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Beady Belle
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At Welding Bridge

At Welding Bridge

Beady Belle,
15. Oktober 2010
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Erst stutzt man ein wenig, aber dann – nach ein paar Takten mehr – setzt die Erkenntnis ein: Marius Reksjø hat seine Beady-Belle-Partnerin Beate S. Lech nicht etwa heimlich gegen eine andere Sängerin ausgetauscht. Die Norwegerin ist stimmlich seit der Aufnahme des letzten Albums “Belvedere” nur erstaunlich weitergereift. Sie klingt zielstrebiger, kraftvoller, erdiger und verführerischer – aber sie hat sich zugleich ihren ursprünglichen Charme bewahrt. Auch stilistisch offenbaren Beady Belle auf ihrem fünften Album “At Welding Bridge” jede Menge neue Facetten. Angedeutet hatten sie einige davon zwar schon 2008 auf dem Vorgängeralbum, aber so richtig auf den Punkt gebracht wird vieles erst jetzt.

Um es gleich zu sagen: “At Welding Bridge” ist mit Abstand das poppigste aller Beady-Belle-Alben geworden. Wenngleich die abwechslungsreichen Arrangements auch immer wieder Raum für ein jazziges Solo und Improvisationen lassen. Der moderne Country-Sound aus Nashville, die schon die Songs von “Belvedere” geprägt hatte, hinterließ auch auf “At Welding Bridge” deutliche Spuren. Doch das Country-Music-Flair der neuen Stücke wird immer wieder geschickt durch andere Elemente gebrochen oder bereichert. Mal sind es deftige Tex-Mex-Einlagen, dann eine Portion eleganter Soul oder Funk (scheinbar herübergerettet aus den 1970er Jahren), ein wenig afro-kubanische Perkussion oder atmosphärische Dub-Reggae-Passagen. Im einen Moment werden Erinnerungen an die frühen Aufnahmen von Steely Dan wach, dann meint man die dengelnde Baritongitarre von Marc Ribot zu vernehmen oder wähnt sich plötzlich in einem Spaghetti-Western-Soundtrack von Ennio Morricone. So steckt das Album trotz der wunderbar eingängigen Songs voller Überraschungen. Und Beate S. Lech bewegt sich mit ihrer gereiften Stimme vollkommen souverän durch das bunte musikalische Szenario.

Im November werden Beady Belle “At Welding Bridge” bei drei Konzerten in Deutschland live vorstellen. Am 3. November gastieren sie im Kölner Stadtgarten, am 4. November im Stuttgarter Bix und am 6. November in der Zeche Carl in Essen. Auf der Bühne begleitet werden Beate S. Lech und Bassist Marius Reksjø bei dieser Gelegenheit wieder von Keyboarder Jørn Øien und Schlagzeuger Erik Holm, die seit geraumer Zeit feste Mitglieder von Beady Belle sind, sowie dem Gitarristen Tommy Kristiansen.

Label
Emarcy

UPC
00602527475806


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