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Biografie von Natacha Atlas

Die belgische Sängerin Natacha Atlas liebt es, ihre kreativen Kräfte mit denen eines musikalischen Partners zu vereinen. So bei ihrem neuesten Projekt "Myriad Road". Um ihr erstes Jazzalbum aufzunehmen, arbeitete sie mit einem der bedeutendsten Jazzmusiker Frankreichs zusammen: dem hochdekorierten libanesischstämmigen Trompeter, Produzenten und Komponisten Ibrahim Maalouf.

 

"Ich begegnete Natacha das erste Mal in Istanbul", erzählt Maalouf. "Wir besuchten beide ein Konzert des Oud-Spielers Smadj, der uns zu sich auf die Bühne einlud. Die Natacha, die ich dabei kennenlernte, war alles andere als ein orientalisches Cliché oder eine Pseudo-Orientalistin. Sie war einfach eine Frau, die unbestreitbar mit der Welt um uns herum in Berührung war. Multikulturell. Offen gegenüber den englisch-, französisch- und arabischsprachigen Kulturen. Aber vor allem fiel mir auf, dass Natacha eine Stimme besitzt, die einzigartig ist. Ihre Stimme ist heute vielleicht die einzige arabische Stimme, die wirklich von sich behaupten kann, authentisch zu sein; zugleich zeitgenössisch und modern."

 

Ein paar Wochen nach dem zufälligen Treffen begannen die beiden Künstler damit, Ideen über ihre gemeinsamen kulturellen Unterschiede auszutauschen (beide leben im Westen, haben aber arabische Wurzeln) und ihre Erkenntnisse auf subtile Weise musikalisch zu verarbeiten. Das Ergebnis? Natacha lässt unerschrocken die Clichés arabischer Songs hinter sich und erkundet neues musikalisches Terrain, während sie die Eindringlichkeit des orientalisch gefärbten Gesangs, der ihr Markenzeichen ist, beibehält.

 

Für Maalouf birgt Natachas neue Musik "das Risiko, all jene zu verwirren, die sie noch immer  ‘Mon amie la rose’ hauchen hören und in farbig leuchtenden, paillettenbesetzten Kleidern herumtänzeln sehen [mit ihrer Version des Françoise-Hardy-Klassikers landete sie 1999 in Frankreich einen Hit ]. Aber all den Leuten, die kein Problem damit haben, sich einen anderen Orient vorzustellen, einen der mehr im Gleichtakt mit der heutigen Welt ist, wird dieses Album absolut einleuchten." Wie Maalouf scharfsinnig anmerkt, stellt Natacha auf "Myriad Road" Genregrenzen in Frage, indem sie in nie zuvor erlebter Weise nahtlos Jazz- und arabischen Gesang miteinander verschmilzt und furchtlos in neue musikalische Regionen vorstößt. Aber diese beiden Charakteristika haben Natachas Werk eigentlich schon immer bestimmt, es so prachtvoll wie abwechsungsreich gemacht, wie schon ein kurzer Blick auf einige ihrer jüngsten Arbeiten zeigt.

 

2013 komponierte Natacha Atlas mit ihrem langjährigen musikalischen Partner Samy Bishai  für den international bekannten französischen Choreographen Angelin Preljocaj die Musik für das zeitgenössische Ballett "Les Nuits" - ein Werk, das sehr frei von "Tausendundeine Nacht" inspiriert ist. Zur selben Zeit veröffentlichte sie ein vollkommen anderes Projekt: "Expressions Live In Toulouse" - eine Live-Aufnahme, bei der ihre ausdrucksstarke Stimme von einem großen Orchester und Perkussion aus dem Mittleren Osten begleitet wurde. Davor erschien von ihr "Mounqaliba", ein entspanntes Album, zu dem Bishai schwelgerische Arrangements und Orchestrierungen beigesteuert hatte. Ihr erstes akustisches Album hatte Natacha Atlas, die in den 1990ern als Sängerin der britischen Ethno-Electronica-Band Transglobal Underground bekannt geworden war, 2007 aufgenommen: "Ana Hina" enthielt klassische arabische Songs und wurde von der Kritik mit Begeisterung gefeiert.

 

 

Nebenbei arbeitete Natacha Atlas im Laufe ihrer Karriere häufig mit anderen Künstlern  aus den unterschiedlichsten Genres zusammen, darunter Popstars wie Peter Gabriel, Sinead O’Connor, die Indigo Girls und Jean-Michel Jarre, Klassiker wie Nigel Kennedy und Jocelyn Pook, Filmmusiker wie Danny Elfman, Clint Mansell, David Arnold, Harry Gregson-Williams und Rachel Portman sowie Weltmusiker wie Nitin Sawhney und Talvin Singh.

 

Bei der Zusammenarbeit mit dem gefeierten Ibrahim Maalouf beweist Natacha Atlas einmal mehr ihre Fähigkeit sich selbst herauszufordern und zugleich ihre einzigartige Synthese der westlichen und orientalischen Musiktradionen zu wahren. Mit "Myriad Road" ist ihr ein wirkliches erstaunliches Album gelungen, das den Jazz mit dem geheimnisvollen Nimbus des arabischen Gesangs vermählt. Es wird alte Fans begeistern und neue Hörer verführen.

 

Im April wird Natacha Atlas die Songs von "Myriad Road" bei zwei Konzerten in Deutschland live vorstellen: am 13. April tritt sie im Franz K  in Reutlingen auf und einen Tag später im Frankfurter Hof in Mainz.