DOMi & JD BECK | DOMi-JDBeck

Kollidierende Klangwelten – Debütalbum von DOMi & JD BECK erschienen

In kürzester Zeit haben sich DOMi & JD BECK von einer viralen Sensation zu ernstzunehmenden Jazz-Hoffnungsträgern gemausert. Das unterstreichen sie jetzt mit ihrem Debütalbum “NOT TiGHT”.
DOMi & JD BECK
DOMi & JD BECK(c) Tehillah De Castro
28.07.2022
Das Album “NOT TiGHT” auf CD, LP und als exklusive Sonderedition in pinkem Vinyl finden Sie in unserem JazzEcho-Store
“DOMi und JD BECK eröffnen die Zukunft”
- DIE ZEIT
“Ein junges Duo revolutioniert den Jazz”
VOGUE
“These two might be aliens, crash-landed on earth to teach a new form of music”
NEW YORK TIMES
”Bold, bizarre and intriguing – just as every great new band ought to be"
- NME
Wer etwas über DOMi & JD BECK – das derzeit meistgehypte Jazz-Duo des Internets – erfahren wollte, musste bisher ihre Website besuchen, dort auf eine um ihre eigene Achse rotierende, Saxofon spielende Ratte klicken, um dann Erstaunliches in ihren Biografien lesen zu können. Etwa dass DOMi ein zwölfjähriges Saxaphon(sic!)-Wunderkind aus Frankreich, die einzige lebende Theorethische Physikerin und die jüngste Person ist, die einen Nobelpreis für Physik erhalten hat. JD BECK wiederum stellt sich dort als sechsjähriger Schafsforscher aus Texas vor, der Anfang des Jahres an der Stanford University in Quantenphysik promoviert hat und sein Leben seither dem Smooth Jazz widmet. Zusammen haben sie seit 2018 in sozialen Medien mit ihren Bodybuilding-Meisterklassen auf sich aufmerksam gemacht. Und nicht zu vergessen: seit Anfang 2019 haben sie an ihrem Debütalbum gearbeitet. Genau um dieses manchmal etwas skurrile, dann aber fast schon halsbrecherisch virtuose frühe Meisterwerk soll es hier gehen. Denn das von Milliarden und Abermilliarden in aller Welt und dem ganzen Sonnensystem heiß erwartete Debütalbum liegt nun tatsächlich unter dem Titel "NOT TiGHT” vor. Der ist freilich, wie so vieles bei dem Duo, einigermaßen irreführend. Denn eigentlich geht es auf diesem Album ganz schön "tight” zu.
Doch vielleicht sollte erst einmal klargestellt werden, wer sich wirklich hinter dem Duo DOMi & JD BECK verbirgt. DOMi (Jahrgang 2000) heißt mit bürgerlichem Namen Domitille Degalle und besuchte in ihrer Heimat Frankreich kurz das Conservatoire de Paris, bevor sie – mit einem Vollstipendium in der Tasche – ans Berklee College of Music in Boston wechselte. Sie spielt Klavier sowie MIDI-Keyboards und bevorzugt Sounds, die an die selige Jazzfusion aus den 70er Jahren und die farbenfrohen Blips von Pokémon-Soundtracks aus den 2000er Jahren erinnern. Zu ihren pianistischen Vorbildern gehören u.a. Oscar Peterson, Art Tatum, Keith Jarrett und Brad Meldau. JD (James Dennis) BECK ist noch einmal vier Jahre jünger als DOMi, lebt bei seinen Eltern in Dallas und schafft es, sein akustisches Schlagzeug-Set durch geschickte Manipulationen wie ein elektronisches klingen zu lassen. Sein rhythmisches Repertoire erstreckt sich von Jungle und Drum’n’Bass über IDM (Intelligent Dance Music) bis hin zu Trap und Boom Bap.
Der geniale Anderson .Paak hätte wohl kaum ein besseres Duo als DOMi & JD BECK finden können, um – in Kooperation mit Blue Note Records – sein eigenes Label mit dem wunderschönen Namen APESHIT zu starten. Für "NOT TiGHT” hat .Paak versucht, die schräge Magie dieses noch blutjungen Duos einzufangen. Dabei stand er nicht nur wie ein Mentor dezent dirigierend im Hintergrund, sondern stürzte sich selbst kopfüber und zusammen mit anderen namhaften Gästen ins schiere Vergnügen.
In der Musik von DOMi & JD BECK ist – wie "NOT TiGHT” zeigt – sowohl Platz für jede Menge Humor als auch komplexe Harmonien, rhythmische Verschiebungen und atemberaubende Tempi. Aber "NOT TiGHT” bietet darüber hinaus durchaus auch ruhigere Passagen mit simpleren Popstrukturen und Momenten bemerkenswerter Zurückhaltung. Zu den in Aktion tretenden Gästen gehört neben Anderson .Paak der allseits gefeierte Bassist Thundercat, der stilistisch ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen ist. Für eine satte Dosis Hip-Hop sind hier keine Geringeren als Snoop Dogg und Busta Rhymes zuständig. Den Jazzgehalt des Albums potenzieren wiederum die Beiträge von Pianist Herbie Hancock und Gitarrist Kurt Rosenwinkel. Und auch der unkategorisierbare kanadische Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist Mac DeMarco hinterließ seine eigenwillige Duftmarke auf dem Album.
Das alles mag auf den ersten Blick wirken, als sei dieses Album eine Art klangliches Patchwork, das bei einer wilden Jamsession entstanden ist. Doch dem ist nicht so. Auf wundersame Weise fügt sich alles zusammen und vermittelt ein farbiges und eindrucksvolles Bild von einem Duo, das sich partout nicht eine Schublade stecken lassen möchte. "Meine Lebensphilosophie lautet: Nimm nichts zu ernst”, sagt DOMi Louna. Und mit diesen Worten im Hinterkopf sollte man das Debütalbum, auf dem sich DOMi und JD BECK mit ihren Freunden und prominenten Kollegen ausgetobt haben, auch unbedingt hören.
DOMi & JD BECK - NOT TiGHT (Pink D2C LP)
NOT TiGHT (Excl. Ltd. Pink LP)
VÖ: 11. November 2022
DOMi & JD BECK

