Universal Syncopations II | JazzEcho

Zum Inhalt springen
Explore the World of JazzEcho:
Website
Store
Miroslav Vitous
Miroslav Vitous
Universal Syncopations II

Universal Syncopations II

Miroslav Vitous,
15. Juni 2007
Shops filtern:
Amazon physisch Album/TrackJPC

Produktinformation

Als der Bassist Miroslav Vitous im Herbst 2003 bei ECM sein Album “Universal Syncopations” veröffentlichte, beendete er für seine Fans eine über zehnjährige Wartezeit. Das letzte Album, das er zuvorr unter eigenem Namen – und ebenfalls bei ECM – herausgebracht hatte, war “Atmos” gewesen, eingespielt im Februar 1992 im Duett mit dem norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek. Auch auf “Universal Syncopations” war Garbarek wieder mit von der Partie, diesmal freilich als Teil einer All-Star-Band, die Jazzkenner in aller Welt schon bei der Vorankündigung mit der Zunge schnalzen ließ: die restlichen Mitglieder waren Pianist Chick Corea, Gitarrist John McLaughlin und Schlagzeuger Jack DeJohnette.

Verstärkt wurde dieses Quintett der Superstars bei einigen Stücken zudem durch ein dreiköpfiges Bläserensemble. Die Band erwies sich nicht nur auf dem Papier als formidabel, sondern auch im Studio. Das belegten die exzellenten Kritiken, die Miroslav Vitous für “Universal Syncopations” erhielt, ebenso wie die zahlreichen Auszeichnungen des Albums (u.a. Preis der deutschen Schallplattenkritik, Bestenliste 1/2004; Jazz Review, Editor’s Choice; Jazz Magazine, Disque d'émoi; Jazzman, Choc de l’année; Jazzman, Choc du mois; Répertoire, Recommandé; Stereoplay, CD des Monats; La Liberté, Coup de cœur).

Schon relativ kurz nachdem er die Aufnahmen für “Universal Syncopations” beendet hatte, machte sich der 1947 in Prag geborene Bassist daran, das Material für den Nachfolger vorzubereiten. Nun legt er die zwischen November 2004 und April 2005 gemachten neuen Aufnahmen unter dem Titel “Universal Syncopations II” vor. Das Album enthält Kompositionen, die Vitous für Ensemble, Orchester und Chor geschrieben und arrangiert hat. Verantwortlich zeichnete der vielseitig talentierte Musiker auch für die Orchestrierung, Aufnahme, Abmischung und Produktion des Albums.
 
Schon als er die erste “Universal Syncopations”-CD aufnahm, war Vitous bewußt gewesen, daß er mit den hochkarätigen Mitstreitern des Albums keine dauerhafte Band bilden und auf Tourneen gehen könnte. Deshalb rückte er bei der neuen Einspielung gleich das integrierte Ensemblespiel in den Mittelpunkt. Dennoch gewann er auch für “Universal Syncopations II” namhafte Solisten: darunter befinden sich der Trompeter Randy Brecker und die Saxophonisten Bob Malach, Bob Mintzer und Gary Campbell – alle vier sind erstmals auf einem ECM-Album zu hören. Das Kernensemble bildete Vitous jedoch mit dem Schlagzeuger Gerald Cleaver und dem Saxophonisten Gary Campbell, mit denen er in den letzten paar Jahren schon öfter auf Tournee gegangen war. “Nahezu alle Einspielungen des Ensembles wurden diesmal live aufgenommen”, merkt Miroslav Vitous an. “Universal Syncopations II” bietet darüber hinaus eine größere stilistische Bandbreite als das Vorgängeralbum. Virtuos jongliert Vitous mit orchestralen Klangfarben und Chorgesang. Dreh- und Angelpunkt des Ensemblespiels ist aber wieder einmal das vorantreibende, unnachahmlich expressive Kontrabaßspiel von Miroslav Vitous. “Als ich die Musik für diese Projekt entwarf, griff ich dabei auf meine Klangbibliothek [die zahlreiche Samples von Symphonieorchestern enthält] zurück”, erläutert der Bassist das Zustandekommen der Aufnahmen. “Später habe ich die orchestralen Teile im Overdub-Verfahren hinzugefügt und den Aufnahmen dann in meinem eigenen Studio in Italien den letzten Schliff gegeben.”
 
