Blue Note Classic Vinyl Serie: Hard Bop mit einem satten Schuss Blues - Blue Note Classic Vinyl Serie | JazzEcho

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Blue Note Classic Vinyl Serie
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Blue Note Classic Vinyl Serie: Hard Bop mit einem satten Schuss Blues

Altsaxofonist Lou Donaldson zählte zu den Hard-Bop-Musikern der ersten Stunde. Sein 1960 aufgenommenes Quintett-Album „Sunny Side Up“ gilt als Inbegriff eines Blue-Note-Hard-Bop-Albums jener Zeit.
Blue Note Classic Vinyl Serie - Lou Donaldson
Blue Note Classic Vinyl Serie - Lou Donaldson
(c) Blue Note Records
15.10.2026

Die Blue Note Classic Vinyl Serie macht die klassischen Alben des Labels zum attraktiven Preis dauerhaft verfügbar. Die ersten Folgen erschienen bereits 2019 zum achtzigsten Labeljubiläum unter dem Serientitel Blue Note 80. Gemastert werden die LPs von Kevin Gray bei Cohearent Audio in den USA, gepresst in 180g bei Optimal in Deutschland. Original-Coverdesign und cellophanierte Innenhüllen gehören bei dieser Serie zum guten Ton.

Durch Aufnahmen an der Seite von Thelonious Monk und Milt Jackson sowie seine ersten eigenen Alben etablierte sich der Altsaxofonist Lou Donaldson (1926–2024) Anfang der 1950er Jahre bei Blue Note Records zunächst als von Charlie Parker inspirierter Bebopper. Sein Spielstil änderte sich jedoch merklich, nachdem er im Februar 1954 mit dem Art Blakey Quintet, aus dem wenig später die Jazz Messengers hervorgingen, das Live-Album „A Night at the Birdland“ für Blue Note aufnahm. Es gilt gemeinhin als eines der ersten Hard-Bop-Alben überhaupt und beeinflusste die stilistische Neuausrichtung des Labels von Alfred Lion immens.

„Sunny Side Up“ entstand in einer besonders erfolgreichen und produktiven Phase von Donaldsons Karriere und ist der Inbegriff eines Blue-Note-Hard-Bop-Albums jener Zeit. Donaldson variierte damals häufig die Instrumentierung auf seinen Alben und nahm nur Stücke auf, die vorher in Clubs den Publikumstest bestanden. „Wenn eine Aufnahmesession geplant war, spielte ich die Stücke zwei Wochen vorher bei Auftritten, um zu sehen, wie sie beim Publikum ankamen“, verriet Donaldson Jahre später in einem Interview mit dem Smithsonian und fügte hinzu: „Die Stücke, auf die es nicht reagierte, habe ich nicht aufgenommen – damit war die Sache erledigt.“ Kein Wunder also, dass sich die Alben von Donaldson damals prächtig verkauften.

Auf „Sunny Side Up“ ist Donaldson mit dem Trompeter Bill Hardman, dem Pianisten Horace Parlan, den Bassisten Sam Jones und Laymon Jackson sowie dem Schlagzeuger Al Harewood zu hören. Das Album wurde im Februar 1960 im Van Gelder Studio in New Jersey aufgenommen – dem Entstehungsort vieler Jazzklassiker. Neben den drei Standards „The Man I Love” von George Gershwin, „It’s You or No One” von Jule Styne und „Softly, as in a Morning Sunrise” von Sigmund Romberg enthält das Repertoire der Band vier sehr bluesige Eigenkompositionen: „The Truth” und „Goose Grease” von Donaldson, „Blues for J.P.” von Parlan und „Politely” von Hardman.

 

 

 

 

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