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Lexikon - JazzEcho

Lexikon

Im Lexikon von JazzEcho finden Sie eine strukturierte Darstellung musikalischer Fachbegriffe. Die Einträge sind alphabetisch gegliedert. Klicken Sie bitte auf den Buchstaben um die darin enthaltenen Fachbegriffe zu erkunden. Viel Spaß beim lesen!

Glossary - Lexikon

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  • Zazou

    Die Bezeichnung für die jugendlichen Jazzfans in dem durch Nazideutschland besetzten Frankreich der 40er Jahre. Die Zazous bildeten eine oppositionelle, jedoch unpolitische Subkultur, die sich durch unbürgerliche Moden und Verhaltensweisen vom Hauptstrom der französischen Gesellschaft distanzierte und mit ihrer Vorliebe für den Jazz mit der von der Besatzungsmacht propagierten Ideologie kollidierte.

  • Zickig

    In der Sprache der Jazzszene seit den 50er Jahren ein gebräuchlicher Begriff zur Bezeichnung von musikalischen Phänomenen (Musikgattungen, Rhythmen, Phrasierungsweisen) und außermusikalischen Verhaltensweisen und Einstellungen, die als unjazzig, unswingend und im weiterführenden Sinne als spießbürgerlich empfunden werden. Das amerikanische Äquivalent für zickig ist corny. Die Personalisierung des Begriffs lautet Zickendraht.

  • Zigeuner-Jazz

    Der Begriff, der durch Sinti-Jazz oder Jazz deutscher Sinti ersetzt werden sollte, kam in den 60er Jahren für eine Variante des Swing auf, die von westdeutschen Sinti-Musikern im Umkreis des Violinisten Schnuckenack Reinhardt gespielt wurde und die sich stilistisch und besetzungsmäßig am Vorbild des legendären Manouche-Gitarristen Django Reinhardt orientierte (die französischen Sinti bezeichnen sich als Manouche - Mensch). Aus der traditionsgeleiteten Fraktion von Sinti-Musikern löste sich während der 80er Jahre eine Gruppe jüngerer Musiker, die stärker in Richtung Modern Jazz, Modale Spielweise und Jazzrock tendierte und ihr politisches Engagement gegen Behördenwillkür und soziale Diskriminierung musikalisch artikulierte.

  • Zirkularatmung

    Eine Technik, die vor allem von Holzbläsern, gelegentlich auch Blechbläsern eingesetzt wird, um einen Ton, ein Ornament oder eine Phrase ohne Unterbrechung unbegrenzt lange zu spielen. Dies geschieht, indem der Spieler bei geschlossenem Gaumensegel durch die Nase einatmet, damit die Lunge sich mit Luft füllt und gleichzeitig durch die Wangen Luft in das Instrument bläst und so einen ununterbrochenen Luftstrom produziert. Die Technik, die musikalisch dem Dudelsackspiel entspricht, wird in zahlreichen traditionellen Musikkulturen seit langem praktiziert. Seit dem Free Jazz gehört die Technik insbesondere für Saxofonisten mehr oder minder zu den Selbstverständlichkeiten jazzmusikalischer Praxis. Dennoch blieb sie umstritten, da sie allzu oft als publikumswirksamer Effekt und ohne erkennbaren musikalischen Sinn eingesetzt wurde.

  • Zwölftontechnik

    Die Bezeichnung für eine von Arnold Schönberg entwickelte Methode der "Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" (Dodekafonie). Während Schönbergs Verfahren in der europäischen Kunstmusik einen radikalen Wandel auslöste, blieb es für den Jazz von sekundärer Bedeutung, fand Eingang in die Third Stream Music und in kompositorische Randbezirke des Free Jazz, konnte sich als allgemein akzeptiertes Gestaltungsprinzip jedoch nie durchsetzen, denn man kann nicht dodekafon improvisieren.

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JazzEcho: weiterführende Verweise