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02.05.2019

Tank And The Bangas - vor dem Hören bitte anschnallen!

Auf ihrem Album "Green Balloon" laden Tank And The Bangas auf eine aberwitzige und wilde Achterbahnfahrt durch die musikalische Stilvielfalt von New Orleans ein.

Tank And The Bangas, Tank And The Bangas - vor dem Hören bitte anschnallen! Alex Marks Tank And The Bangas - Green Balloon

Mit Naturgewalten kennt sich New Orleans bestens aus. Nicht nur mit solchen metereologischen Ursprungs, sondern auch mit musikalischen. Man denke da nur an Louis Armstrong, Fats Domino, Irma Thomas, Dr. John, The Meters, die Neville Brothers, die Marsalis-Familie, Galactic, Dumpstapfunk, DJ Khaled und und und. Seit ein paar Jahren zählen zweifellos auch Tank And The Bangas dazu. Die fünfköpfige Band ist tief und fest in New Orleans verwurzelt und besitzt die seltene Gabe, verschiedene Musikstile - heißen Soul, flinkzüngigen Hip-Hop, Deep Funk, zutiefst groovigen R&B, subtilen Jazz - zu einem umwerfenden, stimmigen Ganzen zu verbinden, das die Bandbreite der Musik von New Orleans zum Vorschein bringt und gleichzeitig unverwechselbar eigentümlich klingt.

Auf ihrem neuen Album "Green Balloon" präsentieren Tank And The Bangas siebzehn extrem quirlige, oftmals witzige Songs und Interludes, die Party-Stimmung verbreiten, genau wie regelmäßig bei ihren Live-Auftritten.

 

"Es ist Musik, die man nicht wirklich in eine Schublade stecken kann", sagt die Sängerin und Poetin Tarriona "Tank" Ball. Sie führt die Band mit einer lebhaften Ausstrahlung an, die Tank And The Bangas 2017 bei dem populären Tiny Desk Concert Contest von NPR Music unter 6.000 Mitwettbewerbern zum Sieg verhalf. Moderator Bob Boilen lobte damals den Tiefgang ihrer Texte und die Vielseitigkeit der Musiker.

 

An ihrer lyrischen Tiefe hat Tarriona Ball über Jahre hinweg gefeilt. Emporgearbeitet hat sich zunächst alleine in der starken lokalen Slam-Poetry-Szene. Dann lernte sie ihre heutigen Bandkollegen kennen:

Keyboarder Merell Burkett, Schlagzeuger Joshua Johnson, Bassist Norman Spence sowie den Altsaxophonisten und Flötisten Albert Allenback. "Ich konnte schon von klein auf singen, aber tatsächlich war ich immer eine bessere Lyrikerin als Sängerin, weshalb ich mich irgendwann auf das Schreiben konzentrierte", sagt sie. Nachdem ihr Team zwei Jahre in Folge die National Poetry Slam Championship gewonnen hatte, widmete sich Ball voll und ganz Tank And The Bangas.

 

Was bei einer Open-Mic-Nacht im Jahr 2011 als lockere Zusammenarbeit begonnen hatte, entwickelte sich schnell zu einer hypnotisierenden musikalischen Kraft, die gerade erst richtig Fahrt aufnimmt. Gleich am Anfang ihrer Karriere konnte die junge Band einen Auftritt auf dem renommierten New Orleans Jazz & Heritage Festival ergattern, der Tank And The Bangas Flügel verlieh. "Der Gig sorgte dafür, dass wir uns noch mehr reinhängten", sagt Ball. "Wir wollten beweisen, dass wir diese Chance verdient hatten." Schon bald tourten sie unablässig kreuz und quer durch die Lande und machten sich weit über New Orleans hinaus einen Namen. Überall eroberten sie neue leidenschaftliche Fans und ernteten begeisterte Kritiken von Zeitungen wie dem New Orleans Advocate oder der New York Times. Bei den vielen Live-Shows verpassten sie ihrem Programm den nötigen Feinschliff. 2013 gingen sie dann ins Studio, um ihr erstes Album mit dem Titel "Think Tank" aufzunehmen. Ein Jahr später folgte das Live-Album "The Big Bang Theory: Live At Gasa Gasa" und Anfang dieses Jahres die digitale Live-EP "Live Vibes".

 

Die kontinuierliche Evolution der Band, von der "Green Balloon" zeugt, geht über die Musik hinaus: Ball ist in ihrer Entwicklung als Performerin und Poetin nicht stehengeblieben. Schon in ihren Open-Mic-Tagen war sie eine echte Naturgewalt. "Ich weiß nicht, ob man so etwas wie 'zu frei' sein kann, aber wir gingen völlig ungehemmt zur Sache. Sie war inspiriert", sagt Bassist Norman Spence und lacht in Erinnerung an die Sessions für das neue Album, aus dem vorab schon die Singles "Spaceships" und "Ant" erschienen sind.

 

Bei Bühnenauftritten präsentiert sich Ball heute hingegen weniger als Derwisch. "Ich rannte so viel herum, dass ich kaum zum Singen kam", meint sie lachend. Jetzt verwendet sie ihre Energie lieber darauf, neue Wege zu finden, sich als Poetin auszudrücken. "Wenn ich heute schreibe, denke ich nicht nur an mich selbst", sagt sie. "Durch das Zusammensein mit meinen Bandkollegen habe ich gelernt, mehr über andere Leute nachzudenken. Und wenn du ein Publikum mit Leuten hast, die dir zuhören wollen, ist es wirklich aufregend, eine echte Verbindung zu ihnen herzustellen."