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19.03.2015

Giovanni Guidi Trio - Gespür für die Dialektik von Klang und Stille

Mit dem brillanten Album "This Is The Day" knüpft das Trio des Pianisten Giovanni Guidi an sein begeisterndes ECM-Debütalbum von 2012 an.

Giovanni Guidi Trio, Giovanni Guidi Trio - Gespür für die Dialektik von Klang und Stille © Caterina di Perri / ECM Records Giovanni Guidi

Die italienische Jazzszene ist immer schon mit besonders originellen Pianisten gesegnet gewesen. Und das Münchener Label ECM sorgte in den letzten zehn Jahren verstärkt dafür, diesen auch international Gehör zu verschaffen. Dies war der Fall bei Stefano Bollani und Stefano Battaglia. Und ist es auch bei dem erst 30-jährigen Giovanni Guidi, der 2012 mit "City Of Broken Dreams" sein erstes ECM-Album ablieferte. Im Trio mit dem amerikanischen Bassisten Thomas Morgan und dem portugiesischen Schlagzeuger João Lobo intonierte er darauf besinnlich-abstrakte Balladen, die vor innerer Spannung flirrten. Auf "This Is The Day" knüpfen Guidi, Morgan und Lobo dort wieder an und beweisen dabei ihr Gespür für die Dialektik von Klang und Stille.

Giovanni Guidi: "Frei, direkt, profund und mit einem starken gefühlsbetonten Element"

"Was ich an Thomas und João wirklich bewunder, ist die Tiefe und Intensität, mit der sie an jegliche Art von Musik herangehen", sagt Guidi über seine Spielpartner. "Bei all den Stücken, die ich für diese Gruppe schreibe, habe ich die Charakteristik ihrer Spielweisen - frei, direkt, profund und mit einem starken gefühlsbetonten Element - stets im Kopf. Diese Qualitäten versuche ich auch in die Musik einzubringen, die ich für das Trio schreibe."

"This Is The Day": Von beruhigender melodischer Qualität bis zu rhythmisch wilden Passagen

Während das Trio seine poetische Tonsprache weiter vertieft, ist es auch in der Lage, im Nu von den beruhigenden melodischen Qualitäten eines Songs wie "Game Of Silence" zu den fragmentierten Dialogen von "Cobweb" und dissonanten oder rhythmisch wilden Passagen wie in "The Debate" umzuschalten. Anders als bei dem Debütalbum, das nur Eigenkompositionen enthielt, öffnet sich das Trio diesmal auch der Welt der Standards: mit einer meditativen Version von "Quizás, quizás, quizás" (ein Stück des kubanischen Songwriters Osvaldo Farrés, das Jazzhörer vor allem in der Version von Nat King Cole kennen) und einer Interpretation von Fud Livingstons "I'm Thru With Love" (das 1930 durch Mildred Bailey, die "Queen des Swing", populär wurde).  Mit "Baiiia" steuert zudem Schlagzeuger João Lobo ein Stück zum Repertoire bei.

Am 25. April 2015 tritt Giovani Guidi mit seinem aktuellen Programm bei der jazzahead! ECM Clubnight in Bremen auf. An diesem Abend spielen im Sendesaal Bremen außerdem noch Matthias Eick, Jacob Bro und das Andy Sheppard Quartet. Tickets für die ECM Clubnight gibt es hier.