Alice Coltrane | News | Späte Entdeckung eines meditativen Meisterwerks: entrückend, berührend, hinreißend

Späte Entdeckung eines meditativen Meisterwerks: entrückend, berührend, hinreißend

“Kirtan: Turiya Sings”, eine bis vor kurzem noch gänzlich unbekannte Soloaufnahme von Alice Coltrane, wird seit ihrer Veröffentlichung von der globalen Presse in den höchsten Tönen gefeiert.
Alice Coltrane
Alice Coltrane(c) Frans Schellekens
02.09.2021
“Kirtan: Turiya Sings” auf LP und weitere Alben finden Sie in unserem JazzEcho-Store.
Es ist immer wieder erstaunlich, dass manche musikalische Preziosen, von deren Existenz jahrzehntelang niemand etwas wusste, nur durch einen glücklichen Zufall zutage gefördert werden. Einen solchen raren Fund machte 2004 Ravi Coltrane, der Saxofon spielende Sohn von John und Alice Coltrane, als er “Translinear Light” produzierte, das Comeback-Album seiner Mutter für Impulse! Records. Die gefundenen Tonbänder waren mit “Kirtan: Turiya Sings” betitelt und enthielten eine Art Rohfassung einer obskuren Aufnahme, die Alice Coltrane Anfang der 80er Jahre nur für Schüler/innen eines von ihr geleiteten Meditationszentrums gemacht hatte. Zu hören war sie darauf mit neun musikalischen Meditationen. Von den Sound-Technikern, mit denen er auch bei “Translinear Light” gearbeitet hatte, ließ Ravi diese bewegenden Aufnahmen von Alices Solostimme und Wurlitzer-Orgel später neu abmischen und mastern. Im Juli 2021 wurden sie dann von Impulse! Records anlässlich des 60-jährigen Label-Jubiläums veröffentlicht. Die Presse nahm das Werk mit enormer Begeisterung auf. Und obwohl diese Musik ganz sicher kein Jazz ist, wurde sie in Deutschland von Audio zur “Jazz-CD des Monats” gekürt. Wir haben einige der nationalen und internationalen Pressestimmen gesammelt.
“Entrückte Solo-Miniaturen mit Gesang und Orgel, die auf sonderbare Weise fernöstliche Lobpreisungen mit einer Anmutung ursprünglicher Spirituals verknüpfen.” (Ralf Dombrowski, Audio)
“Ravi Coltrane, der gemeinsame Sohn von Alice und John, befreite die verloren geglaubten Originalbänder von damaligen Synthesizer- und Streicher-Overdubs und legte so den Kern der Lieder frei. Dabei schälte sich ein überaus persönliches Werk heraus, das Alice Coltranes Orgelspiel und ihren Gesang in den Mittelpunkt rückt. Ein spannender Aspekt in der Diskografie einer wichtigen Musikerin des 20.Jahrhunderts.” (Reinhatd Köchl, Jazzthing)
“Berührend und erstaunlich, wie sie ihre dunklen, kehligen und innigen Chants hier tief und bluesig von der fernöstlichen Beschwörung in die afroamerikanische Tradition senkt.” (Markus Schneider, Rolling Stone)
“Wundervoll meditativ.” (Record Collector, UK)
“Als ob sie ihre Seele zum Wohle der ganzen Welt entblößt.” (Echoes Magazine, UK)
“Diese schnörkellose Variante der Platte zieht einen noch tiefer in ihre transformative Kraft hinein.” (Grammy.com, USA)
“Ein hinreißender Hörgenuss, der einen intimen Blick auf eine Künstlerin gewährt, deren Größe in dieser Welt gerade erst anerkannt wird.” (Washington Post, USA)
“Der Soloklang von Stimme und elektrischer Wurlitzer-Orgel ist bemerkenswert mächtig, auf lebhafte Weise direkt und ehrfurchtgebietend innerhalb dieses Ideals.” (Flood Magazine, USA)