Mit “Greek Variations & Other Aegean Exercises“ von Pianist Neil Ardley, Trompeter Ian Carr und Saxofonist Don Rendell macht die LP-Serie BRITISH JAZZ EXPLOSION im März ein Kult-Album von 1970 wieder verfügbar, das im Original nur noch für hohe dreistellige Summen zu ergattern ist. Auch die beteiligten Side-Musiker wie Barbara Thompson, Chris Spedding und Jack Bruce machen das Album, das der britische Guardian auf seiner Liste ”1.000 Albums to Hear Before You Die" führt, zum Muss für Fans des Genres.
Die "Greek Variations“ gelten als eines der besten kompositorischen Werke Neil Ardleys und zählen nicht nur zu den herausragendsten Beispielen britischen progressiven Modern Jazz, sondern auch zu den besten Aufnahmen, die in Denis Prestons berühmten Lansdowne Studios entstanden sind – der musikalischen Heimat einiger der angesehensten britischen Modern-Jazz-Musiker jener Zeit. Das Album markiert zudem einen wichtigen Wendepunkt in den Karrieren von Ardley, Carr und Rendell und zeigt drei unterschiedliche Wege auf, die der britische Jazz in den folgenden Jahren beschreiten sollte: Ardleys Interesse an orchestraler Musik, Carrs Hinwendung zum Jazzrock und Rendells eher traditioneller akustischer Ansatz.
Das im Oktober 1969 aufgenommene Album erschien im Rahmen der inzwischen legendären Lansdowne Series unter Leitung des einflussreichen Denis Preston, einem der ersten unabhängigen Musikproduzenten Großbritanniens, aufgenommen von John Mackswith. Die erste Seite des Albums enthält sechs von Ardley komponierte Variationen, die jeweils durch Streicher verbunden sind und den Namen eines Ortes in Griechenland tragen. Die zweite Seite enthält drei von Carr und vier von Rendell komponierte Stücke. Am 27. März erscheint es erstmals seit 50 Jahren wieder auf Vinyl, gemastert von den originalen Stereo-Analogbändern, 180g-Pallas-Pressung, bebildertes Innersleeve mit neuen Liner Notes von Autor und Produzent Tony Higgins.