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09.07.2019

Blue Note Debuts - Jazzlegenden am Karrierestart

Die LP-Reihe "Blue Note Debuts" wird mit Reissues historischer Debütalben von Johnny Griffin, Freddie Hubbard und Grant Green fortgesetzt.

JazzEcho-Plattenteller, Blue Note Debuts - Jazzlegenden am Karrierestart Blue Note Debuts 2

Auch große Jazzer haben irgenwann mal klein angefangen. Die LP-Edition "Blue Note Debuts" ist Teil der umfangreichen "Blue Note 80 Vinyl Reissue Series", die das Label anläßlich seines 80-jährigen Jubiläums lanciert hat. Die erste Staffel haben wir Ihnen berereits vorgestellt, in der zweiten stehen jetzt Tenorsaxophonist Johnny Griffins "Introducing Johnny Griffin", Trompeter Freddie Hubbards "Open Sesame" und Gitarrist Grant Greens "Grant's First Stand" (1961) auf dem Programm 

 

Johnny Griffin - Introducing Johnny Griffin (1956)

Exakt eine Woche vor seinem 28. Geburtstag ging Tenorsaxophonist Johnny Griffin am 17. April 1956 in Rudy Van Gelders Studio in Hackensack, um dort mit einem fantastischen Quartett - bestehend aus Pianist Wynton Kelly, Schlagzeuger Max Roach und Bassist Curly Russell - sein erstes Album  für Blue Note einzuspielen. "Introducing Johnny Griffin" sollte den "kleinen Giganten" sofort ins gleißende Rampenlicht katapultieren. In einer mustergültigen Hardbop-Session ließ Griffin seiner Fantasie und Leidenschaft freien Lauf. Neben drei Kompositionen des jungen Session-Leaders ("Mil Dew", "Chicago Calling" und "Nice And Easy") interpretierte das Quartett Standards wie "Cherokee", "These Foolish Things" und "It's All Right With Me". "Eine bahnbrechende Aufnahme, die Griffins Schnelligkeit, Technik und Kraft zeigt", befand Ron Wynn im All Music Guide. Der Erfolg führte dazu, dass der Tenorsaxophonist, der mit 17 Jahren schon in Lionel Hamptons Band gespielt hatte, kurze Zeit später Mitglied von Art Blaky's Jazz Messengers und Thelonious Monks Five Spot Quartet wurde.

 

Freddie Hubbard - Open Sesame (1960)

Gerade einmal 20 Jahre alt war Freddie Hubbard, als er 1958 den Sprung von der Jazzprovinz Indianapolis in die Jazzwelthauptstadt New York wagte. Binnen kurzem erspielte er sich dort, obwohl er seine Wurzeln eigentlich im Bebop und Hardbop hatte, an der Seite von u.a. Sonny Rollins, Ornette Coleman, Quincy Jones und Eric Dolphy einen Ruf als ungemein vielseitiger Trompeter. Sein ganzes Können bewies er 1960 auch auf "Open Sesame", seinem Debütalbum für Blue Note. "Dieses Set zeigt, dass Hubbard schon in diesem frühen Stadium das Potenzial hatte, einer der Großen zu werden", notierte Scott Yanow im All Music Guide. "In der Ballade 'But Beautiful' zeigt er Reife, weitere Highlights sind 'Open Sesame', ein treibendes 'All Or Nothing At All' und 'One Mint Julep'. Ein beeindruckender Start in eine sehr interessante Karriere." Groß in Szene setzten sich neben Hubbard auch Tenorsaxophonist Tina Brooks und Pianist McCoy Tyner, die von Sam Jones und Clifford Jarvis an Bass und Schlagzeug unterstützt wurden.

 

Grant Green - Grant's First Stand (1961)

Kurz nach Hubbard begrüßte die New Yorker Jazzszene mit Grant Green einen weiteren Neuankömmling. Der Saxophonist Lou Donaldson hatte den Gitarristen in St. Louis entdeckt und spontan dazu eingeladen, ihn auf einer Tournee zu begleiten. In New York stellte Donaldson, der damals auch als Talentscout für Blue Note agierte, Green dem Produzenten Alfred Lion vor. Innerhalb von nur einer Woche konnte der Gitarrist Ende Januar 1961 an drei großartigen Blue-Note-Aufnahmesessions teilnehmen: für Lou Donaldsons "Here 'Tis", "Face To Face", das Debütalbum des Organisten Baby Face Willette (das gerade in der "Tone Peots"-Reihe auf Vinyl wiederveröffentlicht wurde) und sein erstes eigenes Album "Grant's First Stand". "Bei dieser ersten Session hört man Green in der wirklich aufs Wesentliche reduzierten Gesellschaft von Baby Face Willette an der Hammond und Ben Dixon am Schlagzeug", schreibt Dusty Groove über das Album. "Ein spartanisches Trio, das hier eine wahnsinnig kochende Aufnahme vorlegt, ohne die weicheren Kanten, die Greens Einspielungen in späteren Jahren auszeichneten! Die Aufnahme ist so roh und soulig wie Willettes eigene Blue Note Klassiker. Jedes Stück ist ein Treffer."