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The Messthetics & James Brandon Lewis
The Messthetics & James Brandon Lewis

Komplex, kraftvoll, kantig – Messthetics-Album mit James Brandon Lewis erschienen

The Messthetics and James Brandon Lewis
(c) Impulse! Records / Pat Graham
19.02.2026

Es war im Herbst 2021, als das  Jazz-Punk-Trio The Messthetics  – bestehend aus Joe Lally am Bass, seinem ehemaligen Fugazi-Bandkollegen Brendan Canty am Schlagzeug und Anthony Pirog an der Gitarre – im Bell House in Brooklyn die rifflastige Uptempo-Nummer “Serpent Tongue” von ihrem 2018 erschienenen Debütalbum spielte. Als Gast präsentierten sie in dem mitreißenden Stück den gefeierten New Yorker Jazzsaxofonisten James Brandon Lewis. Für ihn war es damals erst der zweite Auftritt mit den Messthetics, nachdem er sich 2019 bei einem anderen Konzert in New York schon einmal zu ihnen auf die Bühne gesellt hatte. Das erste Aufeinandertreffen war bereits ein überraschender Erfolg gewesen, doch dieses Mal löste Lewis’ Anwesenheit etwas Neues aus. Während die Messthetics Vollgas gaben, wurde ihnen klar, dass sie in dem Saxofonisten einen echten Seelenverwandten gefunden hatten. Als sie dann im Jahr 2024 ihr nunmehr drittes Album für das renommierte Jazzlabel Impulse! Records aufnahmen, machten sie endlich Nägel mit Köpfen und gingen mit James Brandon Lewis als viertem Mann ins Studio. Das Ergebnis, schlicht “The Messthetics and James Brandon Lewis” betitelt, begeisterte Fans und Kritiker gleichermaßen. “Diese Kollaboration bewegt sich an der Schnittstelle zwischen freier Improvisation und dem Geist des punkdurchtränkten Rock ’n’ Roll”, hieß es im Glide Magazine. Einige Monate nach der Veröffentlichung gingen die vier Musiker auf eine Mammut-Tournee, in deren Verlauf sie rund 150 Konzerte in den USA und Europa gaben. Diese Tour schweißte sie zu einer echten Band zusammen. Unmittelbar nach ihrer Rückkehr spielten sie in nur zwei Tagen die Musik ihres zweiten gemeinsamen Albums “Deface The Currency” ein, das den Vorgänger in Sachen Energie, Sound, Vielfalt und Songwriting noch übertrifft.

“Wir wollten den Moment nicht verstreichen lassen, an dem die Band gerade emotional und musikalisch so gut harmonierte”, erinnert sich Schlagzeuger Brendan Canty. In den sieben Stücken von “Deface The Currency” zeigt sie ein neues Maß an Selbstvertrauen und Risikobereitschaft. Im Titeltrack des Albums und in einer neuen Version von “Serpent Tongue” erreichen die Musiker ekstatische Höhepunkte. Auf dem gesamten Album  ist herauszuhören, wie viel Spaß sie bei dieser Aufnahme hatten. Mehr als auf jedem ihrer vorherigen Alben gelingt es ihnen auf “Deface The Currency”, die Klänge, die ihre kollektive DNA ausmachen – von Punkrock über Free Jazz bis Funk – nahtlos zu verschmelzen. Dabei halten sie stets die Balance zwischen kompositorischer Präzision und spürbarem improvisatorischem Feuer. “Ich mag es, schöne, sorgfältig konzipierte Platten zu machen“, sagt Canty. “Aber ich mag es auch, im Studio Ungezwungenheit walten zu lassen. Ich denke, dass die Leute den Unterschied hören.”

Als sie vor zwei Jahren ihr erstes gemeinsames Album aufnahmen, lief die Produktion noch nach einem anderen Muster ab. The Messthetics erarbeiteten den Großteil des Materials ohne Lewis und  probten dann nur einen Tag lang mit dem Saxofonisten, bevor es ins Studio ging. “Wir waren zu dem Zeitpunkt einfach noch keine richtige Band”, bemerkt Joe Lally. Erst durch die ausgiebige Tournee nach der Veröffentlichung des Albums wurden sie zu einer solchen. Die ausgezeichnete Chemie der Band zeigt sich auf “Deface The Currency” in den vielen überraschenden dynamischen Wechseln. 

“Wir haben einfach angefangen, Sachen aufzunehmen, oft im ersten oder zweiten Take", erinnert sich Anthony Pirog an die Session. “Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir die Platte so schnell fertigstellen würden. Aber wir waren schon so aufeinander eingespielt, dass es ziemlich einfach war.”

Die Musik von “Deface The Currency” zeugt von der Energie, dem Einfühlungsvermögen und der Spontaneität dieser vier Musiker. Sie zeigt auch, wie sehr sich die Band zu einer beeindruckenden Einheit entwickelt hat, die mit komplexen Unisono-Linien, kantigen Melodien und kraftvollen Improvisationen mehr denn je beeindruckt.

The Messthetics & James Brandon Lewis - Deface The Currency
Deface The Currency (LP)
20. Feb. 2026

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