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Kalendarium
Das geschah am 12. Dezember: 1944 *

Alex Acuna wurde geboren. (Perkussion)

1923 *

Bob Dorough wurde geboren. (Gesang)

1946 *

Bruce Ditmas wurde geboren. (Schlagzeug)

1925 *

Dodo Marmarosa wurde in Pittsburgh geboren. (Klavier )

1913 *

Don Stovall wurde geboren. (Altsaxofon )

1909 *

Eddie Barefield wurde in Scandia geboren. (Arrangement, Saxofon)

1915 *

Frank Sinatra wurde in Hoboken geboren. (Gesang )

1941 *

Gary Barone wurde geboren. (Trompete)

1943 *

Grover Washington wurde in Buffalo geboren. (Saxofon)

1896 *

Jay Gorney wurde geboren. (Songwriter)

1918 *

Joe Williams wurde in Cordele geboren. (Gesang )

2006

Kenny Davern starb in Sandia Park. (Klarinette)

1964 *

Mark Mondesir wurde geboren. (Schlagzeug)

1944 *

Michael Carvin wurde geboren. (Schlagzeug)

1951

Mildred Bailey starb in Poughkeepsie. (Gesang)

1991

Ronnie Ross starb in London. (Baritonsaxofon )

1957 *

Sheila E wurde geboren.

1941 *

Tim Hauser wurde geboren. (Gesang)

1945 *

Tony Williams wurde in Chicago geboren. (Schlagzeug )

1929 *

Toshiko Akiyoshi wurde in Dairen geboren. (Bandleader)

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Über das Label

ECM – Edition of Contemporary Music – ist ein unabhängiges Plattenlabel, das 1969 von Produzent Manfred Eicher in München gegründet wurde und bis heute (Ende 2015) mehr als 1.500 Alben der unterschiedlichsten musikalischen Richtungen veröffentlicht hat. Improvisation stand dabei von Anfang an im Zentrum: ECM begründete seinen Ruf mit richtungsweisenden Alben von Keith Jarrett, Paul Bley, Jan Garbarek, Chick Corea, Gary Burton, dem Art Ensemble of Chicago und vielen anderen. In den späten 70er und frühen 80er Jahren begann Eicher, den Katalog durch zeitgenössische Kompositionen zu erweitern, darunter Steve Reichs "Music for 18 Musicians" und Meredith Monks "Dolmen Music".

1984 wurde mit Arvo Pärts "Tabula Rasa" ein zweites Label – ECM New Series – gestartet, das sich seither zu einer Plattform für klassische Musik vom Vorbarock bis zur Moderne entwickelt hat. Von den zahlreichen Kompositionen Arvo Pärts, die zuerst für ECM New Series eingespielt wurden, sind einige auf dem von Manfred Eicher speziell zusammengestellten Album "Musica Selecta" enthalten, das zu Pärts 80. Geburtstag am 11. September 2015 erschienen ist. Weitere zeitgenössische Kompo­nisten mit regelmäßiger Präsenz auf New Series sind György Kurtág, Valentin Silvestrov, Tigran Mansurian, Erkki-Sven Tüür, Heinz Holliger, Heiner Goebbels, Alexander Knaifel, Helena Tulve und Giya Kancheli, dessen neuestes Album "Chiaroscuro"(veröffentlicht im Oktober 2015) erstmals und mit faszinierendem Ergebnis die Geiger Gidon Kremer und Patricia Kopatchinskaja zusammenbringt.

Neue Musik, ob improvisiert oder notiert, wurzelt immer auch in einer vorbildhaften Vergangenheit, und das Konzept moderner, von älteren Einflüssen inspirierter Musik durchzieht viele der auf ECM vertretenen Improvisations- und Kompositionsprojekte. Ein herausragendes Beispiel ist Tigran Hamasyans unlängst erschienenes "Luys i Luso" als höchst ideenreiche Neuinterpretation armenischer Sakralmusik für Chor und improvisierenden Pianisten. Auch sein Landsmann Levon Eske­­nian, der Werke des armenischen Komponisten Komitas für das volkstümliche Instrumentarium des Gurdjieff Ensembles arrangiert hat, erzeugt damit ebenso archaisch wie experimentell wirkende Klangwelten.

Für "Liaisons: Re-Imagining Sondheim" beauftragte Anthony De Mare 36 Komponisten, von Steve Reich bis Wynton Marsalis, einen Musicalsong von Stephen Sondheim für Solopiano umzudenken, während auf "Gesualdo" Brett Dean und Erkki-Sven Tüür in einem Programm, das auch Gesualdo-Transkriptionen von Tüür und Dirigent Toñu Kaljuste enthält, das leidvolle Leben und die Musik des Prinzen von Venosa reflektieren. György Kurtág verzahnt auf "In Memoriam Haydée" seine irisierenden Bach-Transkriptionen mit den eigenen ausgelassen-spielerischen "Jatékok" für vierhändiges Klavier, und Heinz Holliger alterniert die rätselhafte Musik von Guillaume de Machaut mit eigenen, subtilen Variationen für drei Bratschen und die vier Sänger des Hilliard Ensembles.

