Stücke ihres Debüts, eine Erfahrung, die ihre Arbeitsweise nachhaltig veränderte.
Die Kompositionen für „WHO ASKED?“ entstanden anschließend über zwei Jahre hinweg im Heimstudio des Duos in Dallas. Mithilfe der Notationssoftware Sibelius entwickelten sie sämtliche Arrangements, bevor die erste Note eingespielt wurde. Der Fokus lag stärker denn je auf Komposition und Songwriting, ohne die musikalische Komplexität zu reduzieren.
Internationale Musiker setzen die Vision um
Die orchestralen Parts wurden von jungen Musikerinnen und Musikern eingespielt, die in internationalen Ensembles und Studioproduktionen aktiv sind. Zum Ensemble gehören Sierra Schmeltzer (Flöte), Luca Ortolani (Oboe und Englischhorn), Andrea Caputo (Klarinette), Bence Bubreg (Bassklarinette), Alex Rosales Garcia (Fagott und Kontrafagott), Dylan Skye Hart (Horn) sowie Leah Zeger (Violine).
Aufgrund der anspruchsvollen Arrangements entstanden sämtliche Aufnahmen separat. Das Ergebnis wirkt dennoch bemerkenswert geschlossen und unterstreicht den orchestralen Anspruch des Albums.
Jazz zwischen Virtuosität und Vision
Mit „WHO ASKED?“ beweisen DOMi & JD BECK, dass ihr kometenhafter Aufstieg keine Momentaufnahme war. Statt den Erfolg des Debüts zu wiederholen, entwickeln sie ihre musikalische Sprache konsequent weiter. Das neue Album verbindet orchestrale Klangfülle mit rhythmischer Raffinesse, spielerischer Experimentierfreude und einer stilistischen Offenheit, die das Duo weiterhin zu einer der außergewöhnlichsten Formationen der jungen Jazzgeneration macht.
“Are These Two The Future Of Music?” fragt sich gerade auch niemand geringeres als Rick Beato, der die beiden zu einem langen Interview und Live-Konzert in seine vielgesehene YouTube-Show einlud.





