Suche
Newsletter
E-Mail-Adresse *

* Pflichtfeld

Biografie - JazzEcho

24.06.2010
ECM Records
Biografie des Labels

ECM Logo, schwarz auf weiß
© ECM Records

Als der Produzent Manfred Eicher 1970 die ersten Produktionen auf seinem ein Jahr zuvor aus der Taufe gehobenenen Label ECM Records herausbrachte, machte er gleich deutlich, daß seine junge Plattenfirma trotz einer generell progressiven Ausrichtung für stilistischen Pluralismus stehen sollte: Die ersten Alben stammten von so unterschiedlichen innovativen Künstlern wie Mal Waldron, Alfred Harth, Paul Bley und Gary Peacock, Marion Brown, der britischen Music Improvisation Company (mit Derek Bailey und Evan Parker), Wolfgang Dauner, Jan Garbarek und Robin Kenyatta.

Ein Jahr später hatte Eicher den ECM-Produktionskatalog schon um Alben von so hochtalentierten jungen Musikern wie Chick Corea, Keith Jarrett, Dave Holland, Bobo Stenson und Terje Rypdal erweitert. Und schon bald gesellten sich zu diesen auch Ralph Towner, Gary Burton, Pat Metheny, Eberhard Weber, Paul Motian, Enrico Rava, Tomasz Stanko, Arild Andersen, Egberto Gismonti, Kenny Wheeler und Steve Kuhn.

Kein anderes Jazzlabel prägte die siebziger Jahre so sehr wie es das ECM-Label tat. Immer wieder boten (und bieten) einem die ECM-Produktionen Gelegenheit, seine Vorstellungen von improvisierter Musik neu zu überdenken und zu erweitern. Mit der internationalen Veröffentlichung zahlreicher Alben von norwegischen, schwedischen, deutschen, britischen, polnischen und italienischen Jazzkünstlern gab ECM der gesamten europäischen Jazzszene außerdem wichtige Impulse, die in den folgenden Jahrzehnten zur Entstehung zahlreicher anderer unabhängiger Jazzlabels führten.

Obwohl sich ECM Records in den nunmehr über 40 Jahren seines Bestehens nie modischen musikalischen Trends angepaßt hat und mit einer ganzen Reihe von Künstlern teilweise schon seit den 70er Jahren zusammenarbeitet, ist es nach wie vor eines wichtigsten, innovativsten und lebendigsten Jazzlabels der Welt. Zu verdanken ist dies einerseits der Verpflichtung von oftmals jungen neuen Künstlern (wie etwa Manu Katché, Tord Gustavsen, Nils Petter Molvær, Trygve Seim oder das Trio von Marcin Wasilewski, Slawomir Kurkiewicz und Michal Miskiewicz), andererseits der Weitsicht und Riskiofreudigkeit von Produzent Manfred Eicher, der seine Musiker immer wieder zu neuen, ungewöhnlichen Projekten anstiftet.

Anzeige