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01.10.2019

53 und kein bisschen leise - neues Jacky-Terrasson-Album

Auf seinem neuen Werk präsentiert Pianist Jacky Terrasson mit drei unterschiedlichen Trios erstmals ausschließlich eigene Kompositionen.

Jacky Terrasson, 53 und kein bisschen leise - neues Jacky-Terrasson-Album

Auf den vierzehn Alben, die Jacky Terrasson in den zurückliegenden rund 30 Jahren eingespielt hat, interpretierte er zahllose Jazzstandards und gelegentlich auch Popsongs von Stevie Wonder, Michael Jackson, Amy Winehouse und Justin Bieber. Unter all die Fremdkompositionen mischte er - mal mehr, oft weniger - aber auch eigene. Doch erst jetzt präsentiert Terrasson auf seinem neuen Album "53" erstmals ausschließlich eigenes Material.

 

"Warum 53? Einfach weil ich diese Musik in meinem 53. Lebensjahr geschrieben und eingespielt habe und diesmal ein Album machen wollte, das ganz und gar mich widerspiegelt", erklärt der Pianist. "Mit 53 Jahren beginnt ein Mann wohl oder übel zu spüren, dass er eine Form der Reife erlangt hat, dass er das Leben aus einer gewissen Distanz betrachten und die Dinge klarer sehen kann. Auf diesem Album wollte ich alles geben und gewisse Risiken eingehen."

 

Gleichzeitig kehrt der Franko-Amerikaner hier zu dem Trio-Format zurück, mit dem er in den 1990ern ins internationale Rampenlicht getreten ist. "Das Trio ist für mich wirklich ideal", meint Terrasson. "Es ist die Formel, in der ich mich am freisten fühle und die meines Erachtens das größte Potenzial an Kreativität, individuellem Ausdruck und kollektiver Interaktion bietet." Um dem kaleidoskopischen Reichtum seiner Musik gerecht werden zu können, arbeitet Terrasson hier mit drei unterschiedlichen Rhythmusgespannen, zusammengesetzt aus französischen Bassisten (Géraud Portal, Sylvain Romano & Thomas Bramerie) sowie zwei US-amerikanischen (Ali Jackson & Gregory Hutchinson) und einem kubanischen Schlagzeuger (Lukmil Perez).

 

Das Repertoire spiegelt Terrassons ganzes Können als Improvisator wider, aber auch sein Gespür für einprägsame, mitunter geradezu poppige Melodien. Er erweist sich als Bebop-Virtuose ("Jump"), schwelgt in Bossa ("My Lys"), zollt Vorbildern wie Keith Jarrett ("Kiss Jannett For Me"), Ahmad Jamal ("The Call") und Mozart ("Lacrimosa") Tribut und versieht die ekstatische Ballade "La part des anges" mit Baudelaire-Zitaten. Kurzum: "53" zeigt alle Facetten von Terrassons Musik, die leuchtend, warm, funkelnd und immer wieder überraschend ist.