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NOT TiGHT (Excl. Ltd. Pink LP + Signed Card)
NOT TiGHT (Excl. Ltd. Pink LP + Signed Card)
VÖ: 11. November 2022
DOMi & JD BECK

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DOMi & JD BECK	- NOT TiGHT LP
NOT TiGHT (LP)
VÖ: 11. November 2022
DOMi & JD BECK

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DOMi & JD BECK - NOT TiGHT
NOT TiGHT
VÖ: 29. Juli 2022
DOMi & JD BECK

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Grammy-Nominierungen für 2023 – DOMi & JD BECK vs. Samara Joy

Am 5. Februar 2023 wird in Los Angeles zum 65. Mal die Verleihung der Grammys über die Bühne geben. Die Namen der in 91 Kategorien Nominierten wurden diese Woche bekannt gegeben.
DOMi & JD BECK / Samara Joy
DOMi & JD BECK / Samara Joy
17.11.2022
Bei der Veranstaltung dürfte es dann wohl etwas kryptischer zugehen als früher. Denn die Multifunktionsarena in Downtown Los Angeles, in der die Preise überreicht werden und die bislang den Namen Staples Center trug, wurde inzwischen wegen eines neuen Sponsors in Crypto.com Arena umgetauft. Da passt es bestens, dass in der wichtigen Kategorie “Best New Artist” mit DOMi & JD BECK ein junges französisch-amerikanisches Duo (sie ist 22 , er sogar nur 19) nominiert ist, das derzeit mit seinem Debütalbum “NOT TiGHT” die Musikwelt auf den Kopf stellt. Denn deren gewagte und jeglicher stilistischen Einordnung trotzenden Songs könnte man – im besten Sinne des Wortes – durchaus als “kryptisch” bezeichnen. Oder auch als “ambitioniert und zugänglich, furchtlos und liebenswert freakig” (The Guardian) oder “kühn, bizarr und faszinierend” (NME).
Sehr viel weniger geheimnisvoll gibt sich dagegen die 23-jährige Sängerin Samara Joy (von der New York Times als “aufstrebender Star mit seidiger Stimme” gefeiert), die mit DOMi & JD BECK um den Titel “Best New Artist” wetteifern wird. Beide sind mit ihren jeweiligen Alben auch in anderen Kategorien nominiert: Samara Joy mit “Linger Awhile” für das “Best Jazz Vocal Album” und DOMi & JD BECK mit “NOT TiGHT” für das “Best Contemporary Instrumental Album”.
Über ebenfalls zwei Nominierungen darf sich zudem die kalifornische Sängerin, Songschreiberin und Multiinstrumentalistin Madison Cunningham freuen, die mit ihren 26 Jahren auch noch am Anfang ihrer Karriere steht. Mit “Life According To Raechel” ist sie für die “Best American Roots Performance” nominiert und mit dem Album “Revealer”, von dem der Song “Life According To Raechel” stammt, für das “Best Folk Album”.
Fünfmal wurde der immer noch erst 28-jährige Jacob Collier bereits mit einem Grammy für seine fantastischen Arrangierkünste ausgezeichnet. Und 2023 könnte er das halbe Dutzend vollmachen, wenn er den Preis auch für das Arrangement der Single “Never Gonna Be Alone” erhält, die er gemeinsam mit Lizzy McAlpine und John Mayer aufgenommen hat. Für seine Mitwirkung an Coldplays “Music Of The Spheres” ist Jacob außerdem in der Kategorie “Album of the Year” mitnominiert.
Arooj Aftab, die Anfang des Jahres als erste aus Pakistan stammende Künstlerin schon einen Grammy für ihr Album “Vulture Prince” gewann, ist jetzt gemeinsam mit der Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und dem Song “Udhero Na” für die “Best Global Music Performance” nominiert. Die Aufnahme findet man als Bonus-Track auf der von Verve Records herausgegebenen Deluxe-Edition von “Vulture Prince”.
Während Anoushka Shankar trotz sieben Nominierungen bislang immer leer ausgegangen ist, hat ihre Halbschwester Norah Jones schon neun dieser Trophäen einsammeln können. Diesmal ist Norah mit “I Dream Of Christmas (Extended)” für das “Best Traditional Pop Vocal Album” nominiert.
Ein ganz heißer Anwärter auf den Grammy für das “Best Progressive R&B Album” sind Tank and the Bangas mit ihrem brillanten und höchst unterhaltsamen dritten Album “Red Balloon”. Zur Erinnerung: erst 2020 waren sie als “Best New Artist” nominiert.
Eine Grammy-Novizin ist dagegen die 33-jährige chilenische Tenorsaxofonistin Melissa Aldana. 2013 gewann sie als erste Frau und erste Südamerikanerin die Thelonious Monk International Saxophon Competition. Drei Jahre später zählte sie DownBeat zu den 25 Jazzkünstlern, denen die Zukunft gehört. Das scheint sich nun zu bestätigen. Denn mit “Falling” von ihrem Blue-Note-Debüt “12 Stars ist sie im Rennen um den Grammy für das “Best Improvised Jazz Solo”.
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