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03.02.2011

Original Jazz Classics - Klassiker von A(dderley) bis Z(awinul)

In der Serie “Original Jazz Classics” werden zwanzig Jazzklassiker unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung wiederveröffentlicht. Die Bandbreite reicht von Swing über Bebop bis zu Avantagarde und Soul-Jazz.

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Wie definiert man einen Klassiker? In Anlehnung an Heinz Erhardt könnte man sagen: “Es gibt Musiker, die noch leben, aber trotzdem gut sind. Dann gibt es Musiker, die schon tot, aber um Klassen besser sind. Das sind die Klassiker.” Auf viele der Künstler, deren Alben seit 1982 in der Reihe “Original Jazz Classics” wiederveröffentlicht wurden, trifft dies leider zu. Aber es gibt, wie die neuen Reissues dieser Serie zeigen, immer noch ein paar glückliche Ausnahmen von der Erhardtschen Regel.

Altsaxophonist Ornette Coleman, von dem nun “Tomorrow Is The Question!” neu aufgelegt wird, ist auch mit 80 Jahren noch aktiv und eine der letzten lebenden Legenden des Jazz. “Tomorrow Is The Question!” war erst sein zweites Album, 1959 aufgenommen mitdem Trompeter Don Cherry, den alternierenden Bassisten Red Mitchell und Percy Heath sowie Schlagzeuger Shelly Manne.

Trompeter Clark Terry, der auf der CD “The Trumpet Summit Meets The Oscar Peterson Big Four” zu hören ist, feierte im letzten Dezember sogar schon seinen 90. Geburtstag. Zum Zeitpunkt der Aufnahme dieses “Trumpet Summit “ war er aber noch 60 Jahre jung und maß sein Können mit den beiden brillanten Kollegen Dizzy Gillespie und Freddie Hubbard. Den Rücken stärkten den Trompetern damals (1980) Oscar Peterson, Joe Pass, Ray Brown und Bobby Durham.

Insgesamt zwanzig Klassiker aus den Katalogen von Prestige, Galaxy, Milestone, Riverside, Debut, Contemporary, Jazzland und Pablo werden nun im Original-Sound (nicht digital remastered!) in der Serie “Original Jazz Classics” auf CD wiederveröffentlicht. Neben den beiden bereits erwähnten gibt es darunter auch Alben von Cannonball Adderley (“What Is This Thing Called Soul?”), Count Basie (“Basie Jam 2”), John Coltrane (“Bye Bye Blackbird”), Eric Dolphy & Booker Little (“Far Cry”), Duke Ellington (“The Intimate Ellington”), Joe Henderson (“Relaxin’ At Camarillo”), dem Modern Jazz Quartet (“Topsy: The One’s For Basie”) und Ben Webster & Joe Zawinul (“Soulmates”).