Malia & Boris Blank: „Convergence“ in Dolby Atmos mit brandneuem Song

Manche Alben altern nicht, sie gewinnen mit den Jahren an Tiefe. Genau zu dieser seltenen Kategorie gehört „Convergence“, das außergewöhnliche Gemeinschaftswerk der Soul- und Jazzsängerin Malia und des Yello-Mitgründers Boris Blank. Zehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung kehrt das vielfach gefeierte Album jetzt in einer vollständig neu gemischten und gemasterten Dolby-Atmos-Version digital und auf Blu-ray Audio zurück. Die „Convergence – Reference Edition“ verspricht nicht weniger als eine klangliche Neuerfindung und eröffnet das Album zusätzlich mit einem komplett neuen Track.
Ein Album zwischen Jazz, Soul und elektronischer Klangkunst
Als „Convergence“ 2014 erschien, trafen zwei scheinbar gegensätzliche musikalische Welten aufeinander. Auf der einen Seite Malias warme, emotionale Stimme, tief verwurzelt in Soul, Jazz, Gospel und Blues. Auf der anderen Seite Boris Blanks minutiös konstruierte elektronische Klanglandschaften, für die der Schweizer Produzent und Soundvisionär seit Jahrzehnten weltweit geschätzt wird.
Das Ergebnis war kein klassisches Jazz- oder Pop-Album und ebenso wenig reine Elektronik. Vielmehr entstand eine atmosphärische Klangreise, in der organischer Gesang und hochpräzise Soundwelten eine faszinierende Symbiose eingehen. Songs wie „Celestial Echo“ und „I Feel It Like You“ entwickelten sich über die Jahre zu festen Größen bei Audiophilen und Liebhabern anspruchsvoller elektronischer Musik.
Dolby Atmos macht aus Klang einen Raum
Für die Neuauflage haben Boris Blank und Toningenieur Leoš Gerteis das komplette Album neu gemischt und in eine immersive Dolby-Atmos-Welt übertragen. Das Ziel war dabei ausdrücklich nicht nur eine technische Modernisierung, sondern eine kreative Neuinterpretation des Originals.
Die räumliche 3D-Abmischung lässt Instrumente, Stimme und elektronische Texturen nahezu körperlich im Raum erscheinen. Feinste Details, Dynamik und Tiefenstaffelung treten deutlicher hervor als je zuvor. Blank beschreibt den Prozess als eine Art „Re-Touch“, der dem Album eine völlig neue Intensität verleiht.
So überzeugt waren Malia und Boris Blank vom Ergebnis, dass sie diese Fassung offiziell zur „Reference Edition“ erklärten – als künftig maßgebliche Version des Albums.
Neuer Track „Dancing Flame“ eröffnet die Edition
Ganz ohne Überraschung wollten die beiden Künstler das Jubiläum allerdings nicht feiern. Deshalb beginnt die neue Edition mit „Dancing Flame“, einem neu aufgenommenen Song. Das hypnotische Stück fügt sich nahtlos in die Atmosphäre von „Convergence“ ein und schlägt gleichzeitig die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es fungiert weniger als Bonus-Track denn als neues Eingangstor zu einem Album, das seine Wirkung bis heute nicht verloren hat.
Klassiker mit außergewöhnlicher Klangqualität
Schon bei seiner Veröffentlichung galt „Convergence“ als Referenzaufnahme. Fachjournalisten und Hi-Fi-Enthusiasten lobten den enormen Dynamikumfang, die außergewöhnliche Transparenz und die bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Produktion.
Aber auch inhaltlich besitzt das Album bis heute eine bemerkenswerte Kraft. Die elf Songs erzählen von Liebe, Verlust, Spiritualität, Hoffnung, Krankheit, Sklaverei und Menschlichkeit. Malias Texte bewegen sich zwischen poetischer Intimität und gesellschaftlicher Reflexion. Die Zusammenarbeit beider Künstler beruht zudem auf einer außergewöhnlich intuitiven Arbeitsweise. Malia beschrieb Boris Blanks Kompositionen einst als musikalische Landschaften, die sie beim Schreiben der Texte und beim Singen wie ein Filmregisseur durch die Geschichten führen.
Ein Album, das heute so aktuell klingt wie vor zehn Jahren
Die neue Dolby-Atmos-Edition zeigt eindrucksvoll, warum „Convergence“ über ein Jahrzehnt hinweg nichts von seiner Kraft eingebüßt hat. Statt nostalgisch auf das Original zurückzublicken, öffnet die Neuabmischung den Blick nach vorn und macht hörbar, wie visionär die Produktion bereits 2014 war.
Mit der „Reference Edition“ erhält eines der spannendsten Crossover-Alben zwischen elektronischer Musik, Soul und Jazz nicht nur eine technische Frischzellenkur, sondern ein zweites künstlerisches Leben.





