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11.11.2019
ECM Sounds

Zum Tod von Jan Erik Kongshaug - ECMs norwegischer Klangarchitekt

Jan Erik Kongshaug, der als Toningenieur in Oslo viele der Produktionen betreute, die in den Bendiksen, Talent und Rainbow Studios entstanden sind, ist am 5. November 2019 im Alter von 75 Jahren gestorben.

ECM Sounds, Zum Tod von Jan Erik Kongshaug - ECMs norwegischer Klangarchitekt Patrick Hinely / Work/Pay / ECM Records Manfred Eicher / Jan Erik Kongshaug
"Unsere erste gemeinsame Studiosession und der Beginn einer engen Zusammenarbeit, die nahezu fünfzig Jahre andauerte, war im September
1970 'Afric Pepperbird' mit Jan Garbarek, Terje Rypdal, Arild Andersen und Jon Christensen. Wir waren damals alle noch ziemlich unschuldige Anfänger", erinnert sich Manfred Eicher. "Aber als wir uns damals zusammen die Aufnahmen anhörten, war uns schon bewusst, dass wir an etwas Besonderem teilgenommen hatten." Ziemlich zu Anfang der ECM-Geschichte nahm Jan Erik Kongshaug eine einflussreiche Serie mit Klavier-Solo-Einspielungen auf, zu denen Chick Coreas "Piano Improvisations Vol. 1 & 2", Keith Jarretts "Facing You" und Paul Bleys "Open, To Love" gehörten. In enger Zusammenarbeit mit Manfred Eicher half er, den Klängen die Klarheit und Transparenz zu geben, die zu einem Markenzeichen der Aufnahmen des Labels werden sollte. "Wir experimentierten damals viel mit der Platzierung der Mikrophone", erinnerte sich Kongshaug 2007 in einem Interview, "aber wir mussten beinahe von Anfang an nie viel über technische Dinge reden. Ein Blick oder eine Geste reichte und ich wusste, was nötig war." Obwohl der größte Teil der Arbeit in seiner Heimat Norwegen stattfand, trug Kongshaug auch zu ECM-Sessions in der New Yorker Power Station bei, wo Pat Methenys "Offramp" und Keith Jarretts "Standards" produziert wurden, sowie zu den japanischen Live-Aufnahmen von Jarretts europäischem Quartett mit Jan Garbarek, Palle Danielsson und Jon Christensen, die auf den Alben "Personal Mountains" und "Sleeper" dokumentiert sind.