Verve Acoustic Sounds Serie – Jimmy Smiths Traum-Trio
Auf dem Albumklassiker “Organ Grinder Swing” glänzt Organist Jimmy Smith zusammen mit Gitarrist Kenny Burrell und Schlagzeuger Grady Tate.
Verve Acoustic Sounds Serie - Jimmy Smith “Organ Grinder Swing”
03.02.2026
Mit der Verve Acoustic Sounds Serie bietet Verve Vinyl-Fans in Zusammenarbeit mit dem bekannten amerikanischen Acoustic-Sounds-Label seine erste audiophile LP-Serie. Die Fertigung erfolgt mit rein analogen Produktionsschritten vom Erste-Generation-Masterband bis zur 180g-Pressung bei Quality Record Pressings in den USA. Den luxuriösen Rahmen bieten laminierte Tip-On-Gatefold-Sleeves und wattierte Innenhüllen. Auch Alben von Verve-Schwesterlabels wie Impulse!, Mercury und Emarcy finden sich in der hochwertigen Serie wieder.
In den acht Jahren, die Jimmy Smith (auch “The Incredible Jimmy Smith” genannt) am Anfang seiner Karriere bei Blue Note verbrachte, nahm er rund 40 Sessions für das Label auf, die meisten davon im klassischen Orgel-Trio-Format mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger. Sein erstes Album für Verve Records, “Bashin’: The Unpredictable Jimmy Smith”, stellte 1962 einen Wendepunkt dar, denn hier war er zum ersten Mal mit einer von Oliver Nelson geleiteten und arrangierten Big Band zu hören. Mit dem Titel “Walk on the Wild Side”, der Platz 21 der Billboard Hot 100 Charts erreichte, landete Smith zudem seinen bis dahin größten Hit. Beflügelt vom Riesenerfolg des Verve-Debüts produzierte Creed Taylor in den folgenden Jahren sechs weitere Studioalben mit Jimmy Smith, bei denen der Hammond-Organist mit Top-Arrangeuren wie Oliver Nelson, Claus Ogerman, Lalo Schifrin, Billy Byers und Al Cohn zusammenarbeitete.
Erst auf dem 1965 erschienenen Album “Organ Grinder Swing” kehrte Jimmy Smith im Studio zur Trio-Besetzung mit Gitarre und Schlagzeug zurück, mit der er zu Beginn seiner Karriere seine bahnbrechenden Aufnahmen für Blue Note eingespielt hatte. Diesmal allerdings mit dem Gitarristen Kenny Burrell und dem Schlagzeuger Grady Tate anstelle seiner regulären Trio-Partner. “Dieses Album ist eine Rückbesinnung auf Smiths Blue-Note-Zeit, die zwei Jahre zuvor zu Ende gegangen war”, schrieb Scott Yanow bei AllMusic, wo er das Album mit vier Sternen bewertete. “Es gibt dem Organisten die Möglichkeit, sich in drei Blues-Nummern und drei Standards auszutoben. Diese Veröffentlichung zeigt, dass Smith trotz all seiner kommerziellen Erfolge in dieser Zeit immer ein meisterhafter Jazzer war.” Doch auch in kommerzieller Hinsicht stand “Organ Grinder Swing” seinen Vorgängern in nichts nach. Das Album hielt sich 31 Wochen lang in den US Billboard 200 Charts und erreichte Platz 15. Damit erzielte Smith seine zweithöchste Chart-Platzierung. Mit der Single des Titelsongs gelangte Smith zudem einmal mehr in die Billboard Hot 100 Charts.