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Biografie von Gregory Porter

"Gibt es eigentlich keine Grenzen für das Talent dieses Mannes", fragte sich das britische Jazz Journal kürzlich, als es Gregory Porters neues Album "All Rise" vorstellte. "Das Phänomen mit dem Namen Gregory Porter wird immer größer und besser. [...] Das ist mehr als ein gutes Album - es ist ein großartiges."  Mit anderen Worten: die vier langen Jahre, die Porter-Fans seit "Take Me To The Alley" auf ein Album mit neuen Originalen des Sängers gewartet hatten, haben sich rundum gelohnt. Denn das Songwriting des kalifornischen Stars ist noch besser, pointierter und zugleich abwechslungsreicher geworden. "Man könnte sagen, dass ich hier aufs Ganze gegangen bin", meint der 48-Jährige stolz. Und unüberhörbar ist in jedem Moment auch, wie wohl er sich dabei gefühlt hat. Wie ein zeitgenössischer Marvin Gaye verwischt er auf "All Rise" die Trennlinien zwischen Jazz, Soul, Gospel, Rhythm'n'Blues und Pop und reiht Ohrwürmer von bestechender Qualität aneinander.

 

Gregory Porter wurder am 4. November 1971 in Sacramento geboren, wuchs aber im südkalifornischen Bakersfield auf. Da der Vater der Familie kurz nach Gregorys Geburt den Rücken gekehrt hatte, zog Mutter Ruth ihn und seine sieben Geschwistern alleine auf. Als Pastorin einer Pfingstgemeinde ermunterte sie Gregory früh dazu, im Gospelchor ihrer Kirche mitzusingen. Doch für eine musikalische Karriere entschied sich Porter erst relativ spät und nachdem sein eigentlicher Traum, ein professioneller Footballspieler zu werden, wegen einer Verletzung geplatzt war. Den ersten Schritt unternahm Porter, als er 2004 nach New York zog und dort nach seinem Tagesjob in einem Restaurant abends in Clubs zu singen begann. Bei wöchentlichen Auftritten St. Nick's Pub in Harlem lernte er viele der Musiker kennen, die bis heute seine Begleitband bilden.

 

Porter war bereits 37 Jahre alt, als er 2009 sein erstes eigenes Album "Water" für das kleine, aber feine Independent-Label Motéma aufnahm. Das Debüt erhielt auf Anhieb begeisterte Kritiken und brachte dem Sänger seine erste Grammy-Nominierung ein. Das 2012 erschienene Nachfolgealbum "Be Good" wurde ebenfalls für einen Grammy nominiert und platzierte sich bereits in diversen europäischen Charts. "Porter fusioniert Jazz und Soul besser als alle seine zeitgenössischen Kollegen", meinte das US-Magazin Soul Tracks und ernannte "Be Good" gleich im Januar zum potentiell besten Album des Jahres. Auf beiden Alben präsentierte sich Porter als versierter Songwriter mit einem Händchen für eingängige Melodien. Mal geht in seinen Songs um die Höhen und Tiefen romantischer Beziehungen, dann um Kindheits- und andere persönliche Erlebnisse oder auch schon mal um soziopolitische Themen.

 

Als Don Was den Künstler 2013 zu Blue Note Records holte, ermutigte er Gregory Porter dazu, seiner einzigartigen künstlerischen Vision auch bei dem neuen Label treuzubleiben. Statt sein erstes Blue-Note-Album "Liquid Spirit" mit einem All-Star-Ensemble aufzunehmen, setzte Porter weiterhin auf die Musiker, mit denen er schon seit Jahren eng zusammenarbeitete.

Und der überwältigende Erfolg des Albums sollte ihm Recht geben. In Deutschland erhielt er für "Liquid Spirit" eine Goldene Schallplatte, in Großbritannien gar Platin und bei den Grammys konnte er im dritten Anlauf endlich auch die erste Trophäe entgegennehmen. Das Album entwickelte sich zu einem echten Dauerbrenner und wurde in den nächsten beiden Jahren mit diversen Bonus-Tracks und Remixen mehrfach neu aufgelegt. Parallel wirkte Porter als Gaststar auf Alben von u.a. Dianne Reeves, Max Herre, Till Brönner, Jamie Cullum und Lizz Wright mit und nahm mit dem britischen UK-Garage-Duo Discloure den Club-Hit "Holding On" auf. Erst 2016 veröffentlichte Gregory Porter mit "Take Me To The Alley" schließlich sein von den Fans sehnsüchtig erwartetes viertes Studioalbum, auf dem er mit einer jazzig-akustischen Version von "Holding On" überraschte. Wie schon "Liquid Spirit" wurde auch "Take Me Back To The Alley" mit einem Grammy ausgezeichnet. Im selben Jahr erschien außerdem auf CD und DVD noch der Konzertmitschnitt "Live In Berlin".

 

Auf "Nat King Cole & Me" stellte Porter 2017 erstmals nicht seine eigenen Songs in den Mittelpunkt, sondern präsentierte sich als Interpret der unsterblichen Lieder seinesVorbilds Nat King Cole, den er in Interviews auch gerne als seinen spirituellen Ersatzvater bezeichnet.

Das ein Jahr später nachgeschobene Live-Album "One Night Only - Live At The Royal Albert Hall" bot wiederum einen Mix aus seinem Nat-King-Cole-Repertoire und älteren Fan-Favoriten wie "Hey Laura", "No Love Dying", "Don't Lose Your Steam" und "When Love Was King".

 

Seine Rückkehr zu neuen eigenen Songs vollzog Gregory Porter erst 2020 auf seinem sechsten Studioalbum "All Rise", das ihn wieder ganz in seinem eigentlichen Element zeigt. Mit durchweg selbstverfassten Liedern festigt er hier eindrucksvoll seinen Ruf, einer der besten Songwriter und Sänger des aktuellen Jazz und Rhythm'n'Blues zu sein.

 

Stand: September 2020