Götz Alsmann | News | Die "L.I.E.B.E." ist da! - neues Alsmann-Album erschienen

Die “L.I.E.B.E.” ist da! – neues Alsmann-Album erschienen

Gutes Timing: ein ziemlich liebloses Jahr versüßt uns Götz Alsmann ganz am Ende doch noch mit einem Album über das was wirklich zählt.
Götz Alsmann - L.I.E.B.E.
Götz Alsmann - L.I.E.B.E.
26.11.2020
Es gibt kaum etwas höher Einzuschätzendes oder auch künstlerisch Wertvolleres als ein völlig eigenes Genre zu begründen, einen unverkennbaren Stil zu entwickeln, eine individuelle Stimme zu platzieren – und dabei dennoch auch immer neue Pfade zu beschreiten. Götz Alsmann gelingt dies konstant und inzwischen über Dekaden hinweg (… naja, wir werden alle nicht jünger).
Dabei ist der mit vollem Recht als Meister des deutschen Jazz-Schlagers zu bezeichnende Sänger und Musiker auf den unterschiedlichsten Instrumenten nicht nur im Studio oder auf der Bühne präsent. Er erweist sich zudem als regelrechtes Allroundtalent. Ob als langjähriger Co-Moderator der TV-Show “Zimmer frei” oder als Radio-DJ (einst als “Professor Bop”, heute mit “Go, Götz, Go” und “WDR 3 persönlich”), als Präsentator von klassischer Musik in der ZDF-Sendung “Götz Alsmanns Nachtmusik” oder als Hörbuch-Sprecher; der studierte Doktor phil. der Musikwissenschaft schlägt sich auf allen möglichen medial-kulturellen Ebenen bestens. Und Honorarprofessor für die Geschichte der Popularmusik an der Uni Münster ist er auch noch. Der Begriff Langeweile dürfte in seinem Sprachschatz fehlen.
Natürlich aber steht die Musikkarriere immer im Zentrum seiner Aktivitäten. Mit seinem neuesten Projekt, dem Studio-Album “L.I.E.B.E.”, kehrt Alsmann zurück zum guten, alten, wahren deutschen Schlager-Liedgut. Zitat: “Nach Alben und Tourneeprogrammen, die sich im Laufe des letzten Jahrzehnts vorwiegend mit den Schlagerwelten der Franzosen, der Italiener und des Broadway auseinandersetzten, drängte es mich, wieder einmal anzudocken an die große Tradition der letzten hundert Jahre deutschsprachiger Schlagergeschichte.”
Die Palette der von ihm für das swingende neue Album ausgewählten Lieder reicht von Bert Kaempferts Evergreen made in Germany “L.O.V.E” aka “L.I.E.B.E.” als Opener – Nat King Cole machte ihn unsterblich – bis hin zum Ilse Werner-Titel “Die kleine Stadt will schlafen geh’n” von 1940 als Finale. Dazwischen finden sich Pretiosen wie “Man müsste Klavier spielen können” von Johannes Heesters aus dem 1941er-Tonfilm “Immer nur Du”, hier in einer Rockabilly-Version zum Besten gegeben, Greetje Kauffelds sarkastische Liebhaber-Abrechnung “Nur eine schlechte Kopie” von 1961 oder “Was ich Dir sagen will” aus der Feder von Udo Jürgens und Joachim “Blacky” Fuchsberger.
Alsmann: “Ein brasilianischer Bossa-Nova-Klassiker und ein amerikanischer Folksong sind samt ihrer historischen deutschen Texte auch mit im Boot – zwei meiner ewigen Favoriten. Man betrachte sie als exotische Würze des Ganzen.” Dabei handelt es sich um “Samba de Verão” von Marcus Valle, damals Ende der 1960er auf Deutsch gesungen von France Gall (“So einen jungen Mann”), sowie um “Greenfields” von den Brothers Four, das seinerzeit vom Chansonier Jean-Claude Pascal gecovert wurde (“Wo sind die Felder”).
Für die Aufnahmen begab sich Alsmann im Sommer 2020 mit seinen altbewährten Musikern Altfrid Maria Sicking (Vibraphon, Xylophon, Trompete), Ingo Senst (Kontrabass), Dominik Hahn (Schlagzeug) und Markus Paßlick (Perkussion) zum einen in Berlin für eine Woche ins legendenumwobene “Hansa-Studio 1”, zum anderen stand im Norden der Hauptstadt im “b-sharp Studio” das Swonderful Orchestra unter der Leitung von Fabrizio Ventura parat, um einige Songs noch orchestral zu veredeln. Mit dem renommierten deutschen Produzenten Christoph Israel stand ihm ein Mann zur Seite, dessen Vita die Zusammenarbeit mit Max Raabe, Dominique Horwitz, Annette Humpe u.a. verzeichnet. Als Toningenieur an den Reglern fungierte der zweifache Grammy-Gewinner Philipp Nedel.
 
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