Das zweite Album von Melody Gardot ist eine extrem charmante Fortsetzung ihrer Blitz-Karriere. Produktion und Orchester-Arrangements aus den Händen von Grammy-Preisträgern Larry Klein und Vince Mendoza verleihen der honigsüßen Stimme dieser jungen Frau mit der tragischen Geschichte die richtige Tiefe. Viele ihrer selbst geschriebenen Songs klingen schon beim ersten Hören wie Klassiker der American Songbook-Geschichte.
"Worrisome Heart" singt sie - während die Hörner und der Baß Bilder einer geruhsamen Bootsfahrt auf dem Mississippi evozieren - in einer zwischen Laszivität und Trägheit schwankenden Weise, die man einer Frau ihres Alter wirklich nicht zugetraut hätte. In dem Lied "Gone", das von Liebesleid handelt, passen die schlichten, wehmütigen Gitarren- und Violinenlinien bestens zum traurigen Text, während eine rauchige Orgel, relaxte Hörner und ein leichtfüßig-jazziges Schlagzeugspiel "Quiet Fire" einen schimmernden Erotizismus verleihen.