Den aus Detroit stammenden Gerald Cleaver holte Vitous auf Empfehlung von Jack DeJohnette in die Band. Man hört sofort, daß zwischen Bassist und Schlagzeuger eine besondere Chemie herrscht. Cleavers rhythmische Figuren scheinen geradewegs auf das ebenso flinke wie scharfsinnige Baßspiel abgestimmt zu sein. “Gerald spielt die Musik”, sagt Vitous. “Er kommt zwar aus dem Bereich der freien Spiels, aber ich denke, daß er in seinem Innersten ein ‘klassischer’ Musiker ist. Er zeigt stets ein großartiges Gefühl für die Form, egal, wie frei er spielt.” Cleaver gab sein ECM-Debüt 1997, als er auf Roscoe Mitchells Album “Nine To Get Ready” mitwirkte. Im Studio begleitete er u.a. außerdem schon Craig Taborn, Charles Gayle, Matthew Shipp, Frank London und Mat Maneri. Mit Taborn, Maneri, Gitarrist Ben Monder, Saxophonist Andrew Bishop und Bassist Reid Anderson (von The Bad Plus) nahm er 2001 für das Label Fresh Sound New Talent sein bislang einziges Soloalbum “Adjust” auf.
 
Den Saxophonisten Gary Campbell, der das Kernensemble von “Universal Syncopations II” komplettiert, lernte Vitous wiederum durch Jerry Bergonzi kennen. Campbell, der hier zum ersten Mal auf einem ECM-Album zu hören ist, hat bereits mit Ira Sullivan, John Abercrombie, John Scofield, Lonnie Liston Smith, Red Rodney und vielen anderen zusammengearbeitet. Zu diesem Trio gesellt sich bei dem Stück “Mediterranean Love” der italienische Bandoneónspieler Daniele di Bonaventura, dem Vitous erstmals bei einer Jamsession auf Sardinien begegnete.

Bei den Stücken “Opera” und “Universal Evolution” stößt Bob Mintzer zur Band. Mintzer, der seit rund zwanzig Jahren in New York eine eigene Bigband unterhält und seit1991 Mitglied der populären Fusionband Yellowjackets ist, spielte im Laufe seiner Karriere u.a. mit Jaco Pastorius, Tito Puente, Buddy Rich, Bob Moses sowie Mike Mainieri zusammen und trat auch schon öfter mit dem Miroslav Vitous Quintet auf. “Ich schätze ihn wegen seines Einfallsreichtums und seiner Vielseitigkeit”, meint der Bassist über den Saxophonisten. “Und ich liebe sein Baßklarinettenspiel in ‘Universal Evolution’, wo er eine Atmosphäre erzeugt, die einen an Bennie Maupins Einspielungen für ‘Bitches Brew’ erinnert.” Ein Mitglied der Bob Minzter Big Band ist der ebenfalls von Michael Brecker beeinflußte Tenorsaxophonist Bob Malach, der hier in dem Titel “Moment” zu hören ist.

Dieses Stück, mit dem Vitous das Album beendet, featuret außerdem den im Mehrspurverfahren von der Sängerin Vesna Vaško-Cáceres eingesungenen “Chor der Waldfrauen”. In “Opera”, dem ersten Track des Albums, tritt mit Adam Nussbaum ein Schlagzeuger in Erscheinung, der ECM-Fans durch die Alben von John Abercrombie bestens bekannt ist. Der letzte Gast ist schließlich der Trompeter Randy Brecker, ein alter Freund des Bassisten. Die künstlerischen Pfade der beiden haben in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gekreuzt. Momentan sind beide Mitglieder des Billy Cobham Quartet. Brecker ist wie Adam Nussbaum in Opera und mit Mintzer auch noch in “Gmoong” zu hören.

Label
ECM Records

UPC
00602517183575


Mehr Musik von Miroslav Vitous

Alle anzeigen
Journey's End
Journey's End
17. Mai 2019
Mehr von JazzEcho

ImpressumDatenschutzKontaktNewsletterGewinnspiel Teilnahmebedingungen