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25.07.2019

"Tone Poet"-LPs - zwei originelle Klassiker des modernen Jazz

Mit "Introducing Kenny Burrell" von Gitarrist Kenny Burrell und "Black Fire" von Pianist Andrew Hill setzt Blue Note seine exquisite "Tone Poet Audiophile Vinyl Series" fort.

JazzEcho-Plattenteller, Tone Poet-LPs - zwei originelle Klassiker des modernen Jazz Tone Poet Audiophile Vinyl Series - Kenny Burrell & Andrew Hill

Die Vinyl-Wiederveröffentlichungen der "Tone Poet"-Reihe präsentieren Klangpoeten, die ihren eigenen Weg gegangen sind, um einige wirklich originelle Sounds zu erzeugen. Inspiriert wurde Blue-Note-Präsident Don Was zu dieser Kollektion durch die außergewöhnlichen audiophilen Vinyl-Wiederveröffentlichungen, die Joe Harley seit Jahren bei dem von ihm mitgegründeten Label Music Matters herausbringt. Der Saxophonist Charles Lloyd verlieh ihm für sein außerordentliches Gespür für die Klangästhetik des LP-Formats den Ehrentitel "Tone Poet", den Harley heute mit Stolz trägt.Die LPs der Reihewerden mit viel Liebe für Details gefertigt - angefangen bei der Tonqualität und dem Mastering über die hochwertige Pressung auf 180-Gramm-Vinyl bis hin zur Gestaltung der schweren, laminierten Gatefold-Sleeves und der Druckqualität.

 

Kenny Burrell - Introducing Kenny Burrell (1956)

Auf seinem ersten bei Blue Note veröffentlichten Album erwies sich Kenny Burrell als absolut heißer Gitarrist, der Bebop und Blues auf eine völlig neue Art miteinander kombinierte. "Burrell präsentiert sich hier schon mit einem direkt wiedererkennbaren Ton", schrieb Scott Yanow im All Music Guide. "Mit seinen 24 Jahren war Burrell schnell zu einem der besten Bop-Gitarristen der damaligen Zeit aufgestiegen und zeigte sich vor allem bei 'This Time The Dreams On Me', 'Weaver Of Dreams' und 'Delilah' in wahrlich exzellenter Form." Neben diesen drei Standards und Kenny Clarkes "Rhythmorama" stellte Burrell mit "Fugue'n'Blues", "Takeela" und "Blues For Skeeter" auch drei originelle eigene Kompositionen vor.

Zur Seite stand ihm bei der Session im Mai 1956 ein beeindruckendes All-Star-Team mit Pianist Tommy Flanagan, Bassist Paul Chambers, Schlagzeuger Kenny Clarke und Conga-Spieler Candido. Perfekt abgerundet wurde dieses brillante Debütalbum durch ein klassisches Cover des Fotografen und Grafikdesigners Reid Miles sowie einen Hüllentext von Leonard Feather.

Andrew Hill - Black Fire (1963)

Ein weiteres historisches Blue-Note-Debütalbum spielte der Pianist Andrew Hill im November 1963 mit "Black Fire" ein. Anders als der Großteil der Alben, die damals bei Blue Note herauskamen, enthielt "Black Fire" keinen einzigen Standard, sondern ausschließlich Originale des 32-jährigen Protagonisten. "Wahnsinnig schöne Musik von Andrew Hill", bejubelte Dusty Groove das Album, "eine schlanke, auf das Wesentliche reduziert Session, bei der Hill sich von seiner feurigsten Seite in Bestform zeigt - und sich in einem Raum irgendwo zwischen den 'New Thing'-Aufnahmen von Jackie McLean und der grüblerischen Brillanz von Andrews späterer 'Smokestack'-Session bewegt! [...] Das ganze Set ist absolut großartig - eine der atemberaubendsten Blue-Note-Einspielungen, die man finden kann."

Begleitet wurde Hill von dem jungen Tenorsaxophonisten Joe Henderson, der mit "Page One" erst kurz zuvor sein eigenes Debüt bei dem Label vorgelegt hatte, dem ungeheuer vielseitigen Bassisten Richard Davis und dem grandiosen Roy Haynes am Schlagzeug. "Black Fire" markierte für Hill den Beginn einer bemerkenswert fruchtbaren Periode. Binnen vier Monaten nahm er für Blue Note mit Musikern wie Elvin Jones, Bobby Hutcherson, Kenny Dorham, Eric Dolphy und Tony Williams noch drei andere Alben auf, die heute als Klassiker gelten: "Smokestack", "Judgment!" und "Point Of Departure".