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Melody Gardot, Melody Gardot
26.07.2018 Berlin, Admiralspalast - Theater
Melody Gardot
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Live am : in Berlin, Admiralspalast - Theater, Melody Gardot

Melody Gardot, Melody Gardot
Musik aus Schmerz geboren
Melody Gardot – Der Zauber der Zerbrechlichkeit!
Ergreifende Mischung aus Jazz, Blues, Swing und Folk


Den Zauber der Zerbrechlichkeit entfaltet Melody Gardot, die als eine der aufregendsten musikalischen Entdeckungen dieses Jahrzehnts gefeiert wird. Im Stile einer mysteriösen Nightclub-Diva scheint sie einem Cinema Noir-Klassiker zu entsteigen. Mit unsicheren Schritten bahnt sie sich den Weg auf die Bühne, wo sie Leidenschaft, Begehren und Enttäuschung, Liebe, Leid und Lust in Songs packt, die das Publikum fesseln.

Ihre bisherigen Alben – das beachtliche Debüt „Worrisome Heart“, das überragende „My One And Only Thrill“, die vielschichtige Entdeckungsreise „The Absence“ und die nostalgisch gefärbte neue CD „Currency Of Man“ – offenbaren einen einzigartigen expressiven Stil. Melody Gardot gleicht einer Verwandlungskünstlerin, deren sehnsüchtig-sanfter Blick auch das kälteste Herz zum Schmelzen bringt. Nur wenige Sängerinnen können Stimmungen und Gefühle so einfangen, wie die 29-Jährige aus Philadelphia.

Im Scheinwerferlicht erscheint eine blonde, mondäne Schönheit, mit dunkler Brille und Gehstock, wie eine verwirrende Vision. Melody Gardot haucht Töne in das Mikrofon, die den Zuhörer mit einer ergreifenden Mischung aus Jazz, Blues, Swing und Folk verzaubern. Emotionalität und Leidenschaft in der Stimme wecken Erinnerungen an Legenden wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Nina Simone und Peggy Lee. Ihr subtiler Humor und ihr erzählerisches Talent verstärken die Wirkung des Auftritts.

Ihre Performance evoziert Sinnlichkeit und Nervenkitzel. Es scheint, als näherten sich die Songs den Erfahrungen eines reifen Lebens, obwohl die Protagonistin noch relativ jung ist. Fingerschnippender Blues, brasilianische Rhythmen und sinnliche Balladen zeigen eine spürbare, ganz erstaunliche Reife.

Ihre Musik ist aus dem Schmerz eines schweren Unfalls geboren, bei dem die Sängerin als 19-Jährige erhebliche Kopf- und Beckenverletzungen erlitt. Seither ist sie auf einen Stock beim Gehen und eine dunkle Brille angewiesen, um sich vor zu starker Lichteinwirkung zu schützen. Als sie noch ans Krankenhausbett gefesselt war, hatte ihr Arzt zu einer Musiktherapie geraten. Er war davon überzeugt, dass dies ihr kognitives Verhalten nach einem solchen Trauma erheblich verbessern würde. Und er behielt Recht damit!

Noch während des Klinikaufenthalts nahm Melody Gardot ihre erste EP auf, „Some Lessons: The Bedroom Sessions“. Seither hat sie sich mit enormem Kämpferherz über ihre Behinderungen hinweggesetzt. Die Tragik der Ereignisse mit der Wendung zum Positiven mündete in öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung für ihr einzigartiges Talent, das wahrlich keines Mitleids bedarf.

Heute gilt Melody Gardot als „Singer/Songwriter-Phänomen“ und eine der erstaunlichsten Interpretinnen der letzten Jahre. Experten schwärmen von ihren provokativen, aber gleichzeitig vertraut wirkenden vokalen Qualitäten. Melody wird als „cool, kultiviert, inspirierend, stilvoll, redegewandt und sexy“ beschrieben.

Die Frankfurter Allgemeine rühmte in einer bemerkenswerten Konzertkritik die „aufs Wesentliche reduzierten Songs“, die zum „Schönsten gehören, was man seit langem in der sogenannten Unterhaltungsmusik zu hören bekommen hat“. Melody Gardot sei „eine Sängerin, wie man sie schon schnell auf den Konzertbühnen dieser Welt nicht wieder finden wird.“

„Melody Gardot singt mit einen der schönsten und erotischsten Vibratos der Gegenwart“, urteilte der Spiegel, während die Welt ihren Auftritt mit der Überschrift „Melody Gardot handelt mit Delikatessen“ beschrieb.