Eine der potentesten Mischungen aus Alt und Neu realisierten die Hilliards mit "Officium", der Zusam­menarbeit mit Saxophonist Jan Garbarek, die zwei Jahrzehnte lang für ausverkaufte Kirchen und Konzertsäle sorgte. 2015 stellte Hilliard-Tenor John Potter sein neues Projekt "Amores Pasados" mit Sopranistin Anna Maria Friman (Trio Mediaeval) und den Lautisten Ariel Abramovich und Jacob Heringman vor, das Vokalmusik von John Paul Jones, Sting und Tony Banks mit Kompositionen für Laute aus dem 16., 17. und frühen 20. Jahrhundert kontrastiert und eine Brücke zwischen Kunstlied und Popsong schlägt.

Eine weitere spannende Verflechtung musikalischer Epochen legen András Keller und Produzent Manfred Eicher mit "Cantante e Tranquillo" vor, das ausschließlich langsame Sätze aus Kompositionen von Bach und Beethoven bis Ligeti und Kurtág enthält und auf dem das Keller Quartett überraschen­de Übereinstimmungen offenlegt.

John Cage, von dem Schönberg sagte, er sei "vielleicht kein Komponist, aber ein genialer Erfinder", zählte Erik Satie zu seinen indirekten Einflüssen. Dieses Thema – und andere – greifen Sarah Rothenberg und ihre Freunde auf dem Album "Rothko Chapel" auf, dessen Titelstück, geschrieben von Morton Feldman und interpretiert von Kim Kashkashian, von der Farbfeldmalerei Mark Rothkos inspiriert wurde.

Im Jazzbereich gibt Pat Metheny seinen ersten ECM-Auftritt nach mehr als 30 Jahren auf "Hommage à Eberhard Weber", das neben Methenys Orchestrierung der Bass-Soli eines seiner prägenden musikalischen Einflüsse auch Beiträge von Jan Garbarek, Gary Burton und der SWR Big Band enthält.

Keith Jarretts Solokonzert-Aufnahmen dokumentieren meist den Prozess totaler Improvisation – sie lassen, in seinen Worten, "den Fluss dorthin fließen, wo er hinfließen soll". Im Gegensatz dazu fügt "Creation" Musik aus verschiedenen Konzerten zu einer Art Suite oder essayistischem Stimmungs­bild zusammen. Jarrett wird häufig gefragt, wie stark sich seine Rollen als Improvisator und klassischer Interpret gegenseitig beeinflussen. Eine eindeutige Antwort darauf gibt es zwar nicht, doch die improvisierte Zugabe am Ende eines Jarrett-Albums mit Musik von Samuel Barber und Bartók wirkt jedenfalls nicht fehlplaziert.

Ebenfalls auf transidiomatische Wanderschaft begeben sich Julia Hülsmann und Theo Bleckmann, die auf "A Clear Midnight" Kurt Weills amerikanische Periode in die Sprache des Jazz übersetzen. Andy Sheppard und Kollegen improvisieren auf "Surrounded By Sea" über gälischen Folksongs, und Nils Økland integriert auf "Kjølvatn" norwegische Volksmusik mit Einflüssen aus Jazz, Kirchenmusik und mehr. Landsmann Mathias Eick verfolgt den Weg norwegischer Musik in die Neue Welt auf "Midwest". Der aus Athen stammende Lyra-Spieler Sokratis Sinopoulos führt auf "Eight Winds" ein jazz-gefärbtes Quartett an, und Sängerin Savina Yannatou beschwört mit ihrer Band Primavera en Salonico den Geist des alten Thessaloniki als "Jerusalem des Balkans", wo sich Musiker über nationale und religiöse Grenzen hinweg unterstützten und inspirierten. Aus dem benachbarten Albanien stammen die Lieder über Liebe und Exil auf Elina Dunis "Dallёndyshe", während Cymin Samawatie mit "Phönix" eine Hommage an die iranische Dichterin Forough Farrokhzaad aufgenommen hat.

Jazz war schon immer eine Mischform, ein Sammelbecken, das aus unterschiedlichsten musika­lischen Quellen gespeist wird. Auf "Break Stuff" spielt Pianist Vijay Iyer Giganten der Jazz-Tradition (Monk, Coltrane, Strayhorn), integriert gleichzeitig Einflüsse aus westafrikanischer Trommelmusik, südindischem Mridangam-Spiel, Hiphop aus Brooklyn und Techno aus Detroit, und benennt das Ganze nach den Vögeln New Yorks – jene Migranten, die "vogelfrei" alle Grenzen überqueren. Ein ganz anderer Bird stand Pate bei Chris Potters Magnum Opus "Imaginary Cities", das Anklänge an "Charlie Parker with Strings", aber auch an Béla Bartók und arabische Ensemblemusik enthält.

2015 feiert eine ganze Reihe von ECM-Musikern runde Geburtstage – Arvo Pärt, Giya Kancheli, Dino Saluzzi, Keith Jarrett, Gary Peacock, Arild Andersen und Eberhard Weber erreichen alle einen solchen Lebens-Meilenstein. Ein Jubiläumsjahr ist 2015 auch für die Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM) in Chicago, die in den 50 Jahren ihres Bestehens dem Jazz und der Neuen Musik viele wichtige Impulse gegeben hat. ECM ist ihren Mitgliedern seit vielen Jahren verbunden und veröffentlicht im Januar mit "Made In Chicago" die furiose Wiederbegegnung von Jack DeJohnette mit AACM-Pionieren wie Muhal Richard Abrams, Henry Threadgill und Roscoe Mitchell.