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Various Artists, Jazztime - Female Jazz Piano

27.04.2019 22:00 RADIO SWR 2
Jazztime - Female Jazz Piano



27.04.2019 23:05 RADIO RBB Kulturradio, Late Night Jazz - Live von der jazzahead! 2019
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01.05.2019 23:05 RADIO RBB Kulturradio, Late Night Jazz - Wieder- und Erstveröffentlichung historischer Jazzaufnahmen
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04.05.2019 22:30 RADIO SWR 2, Jazztime - Geschichte eines Jazzstandards: Lonely Woman
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14.05.2019 19:30 RADIO RBB Kulturradio, The Voice - Viviane de Farias
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21.03.2019

Von Jarrett bis Hancock - die 3 ESSENTIAL ALBUMS-Serie geht weiter

Acht mal drei absolute Jazz-Klassiker haben es in die vierte Staffel der neuen 3 ESSENTIAL ALBUMS-Serie geschafft, hier stellen wir die aktuellen Folgen vor.

Various Artists, Von Jarrett bis Hancock - die 3 ESSENTIAL ALBUMS-Serie geht weiter Keith Jarrett - Three Essential Albums

Wir wollen uns ja nicht wiederholen: die zahlreichen Argumente für die ebenso preiswerte wie gut zusammengestellte neue CD-Serie 3 ESSENTIAL ALBUMS haben wir Ihnen ja bereits anlässlich der ersten drei Staffeln hierhier, und hier vorgestellt. Die vierte Staffel setzt sich aus Albumklassikern der Pianisten Keith Jarrett, Michel Petrucciani, Herbie Hancock und Duke Ellington, der Saxophonisten Wayne Shorter, John Coltrane und Charlie Parker sowie des Trompeters Chet Baker zusammen.

Keith Jarrett - Fort Yawuh / Treasure Island / Death And The Flower

Das sogenannte Standards-Trio mit Jack DeJohnette und Gary Peacock war zweifellos Keith Jarretts populärstes und erfolgreichstes Ensemble. In puncto stilistische Vielseitigkeit und Abenteuerlust wurde das Trio aber - da sind sich Kritiker und Jazzfans einig - noch von dem amerikanischen Quartett übertroffen, das Jarrett in den 1970er Jahren mit Dewey Redman, Charlie Haden und Paul Motian unterhielt. Zwischen 1971 und 1976 spielte dieses Quartett, teils durch weitere Musiker verstärkt, sage und schreibe dreizehn Studio- und Live-Alben für die Labels Atlantic, Columbia, Impulse! und ECM Records ein. 3 ESSENTIAL ALBUMS vereint nun drei der besten Impulse!-Alben: das 1973 im New Yorker Village Vanguard aufgenommene Live-Album "Fort Yawuh", das brillante Studioalbum "Treasure Island" (1974), vor allem bekannt für sein ungemein lyrisches Titelstück, und "Death And The Flower" (1975), dessen athmosphärische Titelnummer sich über die 23 Minuten einer ganzen Plattenseite erstreckte.

Michel Petrucciani - Michel Petrucciani / Oracle’s Destiny / Note’n Notes

In seinem viel zu kurzen Leben, das mit nur 36 Jahren endetete, schaffte es der Pianist Michel Petrucciani, zu einem der meist verehrten Jazzmusiker Frankreichs aufzusteigen. Die für diese Zusammenstellung ausgewählten Alben stammen noch aus der Zeit vor Petruccianis internationalem Durchbruch und erschienen auf dem französischen Owl-Label von Jean-Jacques Pussiau. Das titellose Owl-Debüt (zuvor hatte der damals 19-Jährige erst ein Album für ein anderes Label aufgenommen) präsentierte ihn 1981 im bahnbrechenden Trio mit dem Bassisten JF Jenny Clark und dem Schlagzeuger Aldo Romano, der zugleich sein "musikalischer Ziehvater" war. Als fantasievollen und virtuosen Piano-Solisten erlebt man Petrucciani dann auf dem Album "Oracle’s Destiny" (1983), das er seinem Idol Bill Evans gewidmet hatte, und "Note'n Notes" (1984), wo er neben großartigen Interpretationen der Standards "Prelude To A Kiss" und "My Funny Valentine" auch zwei eigene Stücke vorstellte.

Herbie Hancock - Maiden Voyage / Empyrean Isles / Speak Like A Child

Den Jazz der 1960er Jahre prägte Herbie Hancock gleich in doppelter Hinsicht entscheidend mit: zum einen durch seine Zugehörigkeit zum zweiten legendären Quintett von Miles Davis, zum anderen durch seine aufregenden Soloalben für Blue Note. Drei der bekanntesten und einflussreichsten werden nun als 3 ESSENTIAL ALBUMS neu aufgelegt: das 1964 entstandene Album "Empyrean Isles", auf dem Hancock erstmals seine heute weit über den Jazz hinaus bekannte und oft gesamplete Komposition "Cantaloupe Island" vorstellte, der ein Jahr später erschienene zeitlose Klassiker "Maiden Voyage" und das ambitionierte Konzept-Album "Speak Like A Child" aus dem Jahr 1968. Eingespielt wurden diese Alben von Hancock u.a. mit anderen Größen wie Trompeter Freddie Hubbard, Tenorsaxophonist George Coleman, Bassist Ron Carter sowie den Schlagzeugern Tony Williams und Mickey Roker.

