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28.03.2013

Oscar Peterson swingt Bernstein und Gershwin

Jazzplus, Oscar Peterson swingt Bernstein und Gershwin Oscar Peterson

Wohl kein anderer Jazzmusiker verdankte dem Produzenten und Label-Eigner Norman Granz so viel wie Oscar Peterson (mit Ausnahme vielleicht von Ella Fitzgerald, die aber schon bekannt war, bevor sie Granz unter seine Fittiche nahm). Der Impresario präsentierte den damals erst 23-jährigen kanadischen Pianisten 1949 erstmals bei einem "Jazz At The Philharmonic"-Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. Und machte ihn danach zu einer festen Größe bei den JATP-Tourneen, die dem Newcomer Gelegenheit gaben, mit den Besten der Besten der US-amerikanischen Jazzszene zusammenzuspielen. Als Leader eigener Ensembles und Begleiter anderer Stars spielte Peterson in den folgenden Jahrzehnten unzählige Alben für die diversen Granz-Label Clef, Verve und Pablo ein. In den späten 1950ern und frühen 1960ern Jahren, als Peterson bereits weltweite Popularität und Anerkennung genoss, nahm er einige Alben mit Musical-Themen und einer Jazzoper auf: "My Fair Lady", "Fiorello!", "Porgy & Bess" und "West Side Story". Besonders erfolgreich waren die beiden Letztgenannten, die nun in der JAZZPLUS-Reihe zusammen auf einer CD wiederveröffentlicht werden.

Im formidabel eingespielten Trio mit Bassist Ray Brown und Schlagzeuger Ed Thigpen interpretierte Oscar Peterson mit enorm viel Swing und einer guten Portion Humor die zahlreichen Hits und Klassiker, die George und Ira Gershwin für ihre Jazzoper "Porgy & Bess" sowie Leonard Bernstein und Stephen Sondheim für das Broadway-Musical "West Side Story" geschrieben hatten. Unvergessliche Songs wie "Summertime", "It Ain’t Necessarily So" und "I Got Plenty O’ Nuttin" oder "Maria", "Tonight" und "Jet Song" in unvergesslichen Darbietungen von einem der großartigsten klassischen Piano-Trios aller Zeiten.

Die CDs der JAZZPLUS-Serie bieten jeweils zwei Originalalben eines Künstlers auf einer CD. Aber auch die anderen Aspekte der preiswerten Edition, die Einspielungen für legendäre Jazzlabels wie Verve, Mercury, Prestige, Riverside u.v.a. präsentiert, können sich sehen und hören lassen: Alle Aufnahmen wurden neu digital von den Originalbändern remastert, viele Alben erscheinen hier erstmals auf CD oder waren lange nicht mehr erhältlich. Außerdem beinhalten die Booklets komplette Faksimiles der beiden Original-LP-Artworks, sowie natürlich alle diskographischen Angaben zu den Aufnahmen.