
Format: CD Audio | CD | Album | 0602527049380 Label: Verve Erscheinungsdatum: 16.10.2009
Ein erster Blick auf das kinderbuchartige Cover mag den Verdacht nahelegen, dass einen bei diesem ersten Album des Singer/Songwriter-Duos Among The Oak & Ash sanftmütiges Folkgeklampfe und hippieske Weltverbesserungslyrik erwarten. Doch dass dieser Eindruck falsch ist, machen einem Josh Joplin und Garrison Starr gleich im Opener "Hiram Hubbard" mit einem Unheil verkündenden Trommel-Beat und schmutzig-verzerrten E-Gitarrenklängen deutlich: Das Stück erzählt eine (wahrscheinlich wahre) brutale Geschichte, in der es um die Lynchjustiz eines Sheriffs und seiner gesetzlosen Helfer geht. Auch die anderen Texte drehen sich um wenig pittoreske Themen wie Tod, Armut, Sehnsucht, hartes Alltagsleben und gescheiterte Liebe.
"Viele Leute halten Folkmusik für brav und sanft, aber tatsächlich sind viele dieser Songs eher unanständig und brutal", merkt Josh Joplin an. "Sie decken das gesamte Spektrum ab: von Gott bis zum Teufel und von unerwiderter Liebe bis zu Mord."
Erste Bekanntschaft mit diesem Genre machte der in Pennsylvania aufgewachsene und heute in New York lebende Joplin, als er die High-School sausen ließ und kreuz und quer durch sein Heimatland reiste. Aus den Stücken, die er in diesen Jahren kennen und lieben lernte, wählte er für das Repertoire von "Among The Oak & Ash" schließlich zehn traditionelle angloamerikanische Folk-Songs aus, von denen die meisten aus den Appalachen stammen und oft Jahrhunderte alt sind. Darunter mischte er noch den selbst geschriebenen Song "Joseph Hillstrom 1879-1915" und die gemeinsam mit seiner Partnerin Garrison Starr verfasste Schlussnummer "High, Low & Wide".|Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, die sich in jüngster Zeit bei ähnlichen Projekten der Auseinandersetzung mit Folk- und Bluegrassmusik widmeten, hegten Joplin und Starr von vorneherein kein Interesse daran, bewusst einen nostalgischen Sound zu kreieren. "Ich finde, dass diese Musik von einer ganzen Schar von Leuten, die sie wiederbelebt haben, wie ein kostbares Schmuckstück behandelt wurde", meint Joplin. "Aber wenn man sich anschaut, was das für Leute waren, die sie einst erschufen... das waren keine Puristen, sie drückten sich einfach nur mit den ihnen seinerzeit zur Verfügung stehenden Mitteln aus. Und das wollten wir auch machen: wir wollten den Liedern gerecht werden, ohne sie wie Museumsstücke zu behandeln. Ein Grund, weshalb ich mit Garrison zusammenarbeiten wollte, war, dass sie so spontan und forsch ist. Und ich glaube, dass diese Qualitäten auch eine große Rolle beim Gelingen des Projekts spielten."
Zu den Sessions luden Joplin und Starr drei der angesehensten Instrumentalisten von Nashville ein: Pedal-Steel- und Dobro-Gitarrist Robby Turner (Waylon Jennings), Bassist Brian Harrison (Shelby Lynne) und Schlagzeuger Bryan Owings (Emmylou Harris, Patty Griffin). Als Gast tritt ausserdem noch die Banjo und Dulcimer spielende Cari Norris in Erscheinung. Joplin und Starr ist es gelungen, den Liedern mit oftmals spartanischen und dezent modernisierten Arrangements einen wirklich zeitlosen Anstrich zu verpassen. Für Abwechslung sorgt auch, dass die beiden mal getrennt und mal unisono den Lead-Gesang übernehmen. "Pretty Saro" wird z.b. von Joplin a-cappella ganz ohne Instrumentalunterstützung vorgetragen, während Starr sich bei "Come All You Young And Tender Ladies" nur von einer E-Gitarre begleiten lässt. Das beweist den künstlerischen Mut der beiden und verleiht diesem Album eine besonderen Reiz.
1. |
Hiram Hubbard |
03:39 |
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2. |
Peggy-O |
02:50 |
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3. |
Angel Gabriel |
02:50 |
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4. |
Shady Grove |
01:53 |
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5. |
The Water Is Wide |
05:31 |
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6. |
The Housewife's Lament |
02:36 |
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7. |
Pretty Saro |
01:19 |
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8. |
All The Pretty Little Horses |
03:04 |
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9. |
Come All You Young & Tender Ladies |
00:50 |
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10. |
Joseph Hillström 1879-1915 |
03:41 |
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11. |
Look Down That Lonesome Road |
03:03 |
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12. |
High, Low & Wide |
05:15 |
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13. |
Bigmouth Strikes Again |
02:56 |