Wayne Shorter - JuJu / Speak No Evil / The All Seeing Eye

Wie Herbie Hancock gehörte auch Wayne Shorter noch dem Miles Davis Quintet an, als er in den 1960er Jahren parallel wegweisende eigene Alben für Blue Note einspielte. Auf "Juju" war der Saxophonist 1964 mit der großartigen Rhythmusgruppe zu hören, die zuvor John Coltrane auf "Africa/Brass" und "Impressions" begleitet hatte: Pianist McCoy Tyner, Bassist Reggie Workman und Drummer Elvin Jones. Das im selben Jahr mit den Davis-Gefährten Hancock und Ron Carter sowie Freddie Hubbard und Elvin Jones aufgenommene "Speak No Evil" gilt als eines der großartigsten Jazzalben aller Zeiten. Auf "The All Seeing Eye" wiederum präsentierte sich der Saxophonist mit einem außergewöhnlichen Septett, zu dem bei einer Nummer als Gast am Flügelhorn auch noch sein Bruder Alan Shorter stieß

John Coltrane - Blue Train / Coltrane Time / The Paris Concert

Diese John-Coltrane-Ausgabe der 3 ESSENTIAL ALBUMS kombiniert ein absolutes Meisterwerk mit zwei oft übersehenen Alben des Saxophon-Giganten. "Blue Train" - das einzige Album, das Coltrane 1957 mit Trompeter Lee Morgan, Posaunist Curtis Fuller, Pianist Kenny Drew, Bassist Paul Chambers und Schlagzeuger Philly Joe Jones unter eigenem Namen für Blue Note eingespielt hatte - ist ein echter Klassiker mit einem schier atemberaubenden Titelstück. "Coltrane Time" entstand 1958 und dokumentierte die einzige Zusammenarbeit zwischen Coltrane und dem Avantgarde-Pianisten Cecil Taylor, unter dessen Namen das Album auch ursprünglich erschienen war. Noch obskurer ist ist das Album "The Paris Concert", das - obwohl es Coltranes klassisches Quartett mit McCoy Tyner, Jimmy Garrison und Elvin Jones featurete - erst 1979 von Norman Granz auf Pablo Records veröffentlicht wurde. Trotz des Titels ist bis heute unklar, ob das Konzert tatsächlich im November 1962 in Paris oder ein Jahr später in Berlin mitgeschnitten wurde.

Chet Baker - Stan Meets Chet / Baby Breeze / You Can’t Go Home Again

Diese drei Alben des 1988 verstorbenen ikonischen Trompeters und Sängers Chet Bakers könnten kaum unterschiedlicher sein. Auf "Stan Meets Chet" kam es 1958 zu einem der seltenen (rein instrumentalen) Gipfeltreffen zwischen den beiden West-Coast- und Cool-Jazz-Pionieren Chet Baker und Stan Getz. "Baby Breeze" musste Baker, der hier auch als Sänger zu hören ist, 1965 mit einem geliehenen Flügelhorn einspielen, da ihm kurz vor der Aufnahme seine Trompete gestohlen worden war. Dessen ungeachtet lief er, begleitet u.a. von Gitarrist Kenny Burrell sowie den Pianisten Bob James, Hal Galper und Bobby Scott, zu ganz großer Form auf. "You Can’t Go Home Again" (1977) war ein für den Trompeter eher untypisches, aber überaus gelungenes Fusion-Album, auf dem ihm eine All-Star-Band mit u.a. John Scofield, Michael Brecker, Paul Desmond, Kenny Barron, Ron Carter, Alphonso Johnson und Tony Williams zur Seite stand.

Duke Ellington - Back To Back / Live At The Whitney / Soul Call

Duke Ellington war nicht nur einer der großartigsten Bandleader, die der Jazz hervorgebracht hat, sondern auch ein exzellenter Pianist, der sein Können leider viel zu selten außerhalb seines Orchesters unter Beweis gestellt hat. Zwei dieser raren Aufnahmen mit kleineren Formationen befinden sich nun unter diesen 3 ESSENTIAL ALBUMS. Das bluesige Album "Back To Back" von 1959 war eine Kollaboration mit seinem Altsaxophonisten Johnny Hodges, die außerdem noch den Trompeter Harry "Sweets" Edison und den Gitarristen Les Spann featurete. "Live At The Whitney" spielte er 1972 kurz vor seinem 73. Geburtstag im Trio mit Bassist Joe Benjamin und Schlagzeuger Rufus Jones in der New Yorker Whitney School Of American Art ein. "Soul Call" schließlich ist ein klassisches Bigband-Album, das 1966 beim Antibes Jazz Festival in Frankreich live mitgeschnitten wurde.

Charlie Parker - Charlie Parker Jam Session / South Of The Border / With Strings: The Master Takes

In seiner nur achtzehn Jahre umspannenden Karriere, prägte Altsaxophonist Charlie Parker den Jazz wie nur wenige andere Musiker vor und nach ihm. Sein musikalisches Genie und seine atemberaubende Virtuosität kamen auf diesen von dem legendären Norman Granz produzierten Alben vollendet zur Geltung. Auf "Jam Session" jammte Parker mit einer brillanten All-Star-Band, der u.a. Oscar Peterson und Ben Webster angehörten, durch ein Programm aus Blues-Nummern und Balladen. "South Of The Border" entführt einen mit afro-kubanischem Latin-Jazz in südliche Gefilde. Die elektrifizierenden Aufnahmen machte Parker 1951/52 mit Hilfe der kubanischen Maestros Machito und Chico O’Farrill. "With Strings: The Master Takes" wiederum ist eine Zusammenstellung der berühmten Studio- und Live-Sessions, die der Altsaxophonist 1949 und 1950 mit einem Streichorchester gemacht hat.