Samara Joy | Offizielle Biografie

Biografie

Samara Joy
Samara Joy(c) Meredith Truax
“Von Zeit zu Zeit begegnet man einer Stimme, die einen einfach hypnotisiert und wie angewurzelt dastehen lässt”, schwärmte ein Kritiker des Magazins Jazziz, nachdem er Samara Joy das erste Mal gehört hatte. So wie ihm ist es inzwischen vielen ergangen. Spätestens seit die junge Sängerin 2019 die Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competition gewann, der zuvor auch schon die Karrieren von Cyrille Aimée und Jazzmeia Horn beflügelt hatte. In der Presse wird Samara bereits jetzt als legitime Nachfolgerin von Jazzgesangsikonen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday und – natürlich! – Sarah Vaughan gehandelt. Da ist es nur folgerichtig, dass die 23-Jährige ihr überschwänglich gefeiertes zweites Album “Linger Awhile” bei Verve Records herausgebracht hat, dem historischen Label, für das einst auch Ella, Billie und Sarah ihre besten Alben eingesungen hatten.
1998 als Samara Joy McLendon in der New Yorker Bronx geboren, wuchs die Sängerin in einer ausgesprochen musikalischen Familie auf. Ihre Großeltern, Elder Goldwire und Ruth McLendon, hatten von klein auf im Kirchenchor gesungen und später in Philadelphia diverse bekannte Gospel-Ensembles geleitet. Auch Samaras Vater, Antonio Charles McLendon, fing so an, bevor er sich als Bassist (u..a. für Gladys Knight, Patti LaBelle, Donna Summer und James Ingram), Songwriter und Produzent einen Namen in der modernen Rhythm’n’Blues- und Hip-Hop-Szene machte. Dieser Familientradition folgend begann Samara ebenfalls mit dem Singen in der Kirche, kam durch ihren Vater aber auch schon in ihrer Kindheit mit Jazz in Berührung. Doch so richtig Zugang zu dieser Musik fand sie erst mit 18 Jahren während ihrer Zeit an der Fordham High School for the Arts, mit deren Jazzband Samara ihren ersten Wettbewerb gewann.
Noch mehr in den Jazz vertiefte sie sich anschließend am Purchase College der State University of New York, wo der Privatdozent und Pianist Pete Malinverni ihr Mentor wurde. Er sorgte u.a. dafür, dass sie eine Ella Fitzgerald Scholarship erhielt und sich bei der Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competion bewarb. Danach nahm der Produzent Matt Pierson, der in der Wettbewerbs-Jury gesessen hatte, die junge Sängerin unter seine Fittiche und produzierte ihr erstes, über Crowdfunding finanziertes Album “Samara Joy”. Auch bei der Einspielung ihres beeindruckenden Verve-Debüts “Linger Awihile” stand er ihr wieder zur Seite. Ebenso wie Gitarrist Pasquale Grasso und Schlagzeuger Kenny Washington, die beide in Purchase zu ihren Lehrern gehört hatten. Die JazzTimes pries Samara dafür, wie sehr sie seit ihrem Debüt an ihren Fertigkeiten gefeilt hat sowie musikalisch gereift ist, und schrieb: “Alle Jubeljahre einmal passiert es, dass eine neue Sängerin die gesamte Jazzszene mit ihrem unverwechselbaren Stil, ihrem Charme und ihrer Gewandheit aus den Socken haut. Samara Joy ist diese neue Stimme, die der Musik einen neuen Zweck gibt.”
Kein Wunder also, dass Samara Joy im vergangenen November auch gleich für zwei Grammy Awards nominiert wurde: einmal in der genreübergreifenden Kategorie “Best New Artist” und dann auch noch mit “Linger Awhile” in der Sparte “Best Jazz Vocal Album”.

Das Album “Linger Awhile” auf CD, LP und als exklusive Sonderedition in rotem Vinyl finden Sie in unserem JazzEcho-Store.

 
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